{"id":5225,"date":"2010-07-10T20:23:50","date_gmt":"2010-07-11T00:23:50","guid":{"rendered":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=5225"},"modified":"2025-02-27T12:23:43","modified_gmt":"2025-02-27T17:23:43","slug":"der-mordfall-mrs-azamoah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=5225","title":{"rendered":"Der Mordfall Mrs. Azamoah (by Adam4Ever)"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"label\" style=\"color: #000000;\">Summary: \u00a0<\/span>Es geht um die Ermordung einer jungen Frau. \u00a0Es fehlen Tatverd\u00e4chtige, Zeugen und Beweise. \u00a0 Kann der Fall doch noch gel\u00f6st werden? \u00a0Wer war der M\u00f6rder und welches Motiv hatte er?<\/p>\n<p>Rating T \u00a05,500 words)<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\">(outline challenge Geschichte: https:\/\/www.bonanzabrand.info\/forums\/index.php?\/topic\/16591-the-outline-challenge\/ )<span class=\"label\" style=\"color: #000000;\">Rated:<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00a0K+ (5,505 words)<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"color: #000000;\"><strong>Der Mordfall Mrs. Azamoah<\/strong><\/p>\n<div id=\"pagetitle\"><\/div>\n<div class=\"chapter\">\n<p>\u00a0<strong>Mitten in der Nacht, Virginia City liegt im Dunkeln der Nacht,<\/strong> alles ist ruhig. Nur im Saloon brennt noch Licht. Pl\u00f6tzlich ein gellender Schrei, ein Schuss. Es ist der Schrei einer Frau, Melinda Azamoah. Der Sheriff ist sofort alarmiert und eilt zu ihr. Die Hilfe kommt zu sp\u00e4t. Die junge Schwarze ist tot. Ein Kopfschuss, stellt Dr. Martin fest. Sie wurde eiskalt von hinten erschossen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Niemand wei\u00df, warum sie ermordet wurde, es gibt keinerlei Motive. Melinda war eine freundliche, hilfsbereite Person, die erst k\u00fcrzlich mit ihrem Mann John Azamoah nach Virginia City gezogen war. Es fehlen Zeugen und Spuren, die zum T\u00e4ter f\u00fchren k\u00f6nnten. Niemand hat etwas gesehen.<\/p>\n<p>Ihr Mann ist verzweifelt: \u201eMeine liebe Melinda, meine arme Frau! Warum sie? Warum sie? Warum?\u201c weinend f\u00e4llt er vor dem Leichnam seiner Frau auf die Knie, nimmt sie in die Arme und weint hemmungslos und laut sein Leid klagend. Der Sheriff und andere Bewohner versuchen den jungen Mann zu beruhigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag wird John vom Richter befragt, der versucht den Mord aufzukl\u00e4ren:<\/p>\n<p>\u201eJohn, sie sind 25 Jahre alt, sie sind Amerikaner, stammen aber aus Afrika. Ist das richtig?<\/p>\n<p>\u201eJa, das ist richtig, Herr Richter. Melinda und ich sind erst seit 3 Wochen hier und wollten uns hier eine kleine Farm aufbauen, wenn wir das n\u00f6tige Geld beisammen haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMelinda war 23 Jahre jung und wurde gestern Nacht um ungef\u00e4hr 23:15 Uhr erschossen.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen Sie mir sagen, was Melinda gestern Nacht auf der Stra\u00dfe um diese Uhrzeit getan hat?\u201c<\/p>\n<p>\u201eSie wollte doch nur kurz her\u00fcber zum Saloon. Mr. Presscott wollte sie sprechen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMr. Presscott? Der Verk\u00e4ufer aus dem Kr\u00e4merladen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, genau der. Wir haben ihn gleich an unserem ersten Tag kennengelernt als wir Lebensmittel kaufen wollten. Allerdings war er nicht selbst im Laden. Seine Tochter hat uns bedient. Wir haben ihn nach unserem Einkauf vor dem Laden getroffen und ihn begr\u00fc\u00dft, so wie wir es mit allen fremden Leuten hier bei unserer Ankunft gemacht haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAh, nun gut und was wollte er mit ihr besprechen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMelinda sagte, dass er ihr ein Angebot wegen eines Jobs gemacht hatte. Vielleicht wollte er ihr einen Aushilfsjob in seinem Laden anbieten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wo waren sie zu dem Zeitpunkt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe eine Nachtschicht angenommen, wir brauchen dringend Geld f\u00fcr unsere Farm.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So verlief das Gespr\u00e4ch weiter. Da man weder Beweise, noch Zeugen oder andere Hinweise hatte, blieb Sheriff und Richter nichts anderes \u00fcbrig als Mr. Presscott zu befragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eMr. Presscott, wo waren sie gestern Nacht?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch war im Saloon und habe ein Bier getrunken.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUm diese Uhrzeit?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, ich hatte noch etwas mit Mrs Azamoah zu besprechen wegen des Jobs, den ich ihr anbieten wollte. Es tut mir ja so Leid, dass sie auf so tragische Weise umgebracht wurde. Wer tut so etwas Grausames? Sie war doch noch ein so junges Ding.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas f\u00fcr einen Job?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wusste, sie brauchen Geld f\u00fcr ihre Farm, die sie sich hier aufbauen wollen, also dachte ich, ich helfe ihnen und biete Mrs. Azamoah einen Aushilfsjob in meinem Kr\u00e4merladen an. Wenn beide Geld verdienen, k\u00f6nnen sie sich schon bald ihre Farm aufbauen und sich hier niederlassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wieso taten Sie das nachts?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun ja, ich bin ein viel besch\u00e4ftigter Mann. Ich wollte das Ganze in Ruhe mit ihr nach Feierabend bereden. Sie hat tags\u00fcber alle H\u00e4nde voll zu tun, genau wie ich.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach Beendigung der Befragung, geht Mr. Presscott zu John, der alles mitangeh\u00f6rt hat:<\/p>\n<p>\u201eMein Beileid, Nachbar!\u201c und verl\u00e4sst den Raum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage verbrachten der Sheriff und seine Deputys mit der schier endlos erscheinenden Suche nach Zeugen, Tatverd\u00e4chtigen oder anderen Hinweisen.<\/p>\n<p>Die Suche war erfolglos. Niemand in Virginia City konnte mehr sagen, als das sie einen gellenden Schrei vernommen hatten und daraufhin ein Schuss zu h\u00f6ren war. Gesehen hatte niemand etwas.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Sheriff war ratlos. Wie konnte er nur diesen Mord aufkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Er entschloss sich dazu, auch die im weiteren Umkreis liegenden Farmen und Ranches zu besuchen und auch dort die Leute zu befragen, auch wenn dabei wenig Aussicht auf Erfolg bestand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So besuchte er auch die Cartwrights und erz\u00e4hlte ihnen die Geschichte in aller Ausf\u00fchrlichkeit inklusive der Aussagen von Mr. Azamoah und Mr. Presscott.<\/p>\n<p>Ben und seine S\u00f6hne konnten die Geschichte kaum glauben.<\/p>\n<p>Sie kannten die Azamoahs nur fl\u00fcchtig, aber sie wussten, sie waren anst\u00e4ndige Leute.<\/p>\n<p>Da auch Ben und die Jungs nicht zum Tatzeitpunkt anwesend gewesen waren, konnten sie dem Sheriff auch nicht weiterhelfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mr. Azamoah war verzweifelt. Sollte der Tod seiner Frau einfach so hingenommen werden ohne das der M\u00f6rder daf\u00fcr b\u00fc\u00dfen musste?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDer einzige Anhaltspunkt den sie haben, ist also Mr. Presscott?\u201c fragte Hoss in die Runde seiner Familie. \u201eWie es scheint, ja\u201c, sagte Ben. \u201eMelinda war eine so bezaubernde junge Dame\u201c,<\/p>\n<p>bemerkte Joe. \u201eWie kann man sie nur einfach kaltbl\u00fctig umlegen?!\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df es nicht, Joe. Vielleicht war es ja auch ein Unfall.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas glaube ich nicht\u201c, warf Adam ein. \u201eEs gab weder einen \u00dcberfall noch sonst irgend eine Schie\u00dferei, wo Mrs. Azamoah zwischen die Fronten geraten sein k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas ist wahr\u201c, sagte Hoss. \u201ePa, wenn ich morgen Vorr\u00e4te hole, schau ich mir diesen Prescott mal genauer an\u201c, sagte Adam entschlossen. \u201eAdam!\u201c sagte Ben mit strenger, nachdr\u00fccklicher Stimme.<\/p>\n<p>\u201eDu warst nicht dabei, also halt dich aus der Sache raus.\u201c<\/p>\n<p>\u201eGegen ein Gespr\u00e4ch wird er ja nichts einzuwenden haben, oder?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag war Adam fr\u00fch nach Virginia City aufgebrochen.<\/p>\n<p>Zielstrebig stellte er die Kutsche vor dem Kr\u00e4merladen ab.<\/p>\n<p>\u201eGuten Morgen, Lucy\u201c, begr\u00fc\u00dfte Adam die 18-j\u00e4hrige Tochter des Kr\u00e4mers.<\/p>\n<p>\u201eGuten Morgen, Mr. Cartwright. Was darfs sein?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas \u00dcbliche. Hier ist eine Liste.\u201c Er \u00fcberreichte ihr einen Zettel.<\/p>\n<p>\u201eDas Mehl ist dr\u00fcben in den S\u00e4cken, bedienen sie sich ruhig, dann rechne ich schon mal die Summe aus.\u201c W\u00e4hrend Adam die ersten Waren zusammenpackte, sagte er:<\/p>\n<p>\u201eEine Frage Lucy. Ist dein Vater zuf\u00e4llig da?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, er ist im Haus und liest Zeitung, wieso?\u201c<\/p>\n<p>\u201eKannst du ihn mal holen. Ich m\u00f6chte mit ihm sprechen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, gut. Einen Moment.\u201c Lucy verschwand durch eine T\u00fcr ins Wohnhaus der Presscots.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige Minuten sp\u00e4ter stand der beleibte Mr. Presscott in voller Gr\u00f6\u00dfe vor ihm.<\/p>\n<p>\u201eSie wollen mich sprechen? Stimmt was nicht mit unserer Ware?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein, nein. Mit der Ware ist alles in Ordnung. Wir haben von dem Vorfall mit Melinda Azamoah geh\u00f6rt.\u201c \u201eJa, das haben doch alle im Umkreis von 5 Meilen&#8230;\u201c unterbrach ihn der Kr\u00e4mer, ehe Adam richtig zu Wort gekommen war. \u201eWollten sie den Azamoahs wirklich einen Job hier anbieten? Ich meine, der Laden ist nicht besonders gro\u00df und ihre Tochter arbeitet ja auch noch hier.\u201c \u201eJa das stimmt schon, aber wir k\u00f6nnten trotzdem noch eine Aushilfe hier gebrauchen. Es gibt viel zu tun in so einem Laden.\u201c \u201eWie lange kannten Sie Melinda schon?\u201c fragte Adam w\u00e4hrend er ein P\u00e4ckchen extra langer Baun\u00e4gel in die Einkaufskiste legte. \u201eSeit ihrer Ankunft hier&#8230;. Warum fragen Sie eigentlich so viel&#8230; sind wir hier in einem Verh\u00f6r?\u201c \u201eNein, das nicht, aber wenn sie nichts zu verbergen haben, dann k\u00f6nnen sie ja ruhigen Gewisses antworten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe nichts zu verbergen. Ich wollte lediglich hilfsbereit sein.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWieso haben Sie Melinda ausgerechnet mitten in der Nacht sprechen wollen wegen des Jobs?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch bin tags\u00fcber einfach zu viel besch\u00e4ftigt. Ich wollte die Sache in Ruhe mit ihr besprechen, dass habe ich auch dem Richter schon erz\u00e4hlt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eViel besch\u00e4ftigt&#8230; mit Zeitung lesen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun werden Sie nicht frech. Kleine Pausen braucht man zwischendurch mal.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUm 7 Uhr morgens?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, um 7 Uhr morgens!\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wie viel h\u00e4tten sie Mrs. Azamoah f\u00fcr ihre Arbeit bezahlt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun reicht es aber, was bilden Sie sich ein? Sie sind kein Sheriff. Ich muss Ihnen \u00fcberhaupt nichts beantworten\u201c, schrie Mr. Presscott aufgebracht.<\/p>\n<p>\u201eNa, na warum gleich so aggressiv. Das war doch nur eine harmlose Frage. Ich kann auch den Sheriff holen und ihn fragen lassen. Der wird sich \u00fcber jede Hilfe in dem Mordfall freuen.\u201c<\/p>\n<p>Einen Moment schwieg Mr. Presscott.<\/p>\n<p>\u201eAlso gut, sparen Sie sich die M\u00fche&#8230; Ich h\u00e4tte sie hier stundenweise arbeiten lassen. Sie h\u00e4tte eine angemessene Bezahlung erhalten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie viel?\u201c fragte Adam nicht von seiner Frage ablassend.<\/p>\n<p>\u201eWas tut das zur Sache, was ich dem Pack bezahlt h\u00e4tte?\u201c<\/p>\n<p>\u201ePack? Das ist ja eine nette Bezeichnung f\u00fcr einen guten Nachbarn.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAch, machen Sie das Sie hier verschwinden. Halten sie ihre neugierige Nase aus der Sache raus. Das geht sie nichts an!\u201c Kurz bevor die Unterhaltung in einem handfesten Rausschmiss geendet w\u00e4re, nahm Adam die Waren und dr\u00fcckte Lucy das Geld in die Hand.<\/p>\n<p>\u201eNa gut, wir werden ja sehen, ob sie etwas verbergen. Guten Tag!\u201c sagte Adam und machte sich auf den R\u00fcckweg zur Ponderosa.<\/p>\n<p>\u201eLucy, diese Cartwrights sind dreiste Leute, die sich in alles einmischen und unschuldige Leute grundlos verd\u00e4chtigen. Du bedienst hier keinen Kunden mehr, der Cartwright hei\u00dft. Ist das klar?<\/p>\n<p>\u201eAber&#8230; Pa&#8230; sie wollen doch nur dem Sheriff helfen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber nicht so mein Kind. Du bedienst sie nicht mehr und damit basta.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zur\u00fcck auf der Ponderosa schleppte Adam die schwere Kiste mit den Eink\u00e4ufen ins Haus.<\/p>\n<p>Mit einem m\u00fcrrischen Gesichtsausdruck, stellte er sie ab.<\/p>\n<p>Hoss viel sofort sein Gesicht auf: \u201eWas ist los Adam? Ist dir eine Laus \u00fcber die Leber gelaufen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein&#8230;dieser Presscott!\u201c stie\u00df Adam m\u00fcrrisch aus.<\/p>\n<p>\u201eDu hast dich doch nicht etwa mit ihm angelegt oder?\u201c fragte Ben, der schon ahnte, was passiert war. \u201eNa ja, er hat mich mehr oder weniger rausgeschmissen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAdam&#8230;ich habe dir doch gesagt, du sollst dich raushalten!\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber Pa&#8230; der Typ verbirgt etwas. Das ist sonnenklar. In seiner Rage hat er die Azamoahs &#8216;Pack&#8217; genannt! Das zeigt doch, was er von denen h\u00e4lt. Warum sollte er dem &#8216;Pack&#8217; auch noch hilfsbereit einen Job anbieten. Das glaubt er doch selbst nicht. Da steckt mehr dahinter.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch kann mir schon vorstellen, wie du ihn mit deinen Fragen zur Wei\u00dfglut getrieben hast. Mr. Presscott ist nicht der Geduldigste und er regt sich leicht \u00fcber die kleinsten Dinge auf. Das wei\u00dft du doch,\u201c sagte Ben. \u201ePa, er entschuldigt seine n\u00e4chtliche Verabredung damit, dass er tags\u00fcber zu besch\u00e4ftigt ist mit seinem Laden. Dann komme ich morgens um 7 dort rein und Lucy erz\u00e4hlt mir, dass ihr Vater Zeitung liest&#8230; Seine Erkl\u00e4rung: Er brauche ab und zu mal Pausen. Das ist doch Schwachsinn. Wir fangen um 6 Uhr morgens an und machen um 1 Uhr Mittags die erste Pause.<\/p>\n<p>Er steht nur da im Laden und braucht um 7 schon eine Pause? Den Schwachsinn kann er jemand anderem erz\u00e4hlen.\u201c \u201eAdam, er ist nicht mehr gerade der J\u00fcngste und auch nicht gerade grazil.\u201c<\/p>\n<p>\u201ePa, das bist du auch nicht und trotzdem brauchst du nicht alle f\u00fcnf Minuten eine Pause.\u201c<\/p>\n<p>\u201eOh, danke f\u00fcr die Blumen, mein Sohn.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Moment wich die finstere Miene aus Adams Gesicht und ein L\u00e4cheln deutete sich an, auch Hoss und Ben mussten lachen. \u201eAdam zerbreche dir nicht den Kopf \u00fcber Wallace&#8230; du kennst ihn doch. Er hat ein aufbrausendes Temperament, er f\u00e4hrt schnell aus der Haut. Adam wir kennen ihn schon so lange. Er war immer anst\u00e4ndig und hat sich im Stadtrat immer f\u00fcr die Bewohner unserer Stadt engagiert. Wenn es einen Vorfall gab, war er immer zur Stelle um auszuhelfen.<\/p>\n<p>Ich glaube nicht, dass er etwas damit zu tun hat. Ich f\u00fcrchte du bist auf der falschen F\u00e4hrte und ich m\u00f6chte, dass du aufh\u00f6rst irgendwelchen Leuten Dinge zu unterstellen ohne handfeste Beweise.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotzdem wurde Adam den Verdacht nicht los, dass da etwas im Busch war.<\/p>\n<p>Aber wie konnte er das beweisen&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adam beschloss Mr. Presscott im Auge zu behalten. Wann immer er in den n\u00e4chsten Tagen in der Stadt war, behielt er den Laden im Blick und verbrachte manchmal mehr Zeit in der Stadt, als seinem Vater lieb war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon nach kurzer Zeit beobachtete er, wie Mr. Presscott einen Jungen achtkantig aus seinem Laden schmiss: \u201eUnd lass dich nie wieder hier Blicken! Sonst setzt es was!\u201c schrie er aufbrausender denn je.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Junge war erschrocken und eingesch\u00fcchtert. Er rannte um ein H\u00e4userecke.<\/p>\n<p>\u201eWarte!\u201c rief Adam dem Jungen hinterher. Der Junge blieb stehen und blicke \u00e4ngstlich zu Adam auf. \u201eWieso wurdest du gerade aus dem Laden geworfen?\u201c fragte er den Jungen und ging in die Hocke um den Jungen nicht weiter einzusch\u00fcchtern. \u201eIch&#8230; ich&#8230;\u201c stammelte der Junge \u201eich habe nichts getan. Ich wollte nur Bonbons kaufen. Meine Mutter hat mir etwas Geld gegeben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eGanz ruhig. Ich glaube dir. Wie hei\u00dft du?\u201c Der Junge schien Vertrauen zu gewinnen und entspannte: \u201eIch hei\u00dfe Jimmy Tschaba. Wir wohnen da hinten in dem Haus.\u201c<\/p>\n<p>Der Junge deutete auf ein heruntergekommenes Haus im Armenviertel der Stadt.<\/p>\n<p>\u201eDanke\u201c, sagte Adam und dr\u00fcckte dem Jungen ein paar M\u00fcnzen in die Hand.<\/p>\n<p>\u201eJetzt kaufst du dir da hinten bei Jack&#8217;s Mercentile eine doppelt so gro\u00dfe T\u00fcte Bonbons und vergisst den Vorfall im Laden, okay?\u201c sagte Adam und l\u00e4chelte den kleinen Junge an.<\/p>\n<p>Jimmys Augen strahlten. So viel Geld hatte er noch nie besessen. \u201eDanke, Mr.!\u201c rief er und rannte sofort los.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Irgendetwas stimmte hier nicht. Aber was?<\/p>\n<p>Adam beobachtete, wie Mr. Presscott p\u00fcnktlich zur Mittagszeit seinen Laden verlie\u00df und zum Restaurant hin\u00fcber ging. Das Ladenschild verk\u00fcndete dennoch: Open!<\/p>\n<p>Adam wartete ab, bis Presscott im Restaurant verschwunden war und ging dann hin\u00fcber zum Laden. Lucy stand hinter der Theke. Adam trat ein: \u201eHallo Lucy.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMr. Cartwright! Was tun sie hier? Mein Vater hat mir verboten Sie oder irgend jemand anderen aus Ihrer Familie zu bedienen.\u201c \u201eIch will ja auch gar nichts kaufen,\u201c sagte Adam mit ruhiger Stimme.<\/p>\n<p>\u201eIch wollte wissen, weshalb dein Vater eben diesen kleinen Jungen, Jimmy Tschaba rausgeschmissen hat.\u201c \u201eIch wei\u00df es nicht. Vielleicht hat er gestohlen. Das kommt \u00f6fters vor,\u201c antwortete Lucy mit einer merkw\u00fcrdig versch\u00fcchtert klingenden Stimme.<\/p>\n<p>\u201eLucy, ich kenne dich gut genug um zu merken, wann du etwas verheimlichst.\u201c<\/p>\n<p>Er trat n\u00e4her an sie heran: \u201eLucy, sag mir die Wahrheit.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch sagte doch schon&#8230; ich wei\u00df es nicht genau\u201c, ihr Blick richtete sich dabei auf den Boden.<\/p>\n<p>Adam hob sanft ihren Kopf und sah ihr tief in die Augen: \u201eSag mir das nochmal, aber schau mir dabei in die Augen.\u201c Sie blickte unsicher in Adams braune Augen. Eine Weile sagte sie nichts, dann hielt sie seinem Blick nicht mehr stand und sagte: \u201eAlso gut. Mein Vater duldet keine Leute aus dem Armenviertel hier im Laden.\u201c \u201eDu meinst: Er duldet keine Schwarzen, richtig?\u201c<\/p>\n<p>Wieder trat einen Moment Stille in den Raum: \u201eJa, Adam&#8230;ja&#8230; er hat ein Hausverbot f\u00fcr Schwarze verh\u00e4ngt. Ich verstehe ihn nicht! Ich verstehe ihn einfach nicht!\u201c rief sie und lief bitterlich weinend ins Wohnhaus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun hatte Adam, wonach er gesucht hatte. Das war ein klares Motiv.<\/p>\n<p>Sein erster Weg raus aus dem Laden f\u00fchrte ihn zum Richter.<\/p>\n<p>\u201eHerr Richter, ich habe Ihnen einiges \u00fcber den Mordfall Mrs. Azamoah zu berichten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So erz\u00e4hlte er dem Richter von allen merkw\u00fcrdigen Aussagen Mr. Presscotts, die sich mehr nach Ausreden und sinnlosen Rechtfertigungen als nach logischen Erkl\u00e4rungen angeh\u00f6rt hatten und er berichtete auch von dem Vorfall mit dem kleinen Jimmy und Lucys Aussage.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEuer Ehren, der Mann hat etwas gegen farbige Menschen! Der Kerl ist ein Rassist! Sein Motiv liegt klar auf der Hand!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNicht so schnell. Das w\u00e4re zwar ein Motiv, aber sie haben keinerlei Beweise, dass er an dem Mord beteiligt war oder in irgend einer Weise darin verwickelt war. Wir haben bereits die Kugel und Mr. Presscotts Waffen verglichen. Die Kugel stammt aus keinem seiner Schusswaffen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDas hei\u00dft doch nichts!\u201c sagte Adam aufgebracht. \u201eEr hat sie ganz einfach verschwinden lassen oder er hat einen Killer beauftragt. Da gibt es hunderte verschiedener M\u00f6glichkeiten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eJa, das stimmt, aber ohne Beweise k\u00f6nnen wir nichts machen. Es gibt weder Augenzeugen noch sonst irgendwelche Beweise.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eZumindest haben wir jetzt einen Tatverd\u00e4chtigen mit Motiv. Ich bin mir sicher, der steckt da mit drin. Vielleicht k\u00f6nnte Lucy die Aussage vor Gericht wiederholen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eSelbst wenn sie das tut, ist das immer noch kein Beweis, dass sein Hass soweit reicht, dass er Schwarze t\u00f6tet.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adam wurde sich bewusst, dass er ohne handfeste Beweise nichts ausrichten konnte, aber wie sollte er an welche gelangen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er behielt den Laden weiterhin im Blick und sprach mit John Azamoah.<\/p>\n<p>John war noch nicht \u00fcber den Tod seiner Frau hinweg.<\/p>\n<p>\u201eMr. Azamoah, hat sich Mr. Presscot Ihnen gegen\u00fcber in irgendeiner Weise unfreundlich verhalten?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein, eigentlich nicht. Er war nicht besonders freundlich oder h\u00f6flich, aber auch nicht unfreundlich.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHm&#8230; das passt nicht zusammen. Gab es irgendwelche Vorf\u00e4lle?\u201c fragte Adam.<\/p>\n<p>\u201eWas meinen Sie mit Vorfall?\u201c<\/p>\n<p>\u201eGab es au\u00dfer dem Mord an Ihrer Frau irgendwelche merkw\u00fcrdigen Geschehnisse&#8230; denken Sie genau nach&#8230; auch Kleinigkeiten k\u00f6nnen weiterhelfen.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend John \u00fcberlegte, sah ihn Adam eindringlich, wartend auf eine Antwort, an.<\/p>\n<p>\u201eIm Zusammenhang mit Mr. Presscott war es merkw\u00fcrdig, dass die Waren, die wir am dringendsten ben\u00f6tigten immer ausverkauft oder aus sonst irgendeinem Grund nicht erh\u00e4ltlich waren, z.B. die extra langen N\u00e4geln, die man zum Bauen eines Farmhauses ben\u00f6tigt, wenn man nicht will, dass es beim ersten heftigen Sturm wieder auseinanderf\u00e4llt. Wir wollten einen Tag vor Melindas Ermordung welche kaufen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAha, da haben wirs ja schon&#8230;und diese Spezialn\u00e4gel f\u00fchrt nur er hier in Virginia City, soweit ich wei\u00df.\u201c Adam dachte nach. \u201eIch habe vor kurzem noch genau diese N\u00e4gel bei ihm gekauft.<\/p>\n<p>Zwischen ihrem und meinem Einkauf ist keine neue Warenlieferung mehr hier eingetroffen.<\/p>\n<p>Er versucht also den Schwarzen hier das Leben schwer zu machen und wenn sie nicht von alleine gehen, bringt er sie eben um&#8230; nur habe ich daf\u00fcr keine Beweise. Mr. Azamoah sie m\u00fcssen gut auf sich aufpassen.\u201c<\/p>\n<p>Der Richter wusste Adams Bem\u00fchungen zu sch\u00e4tzen und nahm seinen Verdacht ernst.<\/p>\n<p>Er redete noch einmal mit Mr. Presscot, dem klar war, dass er das Adam zu verdanken hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Adam wieder mal in der Stadt war um Bargeld von der Bank zu holen und ein Telegramm aufzugeben, fing ihn Mr. Presscot ab. \u201eCartwright!\u201c zischte er ihm ins Ohr.<\/p>\n<p>\u201eIch will mit Ihnen sprechen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAh, Mr. Presscott! Nur zu, sprechen Sie.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNicht hier, kommen Sie mit ins Haus\u201c, fl\u00fcsterte er beinahe.<\/p>\n<p>\u201eWarum? Hier ist es doch gut. Es kann ruhig jeder h\u00f6ren, was sie zu sagen haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun gut,\u201c gab er sich geschlagen. \u201eIch wei\u00df von Richter Jackson, dass Sie mich verd\u00e4chtigen. Sie glauben, ich habe etwas mit dem Mordfall an Mrs. Azamoah zu tun. Es stimmt schon, ich mag Schwarze nicht besonders. Ich bin im separatistischen S\u00fcden aufgewachsen. Mir wurde das quasi in die Wiege gelegt. Das k\u00f6nnen Sie mir nicht ver\u00fcbeln. Aber ich habe niemanden get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Das m\u00fcssen Sie mir glauben.\u201c<\/p>\n<p>Adam wollte seinen Ohren nicht trauen und antwortete h\u00f6rbar missgelaunt:<\/p>\n<p>\u201eIn die Wiege gelegt? Haben Sie keinen eigenen Verstand zum Nachdenken? Rassismus ist nicht genetisch verankert. Sie k\u00f6nnen sich davon l\u00f6sen. Wachen Sie auf! Schwarze sind Menschen wie du und ich. Sie haben nur eine andere Hautfarbe.\u201c Stille trat ein. Nach einer Weile wiederholte Presscott noch einmal: \u201eIch habe nichts damit zu tun, also lassen Sie diese Anschuldigungen!\u201c \u201eAuch wenn sie bestreiten, dass sie was mit der Sache zu tun haben, ich glaube Ihnen kein Wort\u201c, sagte Adam und ging seines Weges.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWas hast du?!\u201c fragte Ben emp\u00f6rt. \u201eAdam, wenn deine Verd\u00e4chtigungen stimmen sollten, bringst du dich in echte Gefahr. Er wird versuchen dich auszuschalten, bevor du einen Beweis findest.\u201c<\/p>\n<p>\u201ePa, davon bin ich weit entfernt. Wie soll man ihm nachweisen, dass er einen Killer auf Mrs. Azamoah angesetzt hat? Man h\u00e4tte den T\u00e4ter auf frischer Tat ertappen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige Tage tat sich nichts im Mordfall Mrs. Azamoah. Weder der Sheriff, noch der Richter oder Adam kamen einen Schritt weiter.<\/p>\n<p>Adam \u00fcberlegte noch immer, wie er an Beweise kommen k\u00f6nnte, denn er war sich sicher, das Mr. Presscot was damit zu tun hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Abend sa\u00df Adam gr\u00fcbelnd vor dem Kamin.<\/p>\n<p>\u201eDenkst du immer noch \u00fcber diese Geschichte nach?\u201c fragte ihn Joe.<\/p>\n<p>\u201eJa, man kann den Mord doch nicht einfach ungekl\u00e4rt stehen lassen. Ich meine, da ist eine junge Frau von 23 Jahren ermordet worden und keiner hat was gesehen!\u201c<\/p>\n<p>\u201eAdam,\u201c sagte Ben diesmal ganz ruhig und legte ihm seinen Arm auf die Schulter:<\/p>\n<p>\u201eIch denke du steigerst dich da in was hinein. Was ist, wenn er einfach nur fremdenfeindlich oder meinetwegen auch rassistisch ist, wie du sagst? Das hei\u00dft nicht zwangsl\u00e4ufig, dass er soweit geht und jemanden wegen seiner Hautfarbe ermordet.\u201c<\/p>\n<p>\u201ePa, es ist nicht nur die Hautfarbe. Solche Leute halten Schwarze f\u00fcr Ungeziefer, f\u00fcr minderwertig, nutzlos und manchmal sogar f\u00fcr sch\u00e4dlich oder gef\u00e4hrlich. Mr. Presscott ist so jemand. Er will die Schwarzen aus Virginia City vertreiben, um jeden Preis und wenn sie sich nicht vertreiben lassen, wie die Azamoahs, dann bringt er sie um&#8230;so einfach ist das f\u00fcr ihn.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adam hatte den Satz kaum beendet, als Hoss v\u00f6llig au\u00dfer Atem ins Haus gest\u00fcrmt kam:<\/p>\n<p>\u201ePa! Adam! Joe!\u201c rief er v\u00f6llig au\u00dfer Atem und keuchte: \u201eMr. Azamoah&#8230;.. Mr. Azamoah ist tot!\u201c<\/p>\n<p>Sofort sprang Adam auf. \u201eWas, Hoss? Er ist tot?\u201c \u201eJa, Adam! Ermordet, wie seine Frau!\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch h\u00e4tte es wissen m\u00fcssen, wir h\u00e4tten ihn keine Sekunde aus den Augen lassen d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Stadt herrschte helle Aufruhr. Diesmal war es am hellichten Tag passiert, in einer unbelebten Seitenstra\u00dfe. Der Sheriff erkl\u00e4rte: \u201eWieder ein Kopfschuss, kein T\u00e4ter, keine Zeugen, die etwas gesehen haben!\u201c Ein paar, der wenigen Schwarzen, die standhaft geblieben und in Virginia City geblieben waren, redeten aufgebracht auf den Sheriff ein. \u201eWir werden unser Bestes geben, diese mysteri\u00f6sen F\u00e4lle aufzukl\u00e4ren. Bitte bleiben Sie ruhig.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Tagen, sah man keine Schwarzen mehr auf den Stra\u00dfen.<\/p>\n<p>Sie wagten sich nicht mehr hinaus. Alle hatten nun den Verdacht, dass ein Rassist sein Unwesen treibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adam wusste, dass nun bald was geschehen m\u00fcsse, wenn sie nicht hilflos zusehen wollten, wie die schwarze Bev\u00f6lkerung einer nach dem anderen ermordet wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der darauf folgenden Nacht schlich sich Adam heimlich aus dem Haus und machte sich auf den Weg in die Stadt. Er wusste er w\u00fcrde etwas Illegales tun, aber er wusste auch, dass er nicht mehr l\u00e4nger mit ansehen konnte und wollte, wie diese Morde einer nach dem anderen geschahen.<\/p>\n<p>Zwei junge Leben ausgel\u00f6scht und das nur, weil sie rein zuf\u00e4llig mit schwarzer anstatt mit wei\u00dfer Haut geboren wurden. So etwas durfte nicht geduldet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adam schlich sich zu dem Haus der Presscotts. Ein Fenster stand, wohl zum L\u00fcften, noch offen.<\/p>\n<p>Adam schaute sich kurz um, ob ihn keiner beobachtete und stieg dann rasch durch das Fenster.<\/p>\n<p>Er war noch nie im Wohnhaus von Lucy und Wallace Presscott gewesen. Alles war dunkel, er konnte nicht sehen, in welchem Raum er stand. Vorsichtig entz\u00fcndete er ein Streichholz.<\/p>\n<p>Zweifellos, es war das Wohnzimmer. Vorsichtig und leise \u00f6ffnete er einige Schubladen und Schr\u00e4nke um irgendetwas zu finden, was auf die Tat hinweisen k\u00f6nnte. Irgendeine Spur hinterl\u00e4sst jeder T\u00e4ter, dass wusste er, nur gefunden musste sie werden. Er kramte zwischen Geschirr, B\u00fcchern, Tischdecken und allerlei anderem Zeug, dass man im Wohnzimmer aufbewahrt. Es war nichts zu finden. Wo bewahrt jemand Dinge auf, die niemand sehen soll&#8230; wohl am ehesten im Schlafzimmer.<\/p>\n<p>Auf das Risiko hin, dass ihn jemand entdecken w\u00fcrde, schlich er so leise es m\u00f6glich war in den Flur. Dort war eine gro\u00dfe, h\u00f6lzerne Treppe. Mit vorsichtigen Bewegungen versuchte er die Treppe hinauf zu gelangen, welche leise vor sich hin knarrte, bei jedem seiner Schritte.<\/p>\n<p>Es war stockfinster. Er konnte sich nur langsam hinauftasten und hoffen, dass er nirgends gegensto\u00dfen w\u00fcrde. Pl\u00f6tzlich h\u00f6rte er, wie sich oben eine T\u00fcr \u00f6ffnete. Adam erschrak und verharrte regungslos. \u201eDaddy?\u201c rief Lucy nach unten. \u201eBist du heimgekommen?\u201c Es kam keine Antwort.<\/p>\n<p>Eine Weile geschah nichts, dann h\u00f6rte Adam, wie Lucy eine T\u00fcr schloss. War ihr Vater also gar nicht zu Hause? Noch vorsichtiger als vorher schlich Adam die Treppe weiter hinauf. Der kleine Flur verband 2 T\u00fcren. Hinter einer musste sich Lucys Zimmer verbergen, hinter der anderen das Schlafzimmer ihres Vaters. Aber welche T\u00fcr f\u00fchrte in welches Zimmer?<\/p>\n<p>Wenn er jetzt versehentlich in Lucys Zimmer eintreten w\u00fcrde, w\u00e4re die Sache gelaufen.<\/p>\n<p>Vorsichtig ging er zu einer der T\u00fcren und schaute durch das Schl\u00fcsselloch. Im Zimmer brannte Licht. Das musste also Lucys Zimmer sein. In dem anderen Zimmer brannte kein Licht. So langsam es ging, dr\u00fcckte Adam die T\u00fcrklinke hinunter, um ja kein Ger\u00e4usch zu verursachen.<\/p>\n<p>Es war das Zimmer von Wallace Presscott. Leise lehnte er die T\u00fcre hinter sich an und entz\u00fcndete ein weiteres Streichholz. Ein Bett, ein Schrank, ein paar Regale mit B\u00fcchern und in einer Ecke stand ein Schreibtisch. Zielstrebig ging er auf den Schreibtisch zu. Er wusste von seinem eigenen Vater, dass er dort mit Vorliebe wichtige Dokumente etc. aufbewahrte.<\/p>\n<p>Adam zog einige Schubladen auf. Nichts \u2013 nur irgendwelche alten Liebesbriefe seiner verstorbenen Frau, Schreibutensilien, Tabletten&#8230; nichts, was auf einen Mord hindeutete.<\/p>\n<p>Ganz rechts unten war eine Schublade abgeschlossen. \u201eJackpot!\u201c dachte sich Adam und \u00f6ffnete das Schloss der Lade mit einer gro\u00dfen N\u00e4hnadel, die er vorsorglich von Hop Sing stibitzt hatte.<\/p>\n<p>Leise zog er die Schublade auf. Er fand ein paar alte Aufzeichnungen von Wallace, alte Fotoalben und andere private Dinge. Als er gerade eines der Fotoalben \u00f6ffnen wollte, rutschte etwas aus dem Album heraus. Was war es? Ehe er es sehen konnte, war sein Streichholz schon wieder erloschen.<\/p>\n<p>Er entz\u00fcndete ein weiteres: Es war ein Bild auf dem Wallace Presscot zu sehen war, schwer erkennbar, aber er war es, mit einem merkw\u00fcrdigen Umhang mit Kapuze. Bei n\u00e4herem Hinsehen, lief Adam eine eiskalte Schauer \u00fcber den R\u00fccken. Wallace geh\u00f6rte einmal dem Ku-Klux-Klan an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich h\u00f6rte er ein Ger\u00e4usch, dass von unten kam. Jemand schloss die Haust\u00fcre auf. Adam blieb fast das Herz stehen. Schnell lie\u00df er das Bild in seiner Hosentasche verschwinden, schob die Schublade wieder zu, pustete sein Streichholz aus und verharrte leise in einer Ecke des Zimmers.<\/p>\n<p>Er \u00fcberlegte, wie er aus dem Haus kommen k\u00f6nnte. Das Fenster war viel zu hoch. Was sollte er machen, wenn Presscott herein k\u00e4me?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eLucy! Lucy! Bist du da?\u201c rief Wallace von unten herauf. Gegen\u00fcber des Zimmers \u00f6ffnete sich eine T\u00fcr. Lucy kam herausgerannt, die Treppe hinunter und begr\u00fc\u00dfte ihren heimgekehrten Vater.<\/p>\n<p>Durch die angelehnte T\u00fcr, h\u00f6rte Adam, wie Wallace begann mit seiner Tochter \u00fcber belanglose Dinge zu reden. Adam rann der Schwei\u00df vor Anspannung \u00fcber die Stirn.<\/p>\n<p>\u201eAch Lucy bin ich m\u00fcde. Ich glaube, ich gehe mich hinlegen,\u201c h\u00f6rte er mit Schrecken Wallace sagen. Was sollte er nun tun? Sich im Zimmer verstecken oder einfach rausrennen in der Hoffnung er w\u00fcrde ihn nicht sehen. Adam schlich sich vorsichtig aus dem Zimmer. Als er auf der Mitte des Flurs war, kam jemand mit einer Lampe langsam die Treppe herauf. Adam konnte den Schein sehen. Es gab keine andere M\u00f6glichkeit als in Lucys Zimmer zu fliehen. In letzter Sekunde huschte er in das Schlafzimmer. Presscott stand nun im Flur und rief hinunter: \u201eLucy, l\u00f6sch unten das Licht, wenn du ins Bett gehst!\u201c \u201eJa, ist gut. Ich komme gleich, Pa!\u201c rief sie. Als Presscot sah, dass die T\u00fcr nicht zu war, wie sonst, rief er noch einmal hinunter: \u201eLucy!? Warst du in meinem Schlafzimmer?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIn deinem Schlafzimmer?\u201c rief Lucy von unten hoch, w\u00e4hrend sie langsam die Treppe hinauf kam mit einem fragenden Blick: \u201eNein, Daddy. Ich war nicht in deinem Zimmer, wieso?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie T\u00fcr war nicht richtig zu. Ich mache sie immer zu, bevor ich gehe. Na ja vielleicht habe ich es heute morgen in der Hast vergessen. Schlaf gut Liebling!\u201c sagte er zu seiner Tochter, gab ihr einen Kuss auf die Stirn und schloss die T\u00fcre langsam hinter sich. \u201eNacht, Daddy!\u201c<\/p>\n<p>Zu Adams Erstaunen verschwand sie noch einmal nach unten&#8230;., was sollte er nur tun. Gleich w\u00fcrde sie wieder kommen und ihn entdecken. Wom\u00f6glich w\u00fcrde sie laut schreien und damit ihren Vater alarmieren&#8230; Irgendetwas musste er sich einfallen lassen. Doch zu sp\u00e4t, die junge Frau kam die Treppe herauf. Kurz vor ihrem Zimmer schlich sie beinahe. Adam hatte sich hinter die T\u00fcre gestellt.<\/p>\n<p>Als sie vorsichtig ins Zimmer lugte, schnappte er sie, hielt die wild zappelnde Lucy mit Leibeskr\u00e4ften fest und hielt ihr den Mund zu. Ein erstickter Schrei kam hervor, gerade noch leise genug, dass ihr Vater es nicht geh\u00f6rt hatte. Pl\u00f6tzlich sp\u00fcrte er etwas Hartes, was ihm in den Bauch stach. Sie hatte eine Pistole in der Hand. Langsam lie\u00df er sie los. \u201eAdam! Ich meine Mr. Cartwright, was machen sie denn hier?\u201c fl\u00fcsterte sie leise, wor\u00fcber Adam sehr froh war. Sie nahm die Waffe runter und schloss die T\u00fcr. \u201eIch dachte mir doch, dass ich richtig geh\u00f6rt habe&#8230; Ich habe eben Ger\u00e4usche geh\u00f6rt. Ich dachte erst, mein Vater sei nach Hause gekommen. Als er dann noch erw\u00e4hnte, dass seine T\u00fcr offen war, habe ich mir gleich gedacht, dass da was faul ist!\u201c<\/p>\n<p>\u201eDu hast mich ertappt\u201c, sagte Adam. \u201eDu bist eben ein schlaues M\u00e4dchen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas um Himmels Willen machst du hier mitten in der Nacht?\u201c<\/p>\n<p>\u201eLucy, ich wei\u00df, dass dein Vater Melinda und John auf dem Gewissen hat. Er hat sie vielleicht nicht eigenh\u00e4ndig umgebracht, aber er war der Verantwortliche f\u00fcr diese Morde.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWAS behauptest du da, Adam Cartwright?! Mein Vater? Niemals!\u201c<\/p>\n<p>Geschockt richtete sie die Pistole auf Adam.<\/p>\n<p>\u201eLucy, es ist wahr! Dein Vater war Mitglied im Ku-Klux-Klan in Mississippi!\u201c<\/p>\n<p>\u201eNiemals! Du l\u00fcgst!\u201c<\/p>\n<p>\u201eLucy, ich kann es dir beweisen! Nimm die Waffe runter.\u201c<\/p>\n<p>Lucy war zu geschockt. Sie richtete die Pistole weiter auf Adam und starrte ihn mit leeren Augen an. Adam zog das Bild aus seiner Tasche: \u201eHier, schau dir das an! Glaubst du es jetzt?\u201c<\/p>\n<p>Lucy wollte das Bild nehmen. Adam hielt es fest, es war der einzige Beweis. Lucy machte einen ernsten Gesichtsausdruck und setzte ihm den Colt auf die Brust, damit er los l\u00e4sst. Adam blieb nichts anderes \u00fcbrig. Lucy sah sich das Bild an. Als sie erkannte, dass es tats\u00e4chlich ihr Vater war und das Abzeichen auf seinem Umhang ihn eindeutig als Ku-Klux-Klan Mitglied auswies, begann sie an zu schluchzen und zu weinen. \u201eSchhhhtt&#8230; schtttt&#8230;\u201c, machte Adam und nahm sie in den Arm.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sie sich langsam wieder beruhigte, drehte Adam das Bild um. Auf der R\u00fcckseite stand:<\/p>\n<p>Ehrenmitglied des KKK: Wallace Presscott, \u201eGrand Wizard\u201c (\u201eGro\u00dfer Hexenmeister\u201c)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er war also nicht nur ein normales Mitglied gewesen, sondern hatte eine F\u00fchrungsrolle bekleidet.<\/p>\n<p>\u201eAdam, das ist ja furchtbar. Was sollen wir jetzt tun?\u201c<\/p>\n<p>\u201eLucy, wir m\u00fcssen deinen Vater anklagen. Sonst wird es noch mehr Tote geben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein!\u201c schluchzte Lucy&#8230; \u201eIch habe nur noch ihn! Was soll ich denn ohne ihn anfangen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDu kommst erstmal mit zur Ponderosa und dann sehen wir weiter. Sei vern\u00fcnftig. Dein Vater geh\u00f6rt hinter Gitter.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gemeinsam schlichen sie sich aus dem Haus.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag \u00fcbergab Adam dem Richter sofort das Bild als Beweismittel.<\/p>\n<p>\u201eWir werden eine Anklage gegen Mr. Presscot erheben. Das Foto ist mehr als Grund genug davon auszugehen, dass er die Morde begangen hat.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter fand die Gerichtssitzung statt.<\/p>\n<p>\u201eMr. Presscott, das Gericht beschuldigt sie des Mordes an den Eheleuten Melinda und John Azamoah! Dieses Foto wurde uns als Beweismittel vorgelegt. Es zeigt sie als Mitglied des Ku-Klux-Klans.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adam und Lucy waren ebenfalls anwesend.<\/p>\n<p>\u201eEinspruch Euer Ehren! Mr. Cartwright ist in meine Wohnung eingedrungen und hat das Bild aus meinem Besitz geraubt! Das ist Einbruch!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDas ist ein anderer Fall, wir behandeln hier den Mordfall an John und Melinda Azamoah!<\/p>\n<p>Haben Sie diese beiden Personen ermordet oder ermorden lassen? Bekennen Sie sich schuldig?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNicht schuldig, euer Ehren\u201c, sagte Presscott entschlossen.<\/p>\n<p>\u201eIch war Mitglied in diesem Klan, aber ich bin ausgestiegen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Richter ging nochmal alle Hinweise durch. Die Verhandlung nahm seinen Lauf.<\/p>\n<p>Auch Lucy wiederholte nochmals ihre Aussage, dass ihr Vater rassistisch ist und das es nicht nur einmal vorkam, dass er Schwarze aus seinem Laden warf, sich weigerte ihnen Waren zu verkaufen etc.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eBekennen Sie sich nun schuldig oder nicht, fragte der Richter noch einmal, nachdem weitere Beweise gegen ihn sprachen: \u201eNicht schuldig, Euer Ehren.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adams Wut begann in ihm zu brodeln. Er verstand nicht, wie jemand es bei der Beweislage immer noch leugnen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich erhob sich Lucy zu seinem Erstaunen neben ihm:<\/p>\n<p>\u201eVater!\u201c sagte sie mit einer stark und zugleich tief entt\u00e4uscht klingenden Stimme, \u201edu brauchst es nicht weiter zu leugnen. Ich habe in deinem Geheimfach eine Telegrammnotiz an Edgar P. Simmons gefunden, aus der hervorgeht, dass du ihn beauftragst Melinda und John Azamoah umzubringen, gefolgt von Jimmy Tschaba und seiner Familie, den Gellers, den Smiths usw.! Vater, du wolltest alle Schwarzen erledigen, die hier leben, die ehrenhafte, flei\u00dfige und wertvolle Mitglieder unsere Stadt sind. Wie konntest du nur so etwas tun?!\u201c schrie sie, lie\u00df den Zettel auf den Tisch gleiten und st\u00fcrzte weinend aus dem Gerichtssaal. Adam war v\u00f6llig perplex. Mit so etwas hatte er nicht gerechnet. Nun konnte Presscott die Tat einfach nicht mehr leugnen. Adam \u00fcbergab dem Richter den Zettel. Die Jury stimmte einstimmig f\u00fcr die Schuld von Wallace Presscot an der Ermordung.<\/p>\n<p>Auch der beauftragte Killer wurde gefasst und verurteilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lucy zog an die K\u00fcste zu ihrem Onkel und ihrer Tante. Sie dachte anders als ihr Vater und war ein Beispiel daf\u00fcr, dass der Rassismus nicht un\u00fcberwindbar ist. Auch sie war Schwarzen nicht vorurteilsfrei entgegen getreten, aber sie hatte aus der Sache gelernt. Sie legte alle Vorurteile ab und<\/p>\n<p>lehrte sp\u00e4ter ihren Kindern Offenheit, Toleranz und Respekt gegen\u00fcber allen Lebewesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>The End<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"toplink\"><\/div>\n<div id=\"copyright\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Disclaimer:<\/span>\u00a0All publicly recognizable characters and settings are the property of their respective owners. The original characters and plot are the property of the author. No money is being made from this work. No copyright infringement is intended.<\/div>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_5225\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"5225\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" version=\"1.0\" viewBox=\"0 0 502 315\" preserveAspectRatio=\"xMidYMid meet\"><g transform=\"translate(0,332) scale(0.1,-0.1)\" fill=\"\" stroke=\"none\"><path d=\"M2394 3279 l-29 -30 -3 -207 c-2 -182 0 -211 15 -242 39 -76 157 -76 196 0 15 31 17 60 15 243 l-3 209 -33 29 c-26 23 -41 29 -80 29 -41 0 -53 -5 -78 -31z\"\/><path d=\"M3085 3251 c-45 -19 -58 -50 -96 -229 -47 -217 -49 -260 -13 -295 52 -53 146 -42 177 20 16 31 87 366 87 410 0 70 -86 122 -155 94z\"\/><path d=\"M1751 3234 c-13 -9 -29 -31 -37 -50 -12 -29 -10 -49 21 -204 19 -94 39 -189 45 -210 14 -50 54 -80 110 -80 34 0 48 6 76 34 21 21 34 44 34 59 0 14 -18 113 -40 219 -37 178 -43 195 -70 221 -36 32 -101 37 -139 11z\"\/><path d=\"M1163 3073 c-36 -7 -73 -59 -73 -102 0 -56 133 -378 171 -413 34 -32 83 -37 129 -13 70 36 67 87 -16 290 -86 209 -89 214 -129 231 -35 14 -42 15 -82 7z\"\/><path d=\"M3689 3066 c-15 -9 -33 -30 -42 -48 -48 -103 -147 -355 -147 -375 0 -98 131 -148 192 -74 13 15 57 108 97 206 80 196 84 226 37 273 -30 30 -99 39 -137 18z\"\/><path d=\"M583 2784 c-38 -19 -67 -74 -58 -113 9 -42 211 -354 242 -373 16 -10 45 -18 66 -18 51 0 107 52 107 100 0 39 -1 41 -124 234 -80 126 -108 162 -133 173 -41 17 -61 16 -100 -3z\"\/><path d=\"M4250 2784 c-14 -9 -74 -91 -133 -183 -95 -150 -107 -173 -107 -213 0 -55 33 -94 87 -104 67 -13 90 8 211 198 130 202 137 225 78 284 -27 27 -42 34 -72 34 -22 0 -50 -8 -64 -16z\"\/><path d=\"M2275 2693 c-553 -48 -1095 -270 -1585 -649 -135 -104 -459 -423 -483 -476 -23 -49 -22 -139 2 -186 73 -142 361 -457 571 -626 285 -228 642 -407 990 -497 242 -63 336 -73 660 -74 310 0 370 5 595 52 535 111 1045 392 1455 803 122 121 250 273 275 326 19 41 19 137 0 174 -41 79 -309 363 -465 492 -447 370 -946 591 -1479 653 -113 14 -422 18 -536 8z m395 -428 c171 -34 330 -124 456 -258 112 -119 167 -219 211 -378 27 -96 24 -300 -5 -401 -72 -255 -236 -447 -474 -557 -132 -62 -201 -76 -368 -76 -167 0 -236 14 -368 76 -213 98 -373 271 -451 485 -162 444 86 934 547 1084 153 49 292 57 452 25z m909 -232 c222 -123 408 -262 593 -441 76 -74 138 -139 138 -144 0 -16 -233 -242 -330 -319 -155 -123 -309 -223 -461 -299 l-81 -41 32 46 c18 26 49 83 70 128 143 306 141 649 -6 957 -25 52 -61 116 -79 142 l-34 47 45 -20 c26 -10 76 -36 113 -56z m-2057 25 c-40 -58 -105 -190 -130 -263 -110 -324 -59 -707 132 -981 25 -35 42 -64 37 -64 -19 0 -241 119 -326 174 -188 122 -406 314 -532 468 l-58 71 108 103 c185 178 428 349 672 473 66 33 121 60 123 61 2 0 -10 -19 -26 -42z\"\/><path d=\"M2375 1950 c-198 -44 -350 -190 -395 -379 -18 -76 -8 -221 19 -290 114 -284 457 -406 731 -260 98 52 188 154 231 260 27 69 37 214 19 290 -38 163 -166 304 -326 360 -67 23 -215 33 -279 19z\"\/><\/g><\/svg><\/i> <img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif?resize=16%2C16&#038;ssl=1\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Summary: \u00a0Es geht um die Ermordung einer jungen Frau. \u00a0Es fehlen Tatverd\u00e4chtige, Zeugen und Beweise. \u00a0 Kann der Fall doch noch gel\u00f6st werden? \u00a0Wer war der M\u00f6rder und welches Motiv hatte er?<\/p>\n<p>Rating T \u00a05,500 words)<\/p>\n","protected":false},"author":156,"featured_media":4147,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"template-full-width-post.php","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[11],"tags":[14],"class_list":["post-5225","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-german","tag-adam-cartwright","wpcat-11-id"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":650,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Building20for20Forever_Adam.jpg?fit=116%2C116&ssl=1","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack-related-posts":[{"id":7299,"url":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=7299","url_meta":{"origin":5225,"position":0},"title":"Der Unfall (by Sibylle)","author":"Sibylle","date":"May 7, 2014","format":false,"excerpt":"Summary: \u00a0Little Joe hat einen\u00a0schweren Unfall, w\u00e4hrend Adam auf ihn aufpassen soll\u00a0(1845).\u00a0 \u00dcber R\u00fcckmeldungen w\u00fcrde ich mich sehr freuen. 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