{"id":7295,"date":"2014-05-07T22:26:01","date_gmt":"2014-05-08T02:26:01","guid":{"rendered":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=7295"},"modified":"2025-02-18T19:16:20","modified_gmt":"2025-02-19T00:16:20","slug":"mama-inger-deutsche-fassung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=7295","title":{"rendered":"Mama Inger (Deutsche Fassung) &#8211;  (by Sibylle)"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"label\" style=\"color: #000000;\">Summary: \u00a0<\/span>Was kann den f\u00fcnfj\u00e4hrigen Hoss dazu getrieben haben, von zu Hause wegzulaufen? Seine Familie macht sich gro\u00dfe Sorgen und sucht ihn verzweifelt, doch er bleibt spurlos verschwunden &#8230;.<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\">R\u00fcckmeldungen w\u00fcrden mich sehr, sehr \u00a0freuen!<\/p>\n<p><span class=\"label\" style=\"color: #000000;\">Rated:<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00a0K+ \u00a0WC 10,000<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Story Notes:<\/b><\/p>\n<p>Die Geschichte ist \u00fcberarbeitet und zur leichteren Lesbarkeit in Kapitel unterteilt.<\/p>\n<p>Ganz vielen Dank an Heike f\u00fcrs Betalesen!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Mama Inger<\/strong><\/p>\n<p>\u201eKeine Angst, ihr Kleinen! Euch wird nichts passieren, ich bringe euch ganz weit weg, wo er euch niemals finden kann!&#8221; fl\u00fcsterte der barf\u00fc\u00dfige, st\u00e4mmige F\u00fcnfj\u00e4hrige in einen Korb, dessen Deckel er vorsichtig anhob. Hoss Cartwrigth sa\u00df am Wegesrand und hielt den Korb, in dem er morgens die Eier der H\u00fchner einsammelte, auf dem Scho\u00df. Er hatte eine kleine Pause gemacht, um zu \u00fcberlegen, wo der beste Platz f\u00fcr die kleinen H\u00e4schen war. Er musste sich jetzt entscheiden, ob er runter zum Bach oder rauf in den Wald ging. Am Bach gab es mehr Gras, dachte er, dort w\u00fcrde er f\u00fcr die Kleinen einen richtigen Corral aus Zweigen bauen. Dann konnten sie weiden wie Pferde, wenn er mal nicht zum F\u00fcttern kommen konnte. Ein bisschen musste er trotz seiner Aufregung bei der Vorstellung lachen, wie er die kleinen Hasen mit einem Lasso fing, um sie in den Corral zu tun. \u201eKeine Angst, das tue ich nicht wirklich. Ich wei\u00df, dass es euch weh tun w\u00fcrde!&#8221; Und damit stand der Kleine auf und wendete sich nach rechts Richtung Bach.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chapter 2\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ben z\u00fcgelte das Gespann und zog gleichzeitig energisch die Bremse, damit der schwerbeladene Wagen den Pferden nicht in die Hinterbeine rollte.<\/p>\n<p>Er hatte beim Handelsposten in Virginia City zwanzig gro\u00dfe Rollen Stacheldraht geholt, um die Nordweide, die er erst k\u00fcrzlich auf sich hatte eintragen lassen k\u00f6nnen, weiter einzuz\u00e4unen. Ben hoffte, dass sich die Investitionen lohnen w\u00fcrden ebenso wie der Arbeitslohn, den er f\u00fcr die drei neuen Helfer neben seinem st\u00e4ndigen Angestellten Charlie zahlen musste.<\/p>\n<p>Ben lie\u00df seine junge Frau Marie, die im achten Monat schwanger war, nicht gern hier drau\u00dfen allein, aber manchmal ging es nicht anders. Und je schneller die Arbeit erledigt war, desto eher w\u00fcrden die Kosten f\u00fcr die zus\u00e4tzlichen Arbeitskr\u00e4fte wegfallen.<\/p>\n<p>Adam, sein \u00e4lterer Sohn, sprang vom Wagen. F\u00fcr den Jungen war es immer aufregend, mal von der Ranch in den schnell wachsenden Ort zu kommen. Ben hatte geschwankt, ob er den Elfj\u00e4hrigen lieber hier lassen sollte, damit noch jemand bei Marie war, sich aber entschieden, ihn mitzunehmen, als Adam ihn schweigend, aber flehentlich angeschaut hatte, als er gestern beim Abendesen von seinen Pl\u00e4nen erz\u00e4hlt hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eHoss, schau mal, ich habe Bonbons f\u00fcr uns und es gibt was Neues. Sie wollen bald eine Schule in Virginia City aufmachen\u201c. Adam brannte darauf seine Neuigkeiten mit seinem Bruder zu teilen, doch Hoss war nirgends zu sehen. \u201eHoss, wo bist du?&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dem Augenblick \u00f6ffnete sich die Haust\u00fcr: \u201eBen, Hoss ist verschwunden! Seit zwei Stunden ist er wie vom Erdboden verschluckt.&#8221; Marie war bleich. \u201eIch habe schon \u00fcberall gesucht, ich kann ihn nirgends finden.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWo hast du ihn zuletzt gesehen, Marie?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eEr wollte nur schnell den Hasen ein paar M\u00f6hren bringen, er hat nicht mal Schuhe angezogen. Charlie hat ihn dort auch noch mit Hank sprechen sehen.&#8221; Sie presste die Hand auf ihren Bauch, als wolle sie unwillk\u00fcrlich das Baby vor der Aufregung sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u201eWo ist Hank jetzt?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eHank und Charlie wollten die Pf\u00e4hle zur Weide bringen, damit alles da ist, wenn du mit den Drahtrollen kommst.&#8221;\u00a0 Wieder fasste sich Marie an den Bauch.<\/p>\n<p>\u201eMarie, komm erst mal rein und setz dich. Er wird hier irgendwo sein. Wir werden gleich nach ihm suchen&#8221;, versuchte Ben seine aufgeregte Frau zu beruhigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adam war schon auf dem Weg zum Hasenstall, er untersuchte die einzelnen Boxen. Die drei Babyhasen, Hoss\u00b4\u00a0 ganzer Stolz, waren verschwunden. Was hatte Hoss mit ihnen gemacht? Oder gar Hank?<\/p>\n<p>In diesem Augenblick fuhr ein Wagen vor, es waren Hank und Charlie. Adam st\u00fcrmte ihnen entgegen. \u201eWas hast du mit meinem Bruder und den Hasen gemacht?&#8221; fuhr Adam den Arbeiter an. \u201eDu bist zuletzt mit ihm gesehen worden!&#8221;<\/p>\n<p>\u201eAdam, nun mach mal halblang&#8221;, versuchte Charlie, der schon seit ihrer Ankunft vor gut drei Jahren bei seinem Vater arbeitete, zu beschwichtigen.<\/p>\n<p>\u201eDas is typisch f\u00fcr diese unerzog\u00b4nen G\u00f6ren, dass sie\u00b4s sich rausnehm\u00b4n, so zu Erwachs\u00b4nen zu sprechen! Da siehst du\u00b4s mal wieder, Charlie, verw\u00f6hnt und frech! Glaubt, er kann mich hier anblaffen, weil er der Sohn vom Boss ist!&#8221; ereiferte sich Hank. \u201eIch hab nix mit deinem Hosenschisserbruder gemacht, du vorlautes Balg! Ich hab\u00b4 nur mit ihm geredet, hab\u00b4 ihm gesagt, was f\u00fcr\u00b4n feinen Braten die Hasen mal abgeben werden, dass sie aber jetzt schon f\u00fcr \u00b4n leckeren Brotbelag gut w\u00e4ren&#8221; und dabei leckte er sich widerlich schmatzend \u00fcber die Lippen. \u201eHa, ha. Halt \u00b4n\u00b4n klein\u00b4n Witz.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eDas ist nicht witzig, du hast ihm extra einen Schreck eingejagt, du, du gemeiner Mistkerl!&#8221; \u201eWie nennst du mich? Na warte!&#8221;<\/p>\n<p>\u201eHank, lass ihn in Ruhe, er ist doch nur ein Kind&#8221;, Charlie legte Hank die Hand auf den Arm, um ihn zur\u00fcckzuhalten.<\/p>\n<p>\u201eJa, und eines, dem es gleich leid tun wird, mich beleidigt zu haben!&#8221; und damit sch\u00fcttelte Hank Charlies Hand ab und sprang vom Wagen. Adam stand noch voll gerechten Zornes am selben Fleck und starrte Hank w\u00fctend an, als er auf ihn zukam. Wegzurennen kam ihm in seiner Wut gar nicht in den Sinn.<\/p>\n<p>\u201eH\u00e4nde weg von meinem Sohn!&#8221; donnerte pl\u00f6tzlich Ben Cartwrigths Stimme \u00fcber den Hof.<\/p>\n<p>\u201eDann sollten Sie ihre S\u00f6hne besser erzieh\u00b4n, dass sie ein\u00b4n nich\u00b4 beleidigen!&#8221;<\/p>\n<p>Ben schaute von Hank zu Adam. \u201eAdam, stimmt das? Hast du Hank beleidigt?&#8221;<\/p>\n<p>Adam wusste nicht, wie er auf diese direkte Frage antworten sollte, wenn er nicht die ganze Geschichte erz\u00e4hlen konnte: \u201eJa, Sir, schon, aber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWas hast du zu ihm gesagt?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eM &#8230; Mistkerl, Sir.&#8221; Ben sah seinen Sohn so an, dass Adam M\u00fche hatte, dem Blick standzuhalten, aber er wollte nicht klein beigeben, er f\u00fchlte sich ungerecht behandelt, warum lie\u00df Pa ihn nicht ausreden und alles erkl\u00e4ren, sondern hielt zu Hank? Er starrte seinem Vater in die Augen und setzte gerade zum Sprechen an, als Ben sich von ihm abwendete und Hank ansprach.<\/p>\n<p>\u201eUnd nun zu Ihnen Hank, ich wei\u00df, dass mein Sohn normalerweise niemanden beleidigt, daher w\u00fcsste ich gern, ob sie ihn irgendwie provoziert haben?&#8221; \u201eIch, den Bengel, pro\u00b4ziert? Er hat sich aufgeregt weg\u00b4n \u00b4nem Witz \u00fcber Hasenbraten, den ich mit dem Kleinen gemacht hab\u00b4. Kann ich ja nich ahnen, dass hier alle so zart besaitet sin\u00b4, also ich hab\u00b4 immer gern zugeguckt beim Schlachten als Kind, besonders bei die Schweine. Is doch nix dabei! Was der kleene Schisser heut Mittag da gleich rumflennt und wegrennt wegen seiner d\u00e4mlichen Karnickel.&#8221;<\/p>\n<p>Ben sah den Mann mit einem vernichtenden Blick an: \u201eSie haben meinem f\u00fcnfj\u00e4hrigen Sohn Angst gemacht und dann zugesehen, wie er weggelaufen ist, und sind dann in aller Seelenruhe weggefahren, ohne nach ihm zu gucken? Wo ist er hin? Sie, Sie &#8230;.. !&#8221; Ben schluckte m\u00fchevoll herunter, was ihm auf der Zunge lag.<\/p>\n<p>\u201eHey, einfach Richtung H\u00fchnerstall. War ja wohl nich\u00b4 weit weg, also was soll das Ganze.&#8221; \u201eIch sage Ihnen, was das Ganze soll, Hank, ich habe Sie schon letzte Woche gewarnt, dass Sie nicht so grob zu den Pferden sein sollen, und jetzt reicht es. Ich gebe Ihnen jetzt Ihren Restlohn und Sie verlassen sofort meine Ranch und wagen es nie wieder einen Fu\u00df auf mein Gebiet zu setzen! Und wenn meinem kleinen Sohn was passiert ist, dann verstecken Sie sich gut, denn wenn ich Sie finde, werden Sie es bereuen! Sie haben 10 Minuten Zeit, um zu verschwinden!&#8221;\u00a0 Ben hielt dem verbl\u00fcfften Mann drei Dollarnoten hin und starrte ihn derart w\u00fctend an, dass Hank, ohne etwas zu erwidern, das Geld nahm und auf dem Absatz kehrt machte und Richtung Unterkunft ging.<\/p>\n<p>Adam hatte den Wortwechsel mit aufgerissenen Augen verfolgt, Ben streckte die Hand aus und zog ihn kurz an sich: \u201eJunge, auch wenn du w\u00fctend warst und sogar mit Grund, es geht nicht, dass du so mit Erwachsenen umgehst, o.k.?&#8221; \u201eYes, Sir!&#8221;<br \/>\n\u201eAber jetzt sollten wir lieber nach deinem Bruder suchen. Bitte geh und schaue in alle Verstecke, die du kennst, in denen Hoss sein k\u00f6nnte. Vielleicht ist er einfach irgendwo eingeschlafen. Ich selbst werde den Heuboden absuchen.&#8221;<\/p>\n<p>In diesem Moment erschien Hank mit seinem Pferd und stieg auf: \u201eHoffentlich taugt das dritte Balg was, das ihre Alte kriegt. Aber bei so\u00b4nem unf\u00e4h\u00b4gen Vater, der seine G\u00f6r\u00b4n nich\u00b4 erzieh\u00b4n kann, is\u00b4 das unwahrscheinlich!&#8221; Und dann gab er seinem Pferd die Sporen und sprengte aus dem Hof.<\/p>\n<p>\u201eIn der Sache hat Adam allerdings recht&#8221;, dachte Ben und musste trotz seiner Sorge um Hoss unwillk\u00fcrlich grinsen.<\/p>\n<p>Doch nach einer Dreiviertelstunde erfolglosen Rufens und Suchens war Ben auch der letzte Rest von Humor vergangen. Wo konnte der Junge nur sein? Irgendein Versteck mussten sie \u00fcbersehen haben. \u201eUnd wenn er irgendwo steckte, wo er nicht mehr raus kann?&#8221; \u00fcberlief es Ben.<\/p>\n<p>\u201ePa, ich glaub nicht, dass Hoss hier irgendwo in der N\u00e4he ist.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eAdam, er hat nicht mal Schuhe an und er wei\u00df, dass er den Hof ohne Erlaubnis nicht verlassen darf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er einfach auf und davon ist.&#8221;<\/p>\n<p>\u201ePa, normal w\u00fcrde Hoss das auch nie machen. Aber wenn er sich sehr aufgeregt, nun dann &#8230;.. dann ist er manchmal unberechenbar. Er&#8230;. er ist schon mal ziemlich tief in den Wald gelaufen, als wir noch in der alten Blockh\u00fctte gewohnt haben, weil &#8230;.. weil wir gestritten hatten.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eSoooo, warum wei\u00df ich davon nichts?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eAch Pa, ich hab\u00b4 ihn ja gefunden. Und es ist lange her, schon \u00fcber ein Jahr&#8221;, sagte Adam und schaute seinen Vater von unten herauf an. Ben sah seinen Sohn lange an und Adam schlug die Augen nieder.<\/p>\n<p>\u201ePa, lass uns bitte au\u00dferhalb vom Hof suchen&#8221;, beharrte Adam.<\/p>\n<p>Ben war klar, dass Adam seine Aufgabe als gro\u00dfer Bruder, besonders seit dem Tod seiner zweiten Frau Inger, sehr ernst nahm und\u00a0 dass er Hoss in manchen Belangen besser kannte als er selbst. Wenn Adam es Hoss zutraute, dass er weggelaufen war, dann sollte man dem nachgehen. \u201eWo w\u00fcrdest du suchen, Adam?&#8221; \u201eNicht auf dem Fahrweg, sondern Richtung Wald oder Richtung Bach.&#8221; Ben nickte. \u201eDann lass uns da schauen&#8221; und Vater und Sohn begaben sich gemeinsam zu dem schmalen Fu\u00dfweg, der hinter dem Haus begann.<\/p>\n<p>An der Gabelung entschieden sie, Richtung Wald zu suchen. Nach ungef\u00e4hr einer halben Stunde beschlossen sie umzukehren, sie hatten nicht den kleinsten Hinweis auf Hoss\u00b4 Anwesenheit gefunden.<\/p>\n<p>Sie gingen nun Richtung Bach. Ben hatte ein mulmiges Gef\u00fchl, in dieser Richtung zu suchen, denn das, was sie Bach nannten, war ein Gew\u00e4sser, das an einigen Stellen einem f\u00fcnfj\u00e4hrigen Schwimmanf\u00e4nger durchaus gef\u00e4hrlich werden konnte. Sie erreichten nach einer guiten Viertelstunde das Ufer.<\/p>\n<p>\u201ePa, schau mal&#8221;, rief Adam, der ein paar Meter am Ufer weiter gegangen war.<\/p>\n<p>Was Ben und Adam sahen, war eindeutig: Etwas Stroh, ein paar im Kreis gesteckte frische Zweige und in deren Mitte sehr, sehr kleine Hasenkn\u00fcttel. Hoss war mit seinen Babyhasen hier gewesen! Doch wo war er jetzt? Oberhalb dieser Stelle wuchs auf beiden Ufern niedriges dorniges Gestr\u00fcpp, das sich am jenseitigen Ufer auch weiter bachabw\u00e4rts entlangzog, dort konnte ein barf\u00fc\u00dfiges Kind unm\u00f6glich weiter gegangen sein.<\/p>\n<p>Ben sah sich um, er ging ans Ufer und erstarrte. Im Uferlehm war ganz eindeutig ein kleiner Fu\u00dfabdruck zu sehen!<\/p>\n<p>Adam sah den Blick seines Vaters, der \u00fcber das Wasser glitt, einen Blick, den er kannte, und der ihm schon einmal durch Mark und Bein gegangen war. Er war damals auch f\u00fcnf Jahre alt gewesen &#8230;.<\/p>\n<p><em>Sie hatten sich auf ihrem Weg nach Westen f\u00fcr ein paar Wochen einem Wagenzug anderer Siedler angeschlossen.<\/em><\/p>\n<p><em>An einem kleinen Bach hatte der Zug einen Tag Pause gemacht. Die Erwachsenen g\u00f6nnten sich einen\u00a0 kleinen Mittagsschlaf im Schatten, die Zugochsen k\u00e4uten wieder und die Pferde grasten. Die Kinder des Zuges spielten. Die drei kleinen M\u00e4dchen in Adams Alter wollten Vater-Mutter-Kind spielen, sie fragten ihn, ob er mitspiele, doch Adam f\u00fchlte sich dabei nie richtig wohl, denn er wusste nicht, wie eine Familie lebte,\u00a0 und spielte deshalb den Vater in den Augen der M\u00e4dchen immer falsch.<\/em><\/p>\n<p><em>Adam ging zum Bach, dort sa\u00df Mike, ein bestimmt vier Jahre \u00e4lterer Junge, und\u00a0 schnitzte an einem Rindenboot \u201eIch lasse das gleich schwimmen, bin gespannt, ob es zur M\u00fcndung durchkommt, muss ihm eventuell nachhelfen vom Ufer\u00a0 aus, wenn es h\u00e4ngenbleibt.&#8221;<\/em><\/p>\n<p><em>Das war nun wirklich interessant. \u201eWo ist die M\u00fcndung?&#8221; Ein St\u00fcck weiter da vorn, mein \u00e4lterer Bruder und mein Vater waren gestern Abend da. Dort, wo die Baumreihe ist.&#8221; Adam starrte in die Ferne. Waren die B\u00e4ume nicht doch ein bisschen weit? Nun, er sollte nicht au\u00dfer H\u00f6rweite gehen. Sein Pa hatte aber eine ziemlich laute Stimme, den w\u00fcrde er schon h\u00f6ren, also entschloss sich Adam, hinter Mike herzutraben und sein Spiel mit dem Boot zu beobachten. Einige Male musste Mike das Boot losmachen, aber es kam insgesamt gut voran. Die Jungs folgten dem Bachlauf bestimmt zwei Meilen, ohne die Entfernung zu merken, bis sie\u00a0 zur M\u00fcndung kamen. Der Anblick des Fl\u00fcsschens mit seinem sandigen Ufer war in der Sommerhitze sehr einladend. \u201eKannst du schwimmen?&#8221; fragte Mike den F\u00fcnfj\u00e4hrigen. \u201eNicht besonders gut, nur Hundekraul, aber ich mag gern im Wasser sein.&#8221; \u201eDann lass uns schwimmen gehen, es ist so hei\u00df und ich kann dir beibringen, wie ein Frosch zu schwimmen.&#8221; Adam wischte den Zweifel,\u00a0<\/em><em>den er kurz hatte, weil er niemals allein ins Wasser sollte, weg, er war ja mit Mike hier und der war schlie\u00dflich schon neun.<\/em><\/p>\n<p><em>Die beiden Jungen vergn\u00fcgten sich sorglos und v\u00f6llig ohne Zeitgef\u00fchl im Wasser.<\/em><\/p>\n<p><em>Zuletzt \u00fcbten sie \u201eToter Mann&#8221;.\u00a0 Obwohl Adam die Ohren unter Wasser hatte, h\u00f6rte er pl\u00f6tzlich seinen Namen rufen\u00a0 in einer Tonlage, die er nicht einordnen konnte. Und als er den Kopf aus dem Wasser hob, sah er f\u00fcr einen Moment diesen Blick voller Angst und Entsetzen in seines Vaters Augen, dasselbe Entsetzen, das er jetzt wahrnahm.<\/em><\/p>\n<p><em>Pas Ausdruck hatte sich damals schnell ge\u00e4ndert und f\u00fcr einen kurzen Moment wusste er nicht, ob er Hoss w\u00fcnschen sollte, dass Pa ihn f\u00e4nde.<\/em><\/p>\n<p>Adam legte seinem am Bach knienden Vater vorsichtig von hinten die Hand auf die Schulter. \u201eHoss ist vielleicht ein wenig im Bach gewatet, es ist hier nicht tief. Vielleicht ist er am Bach entlang weiter abw\u00e4rts gegangen. Wenn ihm was .. was Unvorhergesehenes passiert w\u00e4re, w\u00e4ren die Hasen doch noch hier. Er hat sie aber mitgenommen&#8221;, argumentiere Adam.<\/p>\n<p>Ben griff nach hinten und umfasste die Hand seines \u00c4ltesten auf seiner Schulter; wirklich logisch war es nicht, was Adam gesagt hatte, Hoss konnte auch mit den H\u00e4schen ins Wasser gest\u00fcrzt sein, aber irgendwie war es ihm doch ein kleiner Trost. Es blieb als einziges, dass er dem Bachlauf folgte, egal zu welchem Ende.<\/p>\n<p>Ben stand langsam auf und drehte sich seinem Sohn zu. \u201eAdam, ich habe eine ganz gro\u00dfe Bitte an dich. Du hast recht, die einzige M\u00f6glichkeit ist es, bachabw\u00e4rts zu suchen, aber das kann vielleicht l\u00e4nger dauern und ich m\u00f6chte, dass du zur\u00fcckgehst, um Marie Bescheid zu sagen. Sie macht sich sonst noch mehr Sorgen.&#8221; \u201eAber, Pa, ich m\u00f6chte dir helfen und &#8230;.&#8221; \u201eIch wei\u00df, mein Sohn. Du hilfst mir momentan am meisten, wenn du zu Marie gehst. Sie braucht vielleicht jemanden, der bei ihr ist. Du wei\u00dft, in welchem Zustand sie ist.&#8221; Adam nickte z\u00f6gernd. Er sp\u00fcrte, dass es neben der Sorge um Marie noch etwas gab: sein Vater wollte lieber allein den Bach absuchen und das machte ihm Angst. \u201ePa, Hoss &#8230;&#8221; Ben legte Adam den Arm um die Schulter: \u201eJunge, bitte, geh nach Hause und mach dir keine Sorgen! Bitte, mein Sohn!&#8221;<\/p>\n<p>Adam versuchte seinem Vater zuzul\u00e4cheln. Ben dr\u00fcckte kurz seine Schulter und drehte ihn dann in Richtung nach Hause. \u201eBye, Pa, viel Gl\u00fcck!&#8221; \u201eDanke, Adam. Falls es sp\u00e4ter wird, wartet nicht auf mich&#8221;, und damit machte sich Ben entschlossen auf.<\/p>\n<p>Disclaimer:\u00a0All publicly recognizable characters and settings are the property of their respective owners. The original characters and plot are the property of the author. No money is being made from this work. No copyright infringement is intended.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chapter 3\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u201eAdam, bleib jetzt drin. Ich m\u00f6chte nicht, dass du im Dunkeln drau\u00dfen heruml\u00e4ufst.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eAber vielleicht &#8230; .&#8221;<\/p>\n<p>\u201eNein, Adam. Dein Pa kommt dadurch auch nicht fr\u00fcher zur\u00fcck und ich m\u00f6chte mir nicht um dich auch noch Sorgen machen m\u00fcssen. Das Essen steht auf dem Tisch, komm jetzt.&#8221;<\/p>\n<p>Adam schloss die Haust\u00fcr und kam zum Tisch, den seine Stiefmutter gedeckt hatte. \u201eIch habe keinen Hunger.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIch auch nicht, Adam. Trotzdem werden wir beide jetzt etwas essen. Wir werden unsere Kr\u00e4fte vielleicht noch brauchen&#8221;, sagte sie energisch. \u201eWenigstens eine Kleinigkeit&#8221;, f\u00fcgte sie sanfter hinzu.<\/p>\n<p>\u201eJa, Ma\u00b4am&#8221;, Adam straffte die Schultern, Marie sollte eine St\u00fctze an ihm haben, so wollte es Pa. Er nahm sich ein wenig Fleisch und Gem\u00fcse und begann langsam zu essen. Er versuchte nicht an Pa und Hoss drau\u00dfen in der Dunkelheit zu denken, trotzdem war seine Kehle wie zugeschn\u00fcrt. Er starrte auf seinen Teller und versuchte sich zu \u00fcberwinden, noch eine Gabel voll zu essen.<\/p>\n<p>Da h\u00f6rte er ein Aufschluchzen. Adam sah zu Marie hin\u00fcber. Er wusste nicht, was er tun sollte, wenn sie jetzt weinen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>\u201eEs wird bestimmt alles gut, Pa findet ihn bestimmt&#8221; versuchte er zu tr\u00f6sten. \u201eIch wei\u00df, mein Junge&#8221;, sagt Marie, m\u00fchsam ihre Fassung bewahrend. \u201eFrauen in meinem Zustand reagieren manchmal zu emotional. Wie w\u00e4rs, wenn wir schlafen gingen. Dann w\u00fcrden wir uns beide weniger Sorgen machen. Ich werde nur noch die Reste wegpacken.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eJa, Ma\u00b4am. Gute Nacht!&#8221;<\/p>\n<p>Adam war froh in das Jungenschlafzimmer entkommen zu k\u00f6nnen, das direkt am Hauptraum lag, er fragte sich, wie er mit Marie umgehen oder ihr Verhalten einsch\u00e4tzen sollte. Hatte sie wirklich Angst um Hoss oder eher um Pa? Adam zog sich aus, ohne die Lampe anzuz\u00fcnden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er setzte sich auf die Bettkante und griff unter das Kopfkissen, um sein Nachthemd hervorzuholen. Als er es in seinen H\u00e4nden drehte, um den richtigen Einstieg zu finden, stiegen ihm die Tr\u00e4nen in die Augen. Das Nachthemd war viel zu klein, er hatte im Dunkeln das Nachthemd\u00a0 seines kleinen Bruders gegriffen. Adam lie\u00df sich r\u00fcckw\u00e4rts aufs Bett fallen und presste das kleine Nachthemd gegen sein Gesicht: \u201eHoss, oh Hoss. Ma, ich kann nichts daf\u00fcr. Ich habe auf ihn aufgepasst, immer, wirklich. Ich war nicht hier, als er verschwunden ist.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eLieber Gott, bitte, besch\u00fctze meinen Bruder!&#8221; begann Adam voller Inbrunst ein langes Gebet f\u00fcr die Rettung seines kleinen Bruders.<\/p>\n<p>Danach f\u00fchlte er sich etwas besser, er hatte getan, was in seiner Macht stand. Jetzt zog er endg\u00fcltig sein eigenes Nachthemd an und legte sich in das Bett, das er normalerweise mit seinem Bruder teilte, und drehte sich zur Wand, um die Leere neben sich nicht zu deutlich zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mitten in der Nacht wurde Adam wach, sein Pa war zur\u00fcck, er h\u00f6rte seine tiefe Stimme. Adam stand beklommen auf und \u00f6ffnete seine Zimmert\u00fcr, Ben umarmte Marie, die leise in seine Schulter schluchzte. \u201ePa, was ist mit Hoss?&#8221; brachte Adam m\u00fchevoll heraus. \u201eIch habe ihn nicht gefunden, Adam&#8221;, fl\u00fcsterte Ben rauh. \u201eAber ich bin mir jetzt sehr sicher, dass er nicht ertrunken ist, ich h\u00e4tte ihn finden m\u00fcssen! Das ist das Gute. Aber wo er ist, kann ich nicht sagen. Wir m\u00fcssen morgen einen Suchtrupp bilden, wenn es wieder hell ist. Ich war noch bei unseren Nachbarn, von denen werden 3 bis 4 Leute morgen so fr\u00fch wie m\u00f6glich hier sein.&#8221;<\/p>\n<p>\u201ePa, ich m\u00f6chte mit.&#8221;<\/p>\n<p>Ben sah Adam eine Zeitlang ernst und gedankenverloren an, dann nickte er langsam.<\/p>\n<p>\u201eIch werde dich wecken, mein Sohn. Schlaf jetzt, damit du morgen ausgeruht bist, und auch ich werde noch was essen und dann zu schlafen versuchen.&#8221;<\/p>\n<p>Adam erwachte kurz nach Tagesanbruch. Er hatte gehofft, dass er sich wie so oft, wenn er traurig gewesen war, am n\u00e4chsten Morgen besser f\u00fchlen w\u00fcrde, aber das Gegenteil war der Fall, es war nur schlimmer geworden. Der Gedanke, dass Hoss die ganze Nacht allein und ver\u00e4ngstigt da drau\u00dfen gewesen war oder dass ihm was Furchtbares passiert war, war kaum auszuhalten.<\/p>\n<p>Adam zog sich schnell an und versuchte, so gefasst wie m\u00f6glich zu wirken, als er in den Hauptraum trat, in dem er Pa und Marie sprechen h\u00f6rte.\u00a0\u201eMorgen Pa, Ma\u00b4am.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eGuten Morgen, Adam! Lass uns die Tiere versorgen und melken, w\u00e4hrend Marie uns Fr\u00fchst\u00fcck und Brote f\u00fcr unterwegs macht.&#8221;<\/p>\n<p>Adam nickte und wendete sich schnell wortlos zur T\u00fcr. Er hatte einen Klo\u00df im Hals und er f\u00fcrchtete, doch noch losheulen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Adam die H\u00fchner versorgte, war Ben in die Scheune gegangen, dort traf er auf Charlie, der schon mit dem Melken begonnen hatte.<\/p>\n<p>\u201eCharlie, wir werden heute weitr\u00e4umig nach Hoss suchen. Aber ich mache mir Sorgen, Marie in ihrem Zustand so ganz allein zu Hause zu lassen. Und deswegen w\u00e4re ich sehr froh, wenn du hier bleiben k\u00f6nntest. Au\u00dferdem muss jemand hier sein f\u00fcr die Tiere, wenn es l\u00e4nger dauert. W\u00fcrdest Du das machen, obwohl heute Sonntag ist?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eKein Problem Boss. Ich bleibe hier und schaue nach ihrer Frau und der Ranch. Keine Sorge!&#8221;<\/p>\n<p>\u201eDanke, Charlie!&#8221;, sagte Ben\u00a0erleichtert.\u00a0&#8220;Ich warte noch auf die Nachbarn, dann reiten wir in verschiedene Richtungen los. Adam wird mit mir mitkommen.<\/p>\n<p>\u201eDas war mir klar, Boss, dass der Junge mit will, er h\u00e4ngt ziemlich an seinem Bruder und ist ein hartn\u00e4ckiger kleiner Kerl. Viel Gl\u00fcck!&#8221;<\/p>\n<p>Disclaimer:\u00a0All publicly recognizable characters and settings are the property of their respective owners. The original characters and plot are the property of the author. No money is being made from this work. No copyright infringement is intended.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chapter 4\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Eine halbe Stunde sp\u00e4ter waren zwei der Nachbarn eingetroffen. Marie brachte den M\u00e4nnern noch rasch einen Kaffee raus, w\u00e4hrend sie auf die anderen beiden warteten. Nach ungef\u00e4hr zehn Minuten h\u00f6rten sie den ersehnten Hufschlag. Ben begann sich von seiner Frau zu verabschieden, als ihm klar wurde, dass es niemand von den Nachbarn war, der da in den Hof einritt. Es war ein v\u00f6llig Fremder in st\u00e4dtischer Kleidung.<\/p>\n<p>\u201eGuten Morgen, die Herren! Madam! Entschuldigen Sie meine Frage. Haben sie eine Frau mit einem Planwagen, von einem Schecken gezogen, gesehen? Ich vermisse meine Frau seit f\u00fcnf Tagen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eDas tut mir leid, aber wir haben gerade selbst Vermisstenprobleme. Mein kleiner Sohn ist seit gestern verschwunden. Wir wollen gerade einen Suchtrupp bilden. Und dort kommen ja unsere letzten beiden Helfer&#8221;, sagt Ben mit Blick auf die Heranreitenden. \u201eWenn wir aber zuf\u00e4llig einen Planwagen finden&#8230;.&#8221;<\/p>\n<p>Ben unterbrach sich, als er bemerkte, dass der Fremde Adam eindringlich musterte.<\/p>\n<p>\u201eDer Junge, der fehlt, sieht er aus wie dieser?&#8221; \u201eNein, man w\u00fcrde nie denken, dass sie Br\u00fcder sind. Erik ist blond und blau\u00e4ugig.&#8221; Ben schob sich zwischen Adam und den Fremden, es war ihm unbehaglich, dass der fremde Mann seinen Sohn so anstarrte.<\/p>\n<p>\u201eWie alt ist er?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eEntschuldigen Sie, wer sind Sie \u00fcberhaupt und warum wollen sie das alles wissen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eOh, ja ich denke, ich bin recht unh\u00f6flich. Meine Name ist Baker, John Baker, und ich kann Ihnen vielleicht helfen&#8221;, sagte der gro\u00dfe, schon leicht ergraute Mann jetzt.<\/p>\n<p>\u201eInwiefern?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIst Ihr vermisster Sohn ungef\u00e4hr sieben oder acht?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eNein, er ist erst f\u00fcnf, aber man k\u00f6nnte ihn f\u00fcr sieben halten, aber was &#8230;.&#8221; \u201eDann ist es nicht unwahrscheinlich, dass die beiden Vermisstenprobleme zusammenh\u00e4ngen. Vielleicht ist ihr Junge bei meiner Frau.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eOh, mein Gott,&#8221; rief Marie, \u201eHoss ist entf\u00fchrt.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eMa\u00b4am, Sie m\u00fcssen sich keine Sorgen machen &#8230;&#8221; \u201eBen, er sagt, seine Frau hat unseren Jungen entf\u00fchrt und ich soll mir keine Sorgen machen!&#8221;\u00a0 ereifert sich Marie. \u201eMa\u00b4am, ich &#8230; Lassen Sie mich doch erkl\u00e4ren.&#8221;<\/p>\n<p>Ben legte Marie, die vor Erregung zitterte, einen Arm um die Schultern, um sie zu beruhigen. Adam war einige Schritte zur\u00fcckgewichen und starrte den fremden Mann feindselig an.<\/p>\n<p>\u201eMeine Frau hat, sagen wir, seelische Probleme.&#8221;, begann John Baker \u201eImmer im Fr\u00fchjahr &#8230; oder eigentlich dachten wir, es sei vorbei. Nun, wenn, dann ist es im Fr\u00fchjahr. In der Jahreszeit, in der wir unseren kleinen Norman verloren haben. Er starb an Fieber mit knapp zwei Jahren. Heute w\u00e4re er acht&#8221;, John Baker r\u00e4usperte sich, bevor er fortfuhr: \u201eWir haben noch zwei \u00e4ltere T\u00f6chter. Unsere \u00c4lteste bereitet ihre Hochzeit vor und die j\u00fcngere besucht sie gerade. Ich war gesch\u00e4ftlich ein paar Tage weg und da ist es wieder passiert, was schon zwei Jahre nicht mehr passiert ist. Meine Frau muss wieder einen Schub bekommen haben. Sie hat unseren alten Planwagen genommen und ist unterwegs, um ihren Jungen zu suchen. Schon einmal hat sie einen kleinen blonden Jungen kurzfristig entf\u00fchrt. Sie hat ihm nichts angetan, der Kleine hat nicht mal gewusst, dass er entf\u00fchrt war, er hat sich wohl gef\u00fchlt&#8221;, f\u00fcgte er mit einem Blick auf Marie hinzu. \u201eSie hat Normans Tod nie verwunden,&#8221; setzte er mit leiser werdender Stimme hinzu: \u201eIhre Seele ist seitdem zerr\u00fcttet.&#8221;<\/p>\n<p>Marie war zwischen Zorn und Mitgef\u00fchl hin- und hergerissen. Sie selbst hatte ihren Erstgeborenen kurz nach der Geburt verloren und nun machte sie sich Sorgen um Hoss. \u201eSie wird unserem kleinen Jungen nichts tun?&#8221; fragte sie beschw\u00f6rend. \u201eNein, im Gegenteil.&#8221; \u201eAber, wo ist sie?&#8221; Maries Stimme wurde laut.<\/p>\n<p>\u201eImmerhin ist ein Planwagen leichter zu finden als ein kleiner Junge&#8221;, meinte Ben, der das Positive aus dieser Entwicklung herauszuziehen versuchte.<\/p>\n<p>Ben gab nun rasch Anweisungen, er teilte die Suchenden in Paare und wies jedem eine Richtung zu: \u201eWer Hoss findet, feuert drei Sch\u00fcsse ab, wenn er den Wagen auch findet, feuert er zweimal drei Sch\u00fcsse ab.&#8221; \u201eBitte, falls sie nur meine Frau finden ohne den Jungen, geben sie auch ein Zeichen.&#8221; \u201e4 Sch\u00fcsse!&#8221;, bestimmte Ben. \u201eWir treffen uns dann hier. Ich werde nochmals am Bach suchen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eJa, Pa, wenn Hoss geholfen wurde, dann konnte er vielleicht doch durch die Dornen.&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und damit preschte Adam auf seinem Pony voraus. Ben und auch der Fremde folgten ihm etwas langsamer zu Pferde.<\/p>\n<p>\u201eIhre Frau, Sir, ist sie wirklich ungef\u00e4hrlich?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eJa, aber ich m\u00f6chte Ihnen nichts vormachen. Sie lebt in einer anderen Welt, wenn sie solch einen Schub hat. Sie bewegt sich instinktiv immer Richtung Pr\u00e4rie, also hier Richtung Osten. Und sie ist weder vorsichtig, noch k\u00f6nnte sie sich gegebenenfalls verteidigen. Wir sollten uns eilen und die beiden schnell finden.&#8221;, setzte er ernst hinzu.<\/p>\n<p>\u201eAber in einem k\u00f6nnen sie wirklich sicher sein, sie wird ihrem Sohn nichts tun, sie wird ihn verg\u00f6ttern.&#8221;<\/p>\n<p>Das war f\u00fcr Ben wenig Trost, dass eine wildfremde Frau seinen Sohn verg\u00f6ttern w\u00fcrde. Das Kind w\u00fcrde trotzdem verst\u00f6rt und ver\u00e4ngstigt sein. Er verfluchte innerlich die Verr\u00fcckte, die seinen Sohn entf\u00fchrt hatte, und versuchte alle Gedanken abzustellen, wie sich sein Kleiner \u00e4ngstigen musste, und sich auf die Suche zu konzentrieren. Er l\u00e4chelte Mr. Baker ein gezwungenes L\u00e4cheln zu, als er seinem Pferd die Sporen gab, um schneller voran zu kommen. Und \u00fcberhaupt stand ja nicht einmal fest, dass Hoss bei dieser Frau war!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als die beiden am Ufer des breiten Bachbettes ankamen, war Adam schon dabei, das dornige Grasland nach Spuren seines Bruders zu durchforschen. Ben \u00fcberquerte den Bach und suchte auf der anderen Seite. Das Bachufer war hier steil und steinig. Am oberen Rand wuchsen auch hier kleine dornige B\u00fcsche. Sogar gr\u00f6\u00dfere als auf der anderen Seite. War es wahrscheinlich, dass ausgerechnet hier jemand langgegangen war? Bestimmt nicht mit einem Planwagen, daf\u00fcr war es zu felsig und absch\u00fcssig. Andererseits war das hier eine gute Wasserstelle zum Wassersch\u00f6pfen mit klarem Wasser wegen des steinigen Grundes.<\/p>\n<p>War das vor ihm zwischen dem Gestr\u00fcpp eine Spur von einem Menschen oder von einem Tier? Zumindest war hier etwas gelaufen, was die Pflanzen niedergedr\u00fcckt und abgeknickt hatte. Ben folgte der Spur mit neuer Hoffnung. Sie ging recht gerade zwischen den niedrigen B\u00fcschen durch. Und dann sah Ben etwas glitzern direkt dort, wo die dornigen B\u00fcsche in von Steinen durchsetztes Grasland \u00fcbergingen.<\/p>\n<p>\u201eAdam, komm hierher, Adam! Ich habe etwas gefunden!&#8221; rief er laut durch die hohlen H\u00e4nde.<\/p>\n<p>Kurz darauf kam Adam atemlos angejagt, seine Hosen waren bis zu den Oberschenkeln nass und schmutzig, so schnell war er durch den breiten Bach gerannt, und seine Waden waren unter seiner dreiviertellangen Hose bei seiner frenetischen Suche durch die Dornen zerkratzt worden.<\/p>\n<p>\u201eWas ist los, Pa?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eGeh\u00f6rt das vielleicht deinem Bruder?&#8221; Ben zeigte ihm auf seiner Handfl\u00e4che die blauge\u00e4derte Murmel, die er gefunden hatte.<\/p>\n<p>\u201ePa, Pa&#8221;, japste der Junge aufgeregt, \u201edas ist seine zweitliebste Murmel, ich erkenne sie genau, er hat sie von mir zum Geburtstag bekommen. Hoss war ganz bestimmt hier. Sie wird ihm aus der Tasche gefallen sein.&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>John Baker\u00a0 war, w\u00e4hrend Vater und Sohn ihren Fund diskutierten, ein St\u00fcck weitergegangen, da b\u00fcckte er sich.<\/p>\n<p>\u201eKommen Sie mal her,&#8221; sagte er, w\u00e4hrend er eine weitere Glasmurmel zwischen Daumen und Zeigefinger in die Sonne hielt, dass sie aufblitzte. \u201eIch glaube ihr kleiner Sohn hat eine Spur gelegt. Ganz sch\u00f6n clever f\u00fcr f\u00fcnf Jahre&#8221;, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>\u201eDas ist er tats\u00e4chlich! Hoss ist tats\u00e4chlich sehr, sehr clever&#8221;, sagte Adam voller Stolz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem Adam und Mr. Baker die drei Pferde vom jenseitigen Ufer geholt hatten, w\u00e4hrend Ben am Fundort der Murmel stehen geblieben war, f\u00fchrten sie die Pferde nun, w\u00e4hrend sie nach weiteren Murmeln suchten. Und sp\u00e4testens alle f\u00fcnfzig Schritt stie\u00dfen sie auf eine neue Murmel. Adam sammelte sie sorgf\u00e4ltig ein und steckte sie in die Hosentasche. Sie waren schlie\u00dflich Hoss\u00b4 kostbarster materieller Besitz. Wieder musste er schlucken, als er an seinen kleinen Bruder dachte. Einmal fanden sie einen Abdruck einer Ferse eines Erwachsenen und mehrmals sahen sie ein paar eindeutig niedergetretene Grashalme, aber ohne die Murmeln h\u00e4tten sie der Spur nicht folgen k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich fanden sie nach ungef\u00e4hr einer halben Meile eine gro\u00dfe weinrote Murmel.<\/p>\n<p>\u201eDas ist seine Lieblingsmurmel&#8221;, stellte Adam fest.<\/p>\n<p>In der \u00fcblichen Entfernung fand sich im ganzen Umkreis keine weitere Murmel.<\/p>\n<p>\u201eEr wird sich von ihr als letztes getrennt haben, sein Vorrat ist aufgebraucht&#8221;, schlussfolgerte Mr. Baker.<\/p>\n<p>\u201eWas jetzt?&#8221;\u00a0 fragte Adam \u00e4ngstlich und sah seinen Vater ratlos an.<\/p>\n<p>\u201eNun, sie, gehen wir mal davon aus, dass sie zusammen sind, sind vom Bach bis hierher zu Fu\u00df gegangen. Wir haben keine Huf- oder Wagenspuren gefunden. Wenn sie weiter zu Fu\u00df gegangen sind, k\u00f6nnen sie nicht so weit gekommen sein, dass wir sie zu Pferd nicht einholen k\u00f6nnen. Und wenn sie mit dem Wagen gefahren sind, m\u00fcssten wir irgendwo auf Spuren treffen. Wir m\u00fcssen uns also verteilen und die Gegend weitr\u00e4umig absuchen.<\/p>\n<p>Auch wenn die Spur etwas im Zickzack gegangen ist, haben sie doch grob die Richtung nach Nordosten genommen&#8221;, sagte Ben.<\/p>\n<p>John Baker nickte. \u201eIch werde mich rechts halten, wenn ich etwas finde, werde ich rufen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIn einer Stunde treffen wir uns sp\u00e4testens wieder hier&#8221;, rief Ben dem wegreitenden Baker nach. \u201e<\/p>\n<p>Adam du reitest ganz geradeaus, genau nach Nordosten, nach einer halben Stunde kehrst du um und kommst zur\u00fcck. Kannst du die Richtung halten und die Zeit einsch\u00e4tzen?&#8221;<\/p>\n<p>Adam sah seinen Vater nahezu beleidigt an. Er hatte schlie\u00dflich mehr als sein halbes Leben im Planwagen verbracht. Sein Vater selbst hatte ihn gelehrt, sich am Sonnenstand zu orientieren, noch bevor er seine ersten Buchstaben lesen konnte.<\/p>\n<p>\u201eAber Pa, nat\u00fcrlich kann ich das!&#8221; antwortete der Junge.<\/p>\n<p>\u201eSchon gut Junge, ich wei\u00df es ja. Ich bin heute einfach ein bisschen \u00e4ngstlich.&#8221;<\/p>\n<p>Ben klopfte Adam leicht auf die Schulter, bevor er selbst den Weg nach links in Richtung auf eine kleine Baumgruppe nahm, die sich aus dem sonst niedrig bewachsenen Land heraushob.<\/p>\n<p>Bens Gef\u00fchl hatte nicht getrogen, genau dort unter den B\u00e4umen, wo auch er gerastet h\u00e4tte, fand er eine noch frische Feuerstelle und Wagenspuren. Die beiden anderen waren noch in H\u00f6rweite und kamen auf Bens Rufen angaloppiert.<\/p>\n<p>\u201eDas ist die Stelle, wo sie wahrscheinlich\u00a0 gecampt haben.&#8221;<\/p>\n<p>Ben drehte sich im Sattel um.<\/p>\n<p>\u201eHoss muss von der Stelle aus, wo er die letzte Murmel hingeworfen hat, den Planwagen schon gesehen haben.&#8221;<\/p>\n<p>Wieder sp\u00fcrte Adam, wie der Stolz auf seinen kleinen Bruder in ihm hochstieg und auch gleichzeitig wieder diese Angst, die ihm die Kehle zuschn\u00fcrte. \u201eLieber Gott, mach bitte, dass ihm nichts passiert ist&#8221;, betete er im Stillen, als er seinen Vater fragend ansah.<\/p>\n<p>\u201eIch denke, die Wagenspuren lassen sich von hier aus verfolgen&#8221;, sagte Ben und l\u00e4chelte seinem Sohn aufmunternd zu, bevor sie alle drei in langsamen Trab der meist gut ausgepr\u00e4gten Spur folgten.<\/p>\n<p>Nach einer Stunde Ritt knickte die Spur, einem querlaufenden H\u00f6henzug folgend, rechtwinklig ab, und nach einer weiteren f\u00fchrte sie den H\u00f6henzug hinauf, sich wieder mehr nach Osten orientierend. Die drei folgten der Spur bergauf.<\/p>\n<p>Oben angekommen, konnten sie weit in die Landschaft blicken. Aber so weit mussten sie gar nicht schauen, denn gar nicht weit von ihnen entfernt unten im Tal stand ein Planwagen.<\/p>\n<p>\u201eAdam, du wirst sofort anhalten und nicht den Berg heruntergaloppieren! Du wei\u00dft, wie gef\u00e4hrlich das ist&#8221;, schimpfte Ben und Adam wartete gehorsam, bis sein Vater ihn erreicht hatte.<\/p>\n<p>\u201eTschuldigung, ich wollte nur schnell hin, um zu sehen, ob &#8230;.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df, aber auf ein paar Minuten kommt es jetzt auch nicht mehr an&#8221;, unterbrach Ben. \u201eLass uns vorsichtig sein. Reite hinter uns, Adam, auch wenn es dir schwer f\u00e4llt.&#8221;<\/p>\n<p>Als die Gruppe den Berg herunter geritten war, bemerkten sie einen kleinen farbigen Punkt hinter dem Wagen, der beim N\u00e4herkommen rasch gr\u00f6\u00dfer wurde.<\/p>\n<p>\u201ePa, es ist Hoss, bitte lass mich jetzt &#8230;.&#8221;<\/p>\n<p>Doch Ben hatte sein eigenes Pferd schon\u00a0 angetrieben und galoppierte in gestrecktem Galopp \u00fcber die Ebene dem Wagen entgegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den Ankommenden zeigte sich ein friedliches Bild, Hoss sa\u00df auf der Wiese und spielte mit seinen Babyhasen, um die er kleine St\u00f6cke in die Wiese steckte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eHi, Pa, Adam, ich wusste, dass ihr meine Murmels finden werdet&#8221;, l\u00e4chelte Hoss stolz, nur kurz von seiner Arbeit aufblickend, als sei es das Selbstverst\u00e4nlichste von der Welt, dass er hier war und sein Vater und Bruder aufgetaucht waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ben war zun\u00e4chst sprachlos. Hier sa\u00df Hoss und spielte zufrieden im Gras, w\u00e4hrend alle anderen die Sorge um ihn fast in den Wahnsinn trieb.<\/p>\n<p>\u201eSeht mal, die H\u00e4schen &#8230;.&#8221; plapperte das Kind weiter, als es von seinem Vater barsch unterbrochen wurde.<\/p>\n<p>\u201eErik, wie kommst du dazu, einfach wegzulaufen?&#8221;\u00a0 br\u00fcllte Ben. Die aufgestaute Spannung und Angst entluden sich nun, Ben war dabei von seinem Pferd abzusteigen. \u201eIch werde &#8230;.&#8221;<\/p>\n<p>\u201ePa!&#8221;, unterbrach Adam, \u201ebitte nicht!&#8221; Damit sprang der Junge schnell von seinem Pony.<\/p>\n<p>Er wusste nur zu gut, dass Ben manchmal im ersten Zorn Dinge tat, die er nachher bereute, die aber nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen waren.<\/p>\n<p>Adam rannte zu seinem kleinen Bruder, dessen Unterlippe jetzt leicht zitterte. Er ging auf ein Knie hinunter und breitete die Arme aus: \u201eKomm, Bruder, komm. Alles ist gut. Wir sind so froh, dass wir dich gefunden haben!&#8221; Hoss kam in die Arme seines gro\u00dfen Bruders gelaufen.<\/p>\n<p>\u201eIch hatte so Angst um dich!&#8221;<\/p>\n<p>Hoss sah seinen Bruder unsicher an und er hatte pl\u00f6tzlich das Verlangen ihn ganz fest zu dr\u00fccken und er sp\u00fcrte auch Tr\u00e4nen in seinen Augen, ohne genau zu wissen, warum er weinte. Warum waren alle so aufgeregt? Er wusste pl\u00f6tzlich, dass er am liebsten\u00a0 nach Hause wollte.<\/p>\n<p>Ben war langsam von seinem Pferd gestiegen. Er f\u00fchlte sich nicht mehr w\u00fctend, sondern nur unendlich erleichtert, so sehr, dass ihm die Knie zitterten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ben n\u00e4herte sich seinen zwei Jungen, er konnte nicht anders, er kniete nieder und umfasste beide in einer gro\u00dfen Umarmung. Hoss drehte sich in die Umarmung seines Vaters hinein und Adam machte ihm l\u00e4chelnd Platz. Hoss war schlie\u00dflich der Kleine, er war sowieso zu alt f\u00fcr Umarmungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eJunge, ich muss dich etwas fragen. Wo ist die Besitzerin dieses Wagens und das Pferd?&#8221;\u00a0 unterbrach pl\u00f6tzlich Mister Baker die Wiedersehensszene. Er war um den Wagen herumgegangen und hatte auch hinein geschaut und stand jetzt neben ihnen.<\/p>\n<p>Ben entlie\u00df Hoss aus seiner Umarmung, damit er antworten konnte.<\/p>\n<p>\u201eOh, sie ist zum Wasser gegangen, das Pferd hat Durst. Meine Hasen brauchen kein Extrawasser, ihnen reicht das Gras, aber Pferde m\u00fcssen trinken. Hasen nur, wenn es sehr hei\u00df ist&#8221;, erkl\u00e4rte Hoss eifrig.<\/p>\n<p>\u201eIn welche Richtung ist sie gegangen?&#8221;<\/p>\n<p>Hoss zeigte mit der Hand grob hinter sich.<\/p>\n<p>\u201eSie kommt gleich wieder, hat sie gesagt. Sie k\u00f6nnen auf sie warten, Sir&#8221;, f\u00fcgte das Kind h\u00f6flich hinzu.<\/p>\n<p>\u201eDanke. Ich werde ihr trotzdem ein wenig entgegen gehen!&#8221;<\/p>\n<p>Ben war aufgestanden und sah auf seinen kleinen so lieben und freundlichen Sohn hinab, der ihnen allen so viel Kummer gemacht hatte.<\/p>\n<p>\u201eWie kommst du dazu, einfach mit einer fremden Frau mitzugehen, Hoss?&#8221; fragte er in strengem Ton, als Mr. Baker hinter dem Wagen verschwunden war.<\/p>\n<p>Hoss f\u00fchlte sich pl\u00f6tzlich sehr unsicher. Er streichelte eines der H\u00e4schen und nahm es auf den Scho\u00df. Er betrachtete das Tierchen angelegentlich und untersuchte schlie\u00dflich sein kleines Ohr genauer. Was sollte er antworten? Es war kompliziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eHoss, ich habe dich was gefragt!&#8221; die Stimme seines Vaters klang jetzt \u00e4rgerlich. \u201eWie lange soll ich noch warten?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eVielleicht hat sie ihn ja mit Gewalt gezwungen mitzugehen, Pa&#8221;, schaltete sich nun Adam ein.<\/p>\n<p>\u201eAdam, bitte halte dich raus, wenn ich mit deinem Bruder spreche. Ich merke recht gut, was du vorhast. Und vielleicht war es gut, dass du mich gehindert hast, meinem ersten Impuls zu folgen, aber jetzt w\u00fcrde ich gern ohne deine Einmischung mit deinem Bruder ein Gespr\u00e4ch f\u00fchren. Hast du verstanden!&#8221;<\/p>\n<p>\u201eJa, Sir, nat\u00fcrlich.&#8221; Adam enfernte sich ein paar Schritte von Hoss und Pa, dort blieb er im R\u00fccken von Pa stehen und\u00a0 biss sich auf die Unterlippe voller Sorge und Anspannung dem Gespr\u00e4ch zwischen seinem Vater und seinem Bruder folgend.<\/p>\n<p>Er hoffte inst\u00e4ndig, dass der Kleine Pa zufriedenstellende Antworten geben und ihn nicht weiter ver\u00e4rgern w\u00fcrde. Au\u00dfer seinem Bruder im Notfall ein paar Zeichen zu geben, waren seine M\u00f6glichkeiten, ihm zu helfen, jetzt tats\u00e4chlich ausgereizt.<\/p>\n<p>\u201eNun, Erik!&#8221; der strenge Tonfall und die Anrede mit seinem Taufnamen bedeuteten, dass es jetzt keine Ausfl\u00fcchte mehr gab, das war auch Hoss klar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Kind murmelte mehr zu seinem H\u00e4schen als zu seinem Vater:<\/p>\n<p>\u201eSie, sie sagte, sie sei meine Mama. Nicht &#8230;., nicht\u00a0 Mama Marie, sondern Mama Inger. Sie w\u00fcrde in einem Wagen wohnen und habe so Sehnsucht nach mir gehabt, da bin ich mitgegangen. Denn Adam und du, ihr habt mir doch erz\u00e4hlt von Mama Inger im Planwagen.&#8221;<\/p>\n<p>Hoss sah bei den letzten Worten Zustimmung suchend mit gro\u00dfen blauen Augen zu seinem Vater auf.<\/p>\n<p>\u201eHoss, hast du wirklich geglaubt, sie sei deine Mama?&#8221; fragte Ben langsam und ungl\u00e4ubig. \u201eDeine Mama ist im Himmel, sie kann nicht zu dir kommen, mein Sohn.&#8221; Ben sp\u00fcrte, wie sich Wasser in seinen Augen sammelte, als er den unschuldig-fragenden\u00a0 Blick seines kleinen Sohnes\u00a0 auf sich gerichtet sah.<\/p>\n<p>\u201eOh Hoss, mein Kleiner, es tut mir so leid!&#8221; Ben b\u00fcckte sich und hob den Jungen samt Hasen auf und presste ihn an sich. Auch Adam war ger\u00fchrt, schnell drehte er sich weg und schluckte mehrmals.<\/p>\n<p>\u201ePa, sei nicht traurig. Ich wei\u00df jetzt, dass sie nicht meine Mama ist. Sie muss mich verwechselt haben, denn sie sagt Norman zu mir. Sie ist Normans Mama, nicht meine.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eJa sie hat dich wohl tats\u00e4chlich verwechselt.&#8221; Bens Stimme klang rauh und leise.<\/p>\n<p>\u201eWie bist du eigentlich auf die Idee mit den Murmeln gekommen, kleiner Bruder?&#8221; fragte Adam, bem\u00fcht, die ger\u00fchrte Stimmung schnell zu vertreiben, \u201edas war m\u00e4chtig schlau.&#8221;<\/p>\n<p>Hoss drehte sich Adam zu und sah ihn so verschw\u00f6rerisch an, wie es ihm gelingen wollte, was allerdings nicht besonders gut war.<\/p>\n<p>\u201eDenk mal, Adam, an H\u00e4nsel. Du hast es mir doch selbst vorgelesen. Seine Eltern wollten ihn und seine Schwester auch im Wald verlieren und er hat Steinchen ausgestreut, damit er den Weg finden kann. Ich wusste nicht genau, wohin wir gehen. Ich dachte, es ist vielleicht besser. Sie war wirklich richtig nett und sie sagte, Pa wei\u00df, wo sie wohnt und findet uns, aber &#8230;.. . Sicher ist sicher.&#8221; Wieder versuchte Hoss seinem gro\u00dfen Bruder einen verwegenen Blick zuzuwerfen und ihm zuzublinzeln, was beides misslang.<\/p>\n<p>\u201eDas war wirklich eine gute Idee, Hoss, und hat uns geholfen, dich zu finden.<\/p>\n<p>Ich glaube, du kannst dir gar nicht vorstellen, was f\u00fcr Angst wir um dich hatten, Kind&#8221;, sagte Ben seufzend, als er Hoss wieder auf dem Boden abstellte, \u201eund was dir alles h\u00e4tte passieren k\u00f6nnen!&#8221;<\/p>\n<p>Hoss sah unsicher zu ihm auf. Adam hatte Angst um ihn gehabt und selbst sein Pa hatte Angst gehabt? Um ihn? Er hatte seinem Papa Kummer gemacht? Das hatte er nicht gewollt. Hm. Er h\u00e4tte erst fragen sollen. Hm Und dass er allein zum Bach gegangen war, das war verboten, fiel ihm siedendhei\u00df ein, aber er hatte doch die H\u00e4schen besch\u00fctzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u201ePa, sei bitte nicht mehr traurig und sei bitte nicht b\u00f6se auf mich!&#8221; brach es jetzt aus dem Kind hervor.<\/p>\n<p>Wie er so auf den kleinen Jungen sah, fragte sich Ben, ob er tats\u00e4chlich b\u00f6se auf Hoss sein konnte. War es n\u00f6tig, ihn zu bestrafen, damit er verstand, was er falsch gemacht hatte? Sein eigener Vater h\u00e4tte bestimmt nicht gez\u00f6gert. Und er wusste auch, wie er mit Adam in \u00e4hnlichen Situationen umgegangen war. Kurz sah er vor seinem geistigen Auge das Bild eines kleinen Fl\u00fcsschens irgendwo im mittleren Westen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich musste Hoss lernen, dass er nicht ohne zu fragen, den Hof verlassen oder gar mit fremden Leuten mitgehen durfte. Aber vielleicht konnte er ihm das auch anders klar machen.<\/p>\n<p>\u201eHoss, was du gemacht hast, war sehr sehr r\u00fccksichtslos. Ma, Adam und ich haben die Nacht nicht geschlafen aus Angst, dass dir etwas passiert sein k\u00f6nnte. Du bist ohne Schuhe aus dem Hof weggegangen. Wie leicht h\u00e4tte dich eine Schlange bei\u00dfen k\u00f6nnen? Wie leicht h\u00e4ttest du dich verlaufen oder von wilden Tieren angefallen werden k\u00f6nnen? Was h\u00e4tten wir dann ohne dich gemacht? Wir haben \u00fcberall nach dir gesucht und nach dir gerufen. Ma hat furchtbar geweint, weil wir dich nicht finden konnten. Die ganze Nacht! Alle Nachbarn sind heute ausgeritten, um nach dir zu suchen! &#8230;..&#8221;<\/p>\n<p>Bei der Erw\u00e4hnung von Maries Kummer standen Hoss Tr\u00e4nen in den Augen.<\/p>\n<p>\u201ePa, es tut mir so leid. Pa, ich will nicht, dass Ma wegen mir weinen muss. Es tut mir so leid&#8230;.&#8221;, schluchzte Hoss nun.<\/p>\n<p>Ben wusste, dass er seinen weichherzigen Jungen erreicht hatte und \u00f6ffnete seine Arme, Hoss dr\u00fcckte sich an ihn.<\/p>\n<p>\u201eSohn, es ist gut jetzt, wir haben dich ja wieder! Und du wirst sowas nie wieder tun, nicht wahr? Du wirst nie mehr einfach, ohne zu fragen, den Hof verlassen, h\u00f6rst du?&#8221; Hoss nickte heftig. \u201eNein, Sir, ich verspreche es!&#8221;, schluchzte er ins Hemd seines Vaters. Ben dr\u00fcckte ihn an sich und streichelte und tr\u00f6stete ihn.<\/p>\n<p>Disclaimer:\u00a0All publicly recognizable characters and settings are the property of their respective owners. The original characters and plot are the property of the author. No money is being made from this work. No copyright infringement is intended.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chapter 5\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u201ePa, die Nachbarn! Wir m\u00fcssen doch ein Zeichen geben!&#8221; rief Adam pl\u00f6tzlich.<\/p>\n<p>\u201eDu hast recht, Adam, das h\u00e4tte ich beinahe vergessen.&#8221; Ben zog seinen Revolver aus dem Halfter und \u00fcberlegte kurz.<\/p>\n<p>\u201eAdam, ich denke, du kannst die Signalsch\u00fcsse abgeben, ich m\u00f6chte nicht so dicht an Hoss\u00b4 Ohr eine Waffe abfeuern. Meinst du, du kannst das tun?&#8221; , sagte Ben, als er die Waffe um Hoss herum Adam reichte<\/p>\n<p>\u201eSicher, Pa!&#8221;, sagte Adam eifrig, \u201eIch werde ein St\u00fcck da r\u00fcber gehen. Zweimal drei Schuss, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p>Adam gab die Signalsch\u00fcsse vorsichtig und korrekt ab. Als er zur\u00fcckkam, warf Ben ihm \u00fcber Hoss\u00b4 Kopf ein anerkenndens L\u00e4cheln zu, das Adams Gesicht aufhellte. \u201eSo verschieden sie beide sind&#8221;, dachte Ben, \u201esie sind doch beides gutgeartete Kinder, auf die man als Vater stolz sein kann, und sie sind gut erzogen!&#8221;<\/p>\n<p>\u201eLad den Revolver nach, Adam. Die Patronen sind in meiner Satteltasche, aber sei vorsichtig und achte darauf, dass du ihn wieder sicherst.&#8221; \u201eIch bin elf und nicht f\u00fcnf, Pa&#8221;, sagte Adam durch ver\u00e4chtlich aufgeblasene Backen.<\/p>\n<p>\u201eSei nicht so vorlaut, Adam!\u201c<\/p>\n<p>\u201eTschuldigung, Pa.\u201c<\/p>\n<p>Das kommt davon, wenn man sich selber lobt, dachte Ben.<\/p>\n<p>\u201ePa, wo ist Norman?&#8221; fragte eine kleine Stimme an seiner Schulter. \u201eSie sucht nach ihm, glaube ich.&#8221; \u201eEs ist ihr kleiner Sohn, Hoss. Er ist auch im Himmel und kann nicht mehr zu ihr zur\u00fcck und sie ist traurig&#8221;, beantwortete Ben vorsichtig die Frage seines j\u00fcngeren Sohnes.<\/p>\n<p>\u201eIst er da bei meiner Mama Inger?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eEs kann schon sein, Hoss, dass er bei deiner Mutter ist, das w\u00fcrde ihr \u00e4hnlich sehen, wenn sie sich um einen kleinen Jungen ohne Mama k\u00fcmmern w\u00fcrde. Nicht wahr, Adam?&#8221; Ben nickte seinem \u00c4ltesten zu, bereit die kleine Missstimmung zwischen ihnen zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Adam sah seinen Vater einen Moment ernst an, dann kam er langsam her\u00fcber und legte eine Hand auf die Schulter seines kleinen Bruders, was Hoss dazu veranlasste, sich umzudrehen und zu ihm zu schauen.<\/p>\n<p>Adam kniete sich hin und sah seinem Bruder tief in die Augen: \u201eGlaub mir, Hoss, sie k\u00fcmmert sich um kleine mutterlose Kinder. Ich &#8230; ich wei\u00df das genau aus eigener Erfahrung.&#8221; Und damit drehte sich Adam br\u00fcsk weg, stand auf und setzte sich ein paar Meter weiter abseits ins Gras, ohne nochmals zur\u00fcckzublicken. Er riss Grasb\u00fcschel aus und kehrte allen den R\u00fccken zu.<\/p>\n<p>Hoss sah hinter seinem Bruder her und richtete dann seine Augen fragend auf seinen Vater. Ben seufzte und dr\u00fcckte wortlos seinen Mund in Hoss\u00b4 blondes Haar.<\/p>\n<p>Wo blieben eigentlich die Bakers? Ben wollte eigentlich m\u00f6glichst schnell nach Hause, aber es geh\u00f6rte sich wohl abzuwarten, was mit Johns Frau war.<\/p>\n<p>Adam hatte aufgeh\u00f6rt, Gras auszurei\u00dfen, und starrte jetzt unbeweglich vor sich hin. Wieder seufzte Ben und streichelte Hoss geistesabwesend weiter.<\/p>\n<p>\u201eMister Cartwright, darf ich Ihnen meine Frau Gloria vorstellen?&#8221; Ben sah hoch zu John Baker und einer etwa vierzigj\u00e4hrigen blonden Frau, die mit unstetem Blick an seinem Gesicht vorbei sah.<\/p>\n<p>\u201eOh, sehr erfreut, Madam&#8221;, gr\u00fc\u00dfte Ben und setzte Hoss ins Gras, um aufzustehen und der fremden Frau die Hand zu sch\u00fctteln.<\/p>\n<p>\u201eGanz meinerseits&#8221;, murmelte sie abwesend, w\u00e4hrend sie Hoss jetzt mit ihren Blicken aufzusaugen schien.<\/p>\n<p>\u201eJohn, sieh, ich habe Norman gefunden, wie ich es dir gesagt habe! Er ist gewachsen, aber es ist ja schlie\u00dflich fast acht, sieh, wie stark er ist.&#8221; \u201eNorman, sag deinem Daddy\u00a0 `Guten Tag`!&#8221;\u00a0 f\u00fcgte sie aufmunternd zu Hoss hinzu und deutete auf ihren Mann.<\/p>\n<p>Hoss sah seinen Vater fragend an, dann stand er auf und ging entschlossen zu Gloria hin\u00fcber.<\/p>\n<p>\u201eMa\u00b4am, ich hei\u00dfe nicht Norman. Mein Name ist Ho&#8230; Erik Cartwright. Das hier ist mein Pa und das ist mein Bruder Adam, von dem ich dir erz\u00e4hlt habe. Ich m\u00f6chte mit meinem Pa zur\u00fcck zu meiner Mama gehen, sie hat die ganze Nacht geweint wegen mir. Sie ist traurig, weil ich weg bin.&#8221; Hoss musste schlucken,\u00a0 als er an Marie dachte, wie sie um ihn weinte, fuhr aber tapfer fort: \u201eAber ich wei\u00df, wo dein Norman ist. Adam hat es mir erkl\u00e4rt. Er ist bei meiner Mama Inger im Himmel. Sie passt gut auf ihn auf, so wie sie es mit Adam gemacht hat, als er klein war. Norman hat es gut bei meiner Mama Inger.&#8221;<\/p>\n<p>Hoss holte tief Luft nach dieser langen Rede und l\u00e4chelte Gloria strahlend zu. Alles war irgendwie in Ordnung und er konnte jetzt zu seiner Mama Marie zur\u00fcck.<\/p>\n<p>\u201eGloria, komm jetzt. Vielleicht ist ja was an dem dran, was der Kleine sagt, es ist doch ein sch\u00f6ner Gedanke&#8221;, sagte John Baker leise zu seiner Frau.<\/p>\n<p>\u201eNein, John nein! Unser Sohn lebt. Es kann nicht sein, dass unser Sohn nicht mehr lebt. Es kann nicht sein!&#8221; schluchzte die ungl\u00fccklich Frau.<\/p>\n<p>\u201eGloria, du wei\u00dft, dass er gestorben ist, in der Pr\u00e4rie damals am Fieber. Du warst selbst so krank. Wir waren so traurig und wir haben ihn auf dem Weg beerdigt. Du wei\u00dft doch noch, wie du Blumen um das Kreuz gewunden hast?&#8221; Gloria wurde von einem pl\u00f6tzlichen Sch\u00fctteln erfasst.<\/p>\n<p>\u201eOh John, ja, ich wei\u00df es, wir haben unser Baby verloren. Drau\u00dfen in der Pr\u00e4rie!&#8221; schluchzte sie. \u201eIch m\u00f6chte sein Grab wiedersehen, ich m\u00f6chte ihm neue Blumen bringen. Warum kann ich nicht zu seinem Grab? Wei\u00dft du, wo sein Grab ist? Unser Kleiner liegt irgendwo da drau\u00dfen ganz allein&#8221;, Glorias Jammern wurde immer hysterischer.<\/p>\n<p>John Baker hielt seine Frau im Arm und streichelte ihr beruhigend den R\u00fccken und versuchte sie zu tr\u00f6sten.<\/p>\n<p>Als Gloria anfing, sa\u00df Adam zun\u00e4chst wie versteinert, langsam hatte er dann den\u00a0 Kopf auf seine Knie sinken lassen, er umklammerte seine Schienbeine, verzweifelt versuchte er die Bilder von Gr\u00e4bern in der Pr\u00e4rie aus seinen Gedanken zu dr\u00e4ngen. Holzkreuze im Nirgendwo, Wagenspuren auf den Gr\u00e4bern, Pa weinend, unansprechbar &#8230;. .<\/p>\n<p>\u201eJohn, John, wenn ich nur an seinem Grab sitzen k\u00f6nnte, wenn ich nur einen Ort h\u00e4tte, wo ich ihn erreichen kann, wo ich mich ihm nahe f\u00fchle! Wo ich zu ihm sprechen k\u00f6nnte.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eMadam&#8221;, war eine zutrauliche Stimme zu vernehmen, \u201emein Bruder Adam hat mir gezeigt, wie ich mit Mama Inger reden kann, er selbst tut es auch, denn er hat sie sehr lieb und er ist auch traurig, weil sie im Himmel ist und nicht mehr bei uns. Vielleicht kannst du auch mit Norman &#8230;&#8221;<\/p>\n<p>\u201eHoss, halt deinen Mund!&#8221; entsetzt war Adam hochgefahren. \u201eDu, du, dreckiger Verr\u00e4ter!&#8221; \u201eAdam! Das geht zu weit!&#8221; rief Ben scharf.<\/p>\n<p>\u201eDu, du &#8230;&#8221; stie\u00df Adam hervor, als er auf die F\u00fc\u00dfe sprang. \u201eAdam, sie will doch nur mit ihrem kleinen Sohn reden und der ist doch bei Mama Inger&#8221; stammelte ein fassungsloser Hoss. \u201eLauf nicht weg, Adam, bitte bleib!&#8221; rief er seinem Bruder hinterher, der kopflos davongest\u00fcrzt war.<\/p>\n<p>\u201eAdam, komm sofort zur\u00fcck!&#8221; rief nun auch Ben seinem Sohn hinterher, aber Adam rannte nur um so schneller.<\/p>\n<p>Weg von hier, weg von hier, er dachte gar nicht \u00fcber das nach, was er tat.<\/p>\n<p>Er f\u00fchlte sich so besch\u00e4mt, er hasste es, wenn jemand in seinen Gef\u00fchlen w\u00fchlte und sein tiefstes Innerstes sah, etwas was er niemals offen legen w\u00fcrde. Und jetzt sprach Hoss sogar zu Fremden davon.<\/p>\n<p>Nachts im Bett, wenn niemand sonst sie h\u00f6ren konnte und wenn die Dunkelheit machte, dass alles nicht richtig wirklich war, dann hatte er manchmal Hoss von Inger erz\u00e4hlt. Es hatte ihn zugleich traurig und gl\u00fccklich gemacht, aber er musste zu Hoss von ihr reden, schlie\u00dflich war sie eigentlich Hoss\u00b4 Mutter, er musste die Erinnerung an sie wach halten. Er musste ihm klar machen, wer seine Mutter wirklich war, wie sehr sie ihn geliebt hatte, sie beide geliebt hatte. Aber sonst durfte niemand davon erfahren, wie sehr er sie vermisste, niemand. Und schon gar nicht Pa. Pa wurde traurig, wenn er an Inger oder an seine erste Frau, seine eigene Mutter, Elizabeth erinnert wurde. Er wollte Pa auf keinen Fall traurig machen. Pa hatte es so schon schwer genug mit zwei kleinen Kindern allein&#8230;&#8230; Aber dann war da ja jetzt Marie. Pas neue Frau. Sie war jung und h\u00fcbsch und st\u00e4dtisch. Er g\u00f6nnte sie Pa, er selbst konnte nichts mit ihr anfangen. Ihr fehlte alles, was eine Mutter ausmachte. Aber sie war etwas f\u00fcr Pa. M\u00e4nner waren nun mal mit Frauen zusammen. Je j\u00fcnger und h\u00fcbscher, desto besser. Er wollte Pa nicht wehtun, also war er h\u00f6flich zu ihr. Aber er brauchte keine neue Mutter. Hoss auch nicht. Nun, sie war nett zu Hoss und knuddelte ihn oft und erz\u00e4hlte ihm Geschichten. Nat\u00fcrlich mochte Hoss das, in seinem Alter. Aber sie war meilenweit davon entfernt, eine richtige Mutter zu sein, meilenweit! Er war sich nicht sicher, ob sie Hoss liebte. Ganz ausgeschlossen war es nicht, jeder liebte schlie\u00dflich seinen kleinen Bruder, aber eigentlich ging es ihr doch nur um Pa. Manchmal war er w\u00fctend auf Pa, dass er jetzt mit Marie zusammen war. Hatte er denn Mama Inger ganz vergessen?<\/p>\n<p>Adam stolperte weiter und sp\u00fcrte, dass ihm Tr\u00e4nen herunterliefen. Jetzt heulte er auch noch wie ein Baby. Adam sch\u00e4mte sich, Jungen weinten doch nicht! Aber er kam nicht gegen die Tr\u00e4nen an, sie liefen, obwohl er sie beim Laufen mit dem Handr\u00fccken \u00e4rgerlich wegwischte.<\/p>\n<p>\u201eAua&#8221;, schrie er unwillk\u00fcrlich auf, er war in ein Loch getreten und umgeknickt. Es tat weh.<\/p>\n<p>Ben erreichte seinen zusammengekr\u00fcmmten Sohn wenig sp\u00e4ter. \u201eJunge, was ist passiert?&#8221; \u201eMein Kn\u00f6chel tut so weh, Pa&#8221;, st\u00f6hnte Adam durch zusammengebissene Z\u00e4hne, froh, dass es nun f\u00fcr seine Tr\u00e4nen einen sichtbaren Grund gab.<\/p>\n<p>Ben tastete vorsichtig Adams Bein und das Fu\u00dfgelenk ab, gebrochen schien nichts, aber bestimmt war der Kn\u00f6chel verstaucht, so wie Adam auf Ber\u00fchrung reagierte.<\/p>\n<p>\u201eWas machst du auch f\u00fcr einen Unsinn! Blindlings durch die Gegend zu laufen. Komm, mein kleiner gro\u00dfer Junge, komm, sei tapfer, es wird wieder gut. Dein Kn\u00f6chel ist verstaucht, aber es wird wieder gut&#8221;, tr\u00f6stete Ben seinen \u00c4ltesten, der ihm, wie er dort so verweint vor ihm sa\u00df, pl\u00f6tzlich wieder so jung vorkam. Ben hob den Elfj\u00e4hrigen auf seine Arme und trug ihn langsam zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Konnte er sich wie ein Kleinkind tragen lassen, \u00fcberlegte Adam. Nun, er war verletzt, dachte er, da war es wohl richtig.<\/p>\n<p>Ben war von dem Ausbruch seines Sohnes und von seinen Tr\u00e4nen \u00fcberrascht, dass der Kn\u00f6chel nicht der Ausl\u00f6ser war, wusste er genau. Manchmal fragte er sich, ob sein eigenes Verhalten dazu beigetragen hatte, dass der Junge oft so verschlossen war. Nun, das Kind hatte viel durchgemacht, nat\u00fcrlich hatte das Spuren hinterlassen.<\/p>\n<p>Als Ben f\u00fchlte, dass der Junge sich auf seinem Arm etwas entspannte, fl\u00fcsterte er leise: \u201eAdam, ich bin froh, dass du einen Weg gefunden hast, zu Inger zu sprechen. Ich habe auch einen.&#8221; Adam sah seinen Vater zweifelnd an. \u201eWirklich? Ich &#8230;, ich dachte, du denkst nicht mehr an sie.&#8221; \u201eAdam, ich werde immer an sie denken, genauso wie an deine Mutter. Sie ist ein Teil meines Lebens und wird es immer bleiben.&#8221;<\/p>\n<p>Adam sah seinen Vater nun pr\u00fcfend an. \u201eAber du liebst jetzt Marie?&#8221; \u201eJa, aber ich liebe auch dich und Hoss und werde das neue Baby lieben, Adam. Ich kann Marie lieben, ohne Inger und deine Mutter zu vergessen, genauso, wie ich dich und Hoss gleichzeitig lieb haben kann.&#8221; Adam schwieg und legte vorsichtig den Kopf an Bens Schulter. Es klingt logisch, dachte er.<\/p>\n<p>\u201eWie sprichst du mit ihr, Pa?&#8221; fl\u00fcsterte Adam, kurz bevor sie die anderen erreicht hatten, schnell in Bens Ohr.<\/p>\n<p>\u201eKannst du dich an den Sternenhimmel \u00fcber der Pr\u00e4rie erinnern, Sohn?&#8221; Adam nickte. \u201eInger und ich haben auf unserem Weg in den Westen oft den Sternenhimmel betrachtet und Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft gemacht und, wenn ich jetzt auf der Ponderosa die Sterne ansehe, dann sp\u00fcre ich ihre N\u00e4he ganz deutlich und dann rede ich mit ihr und erz\u00e4hle ihr, wie weit wir gekommen sind mit unserem Traum und wie stolz ich auf unsere S\u00f6hne bin&#8221;, sagte Ben und dr\u00fcckte Adam. Er achtete darauf, dass es so wirkte, als w\u00fcrde er ihn nur besser fassen wollen, um ihn leichter tragen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eWillst du den Bakers erkl\u00e4ren, wie du mit Inger redest? Vielleicht hilft es ihnen? Mrs. Baker ist sehr verzweifelt, sie glaubt, dass sie einen Ort braucht, zu dem sie gehen kann.&#8221;<\/p>\n<p>Adam sah seinen Vater ernst an und nickte dann leicht. Wenn sein Pa sich nicht sch\u00e4mte, dann konnte er es wohl auch zugeben, dass er mit Inger sprach und ihre N\u00e4he sp\u00fcren konnte.<\/p>\n<p>\u201eHoss, du kannst Mrs. Baker erz\u00e4hlen, wie wir mit Ma\u00a0 .. mit Mama Inger reden&#8221;, sagte Adam leise, als sein Vater ihn neben Hoss abgesetzt hatte. Er glaubte nicht, dass er es selbst rausbringen w\u00fcrde. \u201eIch erlaube es dir. Und entschuldige, dass ich dich angeschrien habe&#8221;, f\u00fcgte er noch etwas leiser hinzu.<\/p>\n<p>Hoss sah seinen gro\u00dfen Bruder mitleidig an: \u201eIs o.k., aber was ist mit deinem Fu\u00df? Kannst du nich laufen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eHoss, k\u00fcmmere dich nicht drum, tu, was ich gesagt habe&#8221;, blaffte Adam, seine \u00fcberlegene Selbstsicherheit auf Kosten seines kleinen Bruders zur\u00fcckgewinnend. Ben seufzte leicht.<\/p>\n<p>John hielt seine Frau Gloria immer noch im Arm. Wenn sie Adams Verhalten befremdet hatte, lie\u00dfen sie es sich zumindest nicht anmerken. Adam war erleichtert.<\/p>\n<p>Hoss wechselte mit seinem gro\u00dfen Bruder einen langen Blick und ging dann langsam auf die beiden zu.<\/p>\n<p>\u201eMa\u00b4am, wei\u00dft du, wie wir mit Mama Inger reden?&#8221; fragte er treuherzig.<\/p>\n<p>\u201eNein, Erik, willst du es mir erz\u00e4hlen?&#8221; l\u00e4chelte Gloria, sich zu dem Kind herunterbeugend.<\/p>\n<p>\u201eWir machen die Augen zu, abends im Bett. Und dann summt Adam Mamas Lied und dann f\u00fchlen wir sie und sprechen zu ihr in Gedanken oder auch ganz leise. Adam sagt, er kann\u00a0 manchmal ihren Duft riechen oder ihr Lachen h\u00f6ren. Hast du vielleicht auch ein Lied f\u00fcr Norman? Lieder helfen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eJa, Junge, das habe ich. Es gibt ein Lied, das ich ihm jeden Abend gesungen habe.&#8221; sagte Gloria Baker wehm\u00fctig. \u201eIch werde es versuchen!&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eLass uns einspannen und nach Hause fahren, Gloria&#8221;, schaltete sich Mr. Baker ein, der Hoss und Adam ein dankbares L\u00e4cheln zuwarf. \u201eEs ist Zeit. Caroline heiratet n\u00e4chste Woche, wir wollen doch bei der Hochzeit unserer Tochter dabei sein?&#8221; fragte John seine Frau aufmunternd.<\/p>\n<p>\u201eJa. John, ich freue mich darauf!&#8221; antwortete sie mit einer ganz anderen festen und sicheren Stimme. \u201eDanke Mr. Cartwright, Erik und Adam!&#8221;<\/p>\n<p>Disclaimer:\u00a0All publicly recognizable characters and settings are the property of their respective owners. The original characters and plot are the property of the author. No money is being made from this work. No copyright infringement is intended.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chapter 6\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMr. Cartwrigth, wir w\u00e4ren froh, ihre beiden S\u00f6hne mit unserem Wagen nach Hause bringen zu k\u00f6nnen. Adam kann mit seinem Kn\u00f6chel weder laufen noch sollte er reiten, hier drin k\u00f6nnte er den Fu\u00df hochlegen und k\u00fchlen. Und ich w\u00e4re froh, Hoss noch ein Weilchen um uns haben zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eGern, Mr. Baker\u201c, antwortete Ben.<\/p>\n<p>\u201ePa, halt\u201c, rief Hoss, als sein Vater ihn in den Wagen heben wollte, \u201emeine H\u00e4schen. Bitte gib mir den Korb mit meinen H\u00e4schen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eZuhause baue ich euch einen sch\u00f6nen Corral\u201c, fl\u00fcsterte der Kleine leise in den Korb, den ihm sein Vater reichte.<\/p>\n<p>\u201eWas?\u201c, fragte Ben, \u201ewas soll denn der Unsinn? Hasen h\u00e4lt man in einem Stall oder einem K\u00e4fig, nicht in einem Corral. Hasencorral, was f\u00fcr ein Unsinn!\u201c\u00a0 Hoss antwortete nicht, sondern sah versonnen in den Korb hinein, w\u00e4hrend er auf dem Kutschbock zwischen den Bakers sa\u00df.<\/p>\n<p>Als\u00a0 ca. vier Stunden sp\u00e4ter ein Planwagen, hinter dem ein Pferd und ein Pony angebunden waren, und daneben ihr Ben zu Pferde am Ranchhaus ankamen, st\u00fcrzte Marie ihnen entgegen, so schnell ihr Zustand es zulie\u00df.<\/p>\n<p>\u201eBen, hast du ihn? Wir haben die Sch\u00fcsse geh\u00f6rt. Die Nachbarn sind zur\u00fcckgeritten, aber wir schulden ihnen zumindest eine Einladung zum Essen. Geht es ihm gut? Wo ist er?\u201c \u00fcberst\u00fcrzten sich ihre Fragen.<\/p>\n<p>Es waren jetzt gut 24 Stunden her, seit sie Hoss zum letzten Mal gesehen hatte und ihre Aufregung und Angst war jede Stunde gewachsen.<\/p>\n<p>\u201eEs geht ihm gut, Marie\u201c, lachte Ben, als Hoss strahlend aus dem Wagen herabstieg und darauf wartete, dass Adam ihm seinen Hasenkorb herunterreichte.<\/p>\n<p>\u201eErik, wie konntest du nur einfach den Hof verlassen. Du wei\u00dft, dass du das nicht darfst?\u00a0 Wie konntest du mir nur solche Angst einjagen?\u201c rief Marie unter Tr\u00e4nen.<\/p>\n<p>Hoss\u00b4 strahlendes L\u00e4cheln wandelte sich in Besorgnis, als Marie rasch auf ihn zukam, und mit Recht.<\/p>\n<p>Marie griff sich Hoss und gab ihm, ohne lange zu z\u00f6gern, einige feste Klapse auf den Hosenboden. Dann hob sie das Kind hoch und dr\u00fcckte es an sich.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Adam den Eierkorb mit den H\u00e4schen immer noch dahin nach unten reichte, wo gerade noch sein kleiner Bruder gestanden hatte, starrte er seine Stiefmutter fassungslos an. Hatte er Marie vielleicht doch falsch eingesch\u00e4tzt? Sie k\u00fcmmerte sich durchaus um Hoss, das stand fest. Vielleicht war Marie in dieser Familie doch mehr als einfach nur Pas neue Ehefrau?<\/p>\n<p>\u201eMr Cartwright, Mrs Cartwright, entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten!\u201c r\u00e4usperte sich Mr. Baker. \u201eDanke f\u00fcr Ihre Hilfe und f\u00fcr die Ihrer S\u00f6hne. Ich hoffe, dass wir es nun geschafft haben. Nochmals vielen, vielen Dank!\u201c John Baker sch\u00fcttelte Bens Hand mit festem Griff und gr\u00fc\u00dfte mit der Hand am Hut Marie, die allerdings kaum auf diese Geste einging, immer noch den weinenden Hoss an sich dr\u00fcckend.<\/p>\n<p>Adam war m\u00fchsam mit dem Eierkorb vom Wagen gestiegen und winkte mit zusammengebissenen Z\u00e4hnen dem abfahrenden Wagen nach, w\u00e4hrend er versuchte, sein Gewicht m\u00f6glichst auf sein gesundes Bein zu verlagern.<\/p>\n<p>Auch Ben winkte dem Wagen nach, bis ihm bewusst wurde, dass Adam neben ihm stand.<\/p>\n<p>\u201eAdam, du sollst doch nicht laufen! Lass dir helfen mit deinem verstauchten Kn\u00f6chel &#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eAch Pa, ich bin o.k. Mach dir keine Sorgen, ich kann gut allein laufen\u201c, sagte Adam, w\u00e4hrend er, sich selbst L\u00fcgen strafend, dickk\u00f6pfig Richtung Haus humpelte.<\/p>\n<p>\u201ePa,\u201c kam eine zweite Stimme von leichtem Schluckauf unterbrochen, Hoss stand neben ihm und zog ihn an seiner Weste \u201e Ich muss jetzt endlich einen Corral f\u00fcr die Babyhasen bauen. Ich muss zum Bach. Darf ich?\u201c Ben seufzte. Egal, wie seine Kinder waren und welche Schwierigkeiten sie hatten oder machten, eines stand fest, sie waren unglaublich stur! Und wenn er sich bei vielem, was seine S\u00f6hne betraf, nicht sicher war, das stand zumindest fest, die typische Cartwright-Sturheit hatten sie von ihm.<\/p>\n<p>\u201eUnd das neue Baby? W\u00fcrde es Maries rasches Temperament erben? Oder seine Sturheit?\u00a0 Es hat gute Chancen beides zu erben\u201c, seufzte er, aber er w\u00fcrde sich auch dieser Herausforderung stellen, schlie\u00dflich war er vielleicht doch kein gar \u201eson unf\u00e4h\u00b4ger Vater\u201c.<\/p>\n<p>Disclaimer:\u00a0All publicly recognizable characters and settings are the property of their respective owners. The original characters and plot are the property of the author. No money is being made from this work. No copyright infringement is intended.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Summary: \u00a0Was kann den f\u00fcnfj\u00e4hrigen Hoss dazu getrieben haben, von zu Hause wegzulaufen? Seine Familie macht sich gro\u00dfe Sorgen und sucht ihn verzweifelt, doch er bleibt spurlos verschwunden &#8230;.<\/p>\n<p>R\u00fcckmeldungen w\u00fcrden mich sehr, sehr \u00a0freuen!<\/p>\n<p>Rated:\u00a0K+ \u00a0WC 10,000<\/p>\n","protected":false},"author":114,"featured_media":15252,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"template-full-width-post.php","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[23,1008,11,41,30],"tags":[],"class_list":["post-7295","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-drama","category-family","category-german","category-hurtcomfort","category-prequels","wpcat-23-id","wpcat-1008-id","wpcat-11-id","wpcat-41-id","wpcat-30-id"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/vlcsnap-error015.png?fit=768%2C576&ssl=1","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/114"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7295"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7295\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/15252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}