{"id":7299,"date":"2014-05-07T22:36:23","date_gmt":"2014-05-08T02:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=7299"},"modified":"2025-02-18T19:12:16","modified_gmt":"2025-02-19T00:12:16","slug":"der-unfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=7299","title":{"rendered":"Der Unfall (by Sibylle)"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"label\" style=\"color: #000000;\">Summary: \u00a0<\/span>Little Joe hat einen\u00a0schweren Unfall, w\u00e4hrend Adam auf ihn aufpassen soll\u00a0(1845).\u00a0 \u00dcber R\u00fcckmeldungen w\u00fcrde ich mich sehr freuen.<\/p>\n<p><span class=\"label\" style=\"color: #000000;\">Rated:<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00a0K+ \u00a0WC 4200<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der Unfall<\/strong><\/p>\n<p>\u201eJoe, bleib stehen, halt an!\u201c<\/p>\n<p>Adam hechtete hinter dem Dreij\u00e4hrigen her, der an ihm vorbei gelaufen war und nun mitten \u00fcber die Hauptstra\u00dfe von Virginia City rannte.<\/p>\n<p>\u201eFang mich\u201c, rief der kleine braunlockige Junge lachend und drehte sich zur\u00fcck. \u201eFang mich do &#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eNeeeiiiin!\u201c gellte Adams Schrei.<\/p>\n<p>Der F\u00fcnfzehnj\u00e4hrige schloss vor Schreck die Augen, als er sah, wie der K\u00f6rper seines kleinen Bruders durch die Luft geschleudert wurde, erfasst von der Vorderachse eines schwer beladenen Fuhrwerks, das gerade um die Ecke gebogen kam.<\/p>\n<p>Adam wartete auf den Schrei, er stand wie angewurzelt, es blieb still. Kein Schrei.<\/p>\n<p>Kein Schrei seines Babybruders!<\/p>\n<p>Andere Schreie, Geschrei einer Frau, des Kutschers, der laut fluchend vom Kutschbock herabsprang. \u201eLieber Gott, bitte nicht. Bitte, bitte nicht!\u201c h\u00e4mmerte es in Adams Hirn.<\/p>\n<p>Menschen sammelten sich in einem Kreis. Adam f\u00fchlte sich, als sei die Zeit verlangsamt, als sei er Zuschauer einer Szene, die irgendwie unwirklich war. Er musste jetzt dahin gehen, er musste sehen, was mit Joe war, er musste es tun, er musste hingehen. Adam hatte das Gef\u00fchl, als seien seine F\u00fc\u00dfe festgewachsen, als k\u00f6nne er sie nur ganz langsam vom Boden l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Adam n\u00e4herte sich vorsichtig dem Kreis, die Angst schn\u00fcrte ihm die Kehle zu. \u201eBitte, bitte lass ihn nicht tot sein!\u201c<\/p>\n<p>Da h\u00f6rt er leises Jammern: \u201ePa, Mama, aua, auaaaaa.\u201c\u00a0 Das Jammern ging in ohrenzerrei\u00dfendes Gebr\u00fcll \u00fcber.<\/p>\n<p>Adam f\u00fchlte sich pl\u00f6tzlich hellwach, er dr\u00e4ngte sich durch den Kreis, eine fremde Frau kniete auf der Stra\u00dfe und hielt Joe an sich gepresst und\u00a0 versuchte ihn zu beruhigen.<\/p>\n<p>\u201eLittle Joe, ich bin hier. Was tut dir weh?\u201c\u00a0 Der Kleine wendete sich zu\u00a0 seinem gro\u00dfen Bruder um und Adam erstarrte. Das Gesicht des Dreij\u00e4hrigen war blut\u00fcberstr\u00f6mt, sein Hemd und auch das Kleid der Frau waren rot von Blut. Instinktiv hob Adam den Kleinen vom Scho\u00df der Frau und nahm ihn auf den Arm und dann begann er zu rennen.<\/p>\n<p>Seit ein paar Monaten erst gab es einen Arzt in Virginia City. Hoffentlich war er in der Praxis und nicht bei einem Patienten im Umland. \u201eLass ihn da sein, lasss ihn da sein, lass ihn da sein\u201c, war der neue Rhythmus, der in Adams Gehirn h\u00e4mmerte.<\/p>\n<p>Der Warteraum war voll, Adam st\u00fcrmte auf die Milchglast\u00fcr zu, die ins Behandlungszimmer f\u00fchrte. Joes Schreien war in klagendes Wimmern \u00fcbergegangen.<\/p>\n<p>\u201eHalt, junger Mann, Sie k\u00f6nnen da nicht einfach so reinplatzen!\u201c rief eine laute Frauenstimme und eine in Wei\u00df gekleidete Frau trat vor die T\u00fcr, um ihm den Weg zu versperren.<\/p>\n<p>\u201eIch muss da rein, mein kleiner Bruder verblutet.\u201c Adam versuchte an der Frau vorbei die T\u00fcrklinke zu erreichen. Joe schrie jetzt wieder laut. Adam musste zu Doc Martin, zur Not w\u00fcrde er die Frau zur Seite schubsen.<\/p>\n<p>Adam versuchte mit einer K\u00f6rpert\u00e4uschung\u00a0 nach links die Frau auszuman\u00f6vrieren, w\u00e4hrend er mit Rechts nach der T\u00fcrklinke griff.<\/p>\n<p>\u201eAdam, lass den Unsinn!\u201c t\u00f6nte eine befehlende Stimme von hinten.<\/p>\n<p>\u201eBitte, Schwester, k\u00f6nnen Sie Bescheid sagen, dass wir dringend Hilfe brauchen\u201c, f\u00fcgte Ben Cartwright h\u00f6flich hinzu.<\/p>\n<p>\u201ePa, Pa\u201c, schluchzte Joe und streckte seine Arme seinem Vater entgegen, der jetzt neben ihnen im Wartezimmer stand.<\/p>\n<p>\u201eGib ihn mir, Adam.\u201c<\/p>\n<p>Ben betrachtete pr\u00fcfend und voller Angst das Gesicht des Kleinen.<\/p>\n<p>\u201eNicht weinen, Little Joe, dein Pa ist ja jetzt bei dir. Es wird alles wieder gut. Der Doktor wird dich wieder gesund machen\u201c, redete Ben\u00a0 beruhigend und tr\u00f6stend auf seinen j\u00fcngsten Sohn ein, w\u00e4hrend er mit einer Hand nach einem sauberen Taschentuch in seiner Hosentasche suchte.<\/p>\n<p>\u201ePa, ich, ich &#8230;&#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201e\u00dcber dich k\u00f6nnen wir nachher reden, Adam. Ich muss mich jetzt um Joe k\u00fcmmern\u201c, sagte Ben kurz angebunden, w\u00e4hrend er sein Taschentuch fest auf die Platzwunde in der Augenbraue des Kleinen dr\u00fcckte.<\/p>\n<p>\u201eKommen Sie bitte hier herein mit ihm\u201c, der Arzt hielt von innen die T\u00fcr zum Nebenzimmer auf.<\/p>\n<p>Adam stand im Wartezimmer, seine Knie f\u00fchlten sich weich an.<\/p>\n<p>\u201eM\u00f6chtest du dich setzen, Junge. Du siehst ganz blass aus.\u201c Eine \u00e4ltere Frau war aufgestanden und bot Adam ihren Sitzplatz an.<\/p>\n<p>Er hatte sich eben gegen\u00fcber der Schwester sehr r\u00fcpelhaft benommen, wurde Adam mit Scham bewusst, da musste er nicht auch noch einer Dame den Platz wegnehmen. Das geh\u00f6rte sich nicht. \u201eNein, danke, Ma\u00b4am, bitte behalten Sie doch Platz\u201c, sagte er so h\u00f6flich wie m\u00f6glich. \u201e Es &#8230;.\u201c Da war ein f\u00fcrchterlicher schriller Schrei aus dem Nebenzimmer zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>\u201eIch, &#8230;ich glaube, ich m\u00f6chte lieber ein bisschen an die frische Luft!\u201c Adam st\u00fcrzte aus der Arztpraxis.<\/p>\n<p>Auf der schmalen Treppe, die zur Veranda des Hauses hoch f\u00fchrte, sa\u00df sein anderer Bruder und war dabei, seine Stiefel anzuziehen.<\/p>\n<p>\u201eAdam, was ist denn passiert?\u201c<\/p>\n<p>Pa und er waren gerade dabei gewesen, beim Schuster ein paar neue Stiefel f\u00fcr ihn anmessen zu lassen, als eine Frau hereingest\u00fcrzt kam und nach Pa gefragt hatte. Sie hatte etwas von einem Unfall und Joe gerufen. Pa hatte entsetzt geguckt und, als er erfahren hatte, dass Adam Joe zum Arzt gebracht hatte, war Pa losgerannt und er auf Str\u00fcmpfen hinter ihm her, seine alten Stiefel in der Hand. Hoss sah seinen gro\u00dfen Bruder mit \u00e4ngstlicher Spannung an.<\/p>\n<p>\u201eGeh mir aus dem Weg, Erik. Lass mich durch!\u201c Adam quetschte sich an seinem Bruder vorbei.<\/p>\n<p>\u201eAua, warte doch einfach bis &#8230;.\u201c Noch bevor Hoss es sich versah,\u00a0war Adam an ihm vorbei die Treppe heruntergerannt und die Stra\u00dfe entlang gelaufen und nun au\u00dfer Sichtweite.<\/p>\n<p>Hoss sa\u00df v\u00f6llig verbl\u00fcfft auf der Treppe. Wann hatte Adam ihn je bei seinem Taufnamen genannt? Die Welt um ihn lief falsch und er wusste nicht, was er tun sollte. Also tat er das, was sein Pa ihm gesagt hatte, hier bleiben und warten. Dass er weinen sollte, hatte Pa nicht gesagt, aber trotz seiner neun Jahre konnte er die Tr\u00e4nen nicht mehr l\u00e4nger zur\u00fcckhalten, hier allein vor der T\u00fcr und ohne zu wissen, was Schreckliches mit Joe vorging oder warum Adam einfach weggelaufen war, und es sah ja auch zum Gl\u00fcck niemand, dass er heulte, da er seinen Kopf auf die Knie gelegt hatte<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>\u201eMarie, er wird heimkommen! Bestimmt, mach dir keine Sorgen.\u201c Ben war in seinem rastlosen Auf- und Abgehen bei seiner Frau stehen geblieben, die w\u00e4hrend ihrer N\u00e4harbeit jetzt bestimmt schon das zwanzigste Mal zur Standuhr geblickt hatte. \u201eDu machst dir doch selbst Sorgen, Ben. Du hast immer Angst um deine Jungs!\u201c Marie musste trotz ihrer sichtbaren Anspannung unwillk\u00fcrlich l\u00e4cheln.<\/p>\n<p>\u201eDu l\u00e4ufst seit einer Stunde hier herum, wie ein eingeschlossener Tiger.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWahrscheinlich hast du Recht,\u201c gab Ben seufzend zu, \u201eaber diese Angst ist v\u00f6llig irrational, sie hat nichts zu bedeuten, wei\u00dft du?\u201c sagte er beschw\u00f6rend. \u201eAdam ist schlie\u00dflich zu Fu\u00df unterwegs, er braucht mindestens drei Stunden von Virginia City nach Hause.\u201c Ben l\u00e4chelte seiner Frau breit und beruhigend zu.<\/p>\n<p>\u201eEs ist jetzt aber fast\u00a0acht Stunden her, seitdem ihr zur\u00fcckgekommen seid, und du hast den Weg nach Virginia City zu Pferde abgesucht.\u201c<\/p>\n<p>Ben machte sich Sorgen, seine Frau hatte recht. Nat\u00fcrlich machte er sich Sorgen. Anfangs war er eigentlich nicht beunruhigt gewesen, sondern eher ver\u00e4rgert, als Adam nicht im Mietstall bei ihrem Buggy gewesen war, wo er gehofft hatte, ihn anzutreffen. Hoss hatte ihm erz\u00e4hlt, dass Adam einfach weggegangen war, ohne mit ihm zu reden. Er musste Joe nach Hause bringen. Wieso konnte Adam nicht einfach zur Stelle sein, er wusste doch, dass Little Joe verletzt war?<\/p>\n<p>Ben konnte mit dem verletzten Kind nicht lange warten, er h\u00e4tte Adams Hilfe gut brauchen k\u00f6nnen. So musste er kutschieren und gleichzeitig den Jungen halten. Wohin war Adam nur verschwunden? Nun, wenn er zu Fu\u00df nach Hause laufen musste, w\u00fcrde es ihm eine gute Lehre sein, sich nicht einfach wortlos davonzumachen, dachte Ben auf dem R\u00fcckweg.<\/p>\n<p>Als die Aufregung um Joe etwas abgeebbt und Adam zum Abendessen immer noch nicht zu Hause war, hatte er schlie\u00dflich aus Hoss genauer herausbekommen, wie das Treffen vor der Praxis abgelaufen war.<\/p>\n<p>Ab da hatte Ben begonnen sich ernsthaft Sorgen zu machen. Er war den Weg nach Virginia City zur\u00fcckgeritten und hatte Adams Pferd als Handpferd dabei in der Hoffnung, dass der Junge wenigstens jetzt auf dem R\u00fcckweg war, wo immer er in der Zwischenzeit auch gesteckt hatte. Ben war durch die Stadt geritten und hatte sich nach seinem \u00e4ltesten Sohn erkundigt. Er h\u00f6rte mehrere Berichte, wie Adam versucht hatte, Joe noch rechtzeitig zu greifen. Wie geistesgenew\u00e4rtig er seinen kleinen Bruder sofort zum Arzt gebracht hatte, aber seitdem war er nicht mehr gesehen worden.War der Junge kopflos in die Wildnis gelaufen? Ben bedauerte, dass er beim Arzt so schroff zu ihm gewesen war.<\/p>\n<p>Jetzt war es nach 10 Uhr und stockdunkel. Ben seufzte, setzte aber schnell wieder eine gefasste Miene auf, als er den fragenden Blick seiner Frau auf sich gerichtet f\u00fchlte. Ben bemerkte jetzt, dass er schon wieder hin- und hergelaufen war, und blieb stehen und l\u00e4chelte seiner Frau wieder breit zu.<\/p>\n<p>\u201eMarie, Adam braucht einfach ein bisschen Zeit f\u00fcr sich, er hat das immer gebraucht, wenn ihn etwas durcheinander gebracht hat. Er ist aufgew\u00fchlt, aber die Vernunft wird siegen. Du wei\u00dft doch, was f\u00fcr ein vern\u00fcnftiger Junge er ist. Er wird keinen Unsinn machen, er kommt bestimmt nach Hause.Er wird jeden Moment hier auftauchen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch mache mir nur etwas Sorgen, weil ich es nicht mag, dass er allein im Dunkeln unterwegs ist\u201c, entschl\u00fcpfte es Ben gegen seinen Willen.<\/p>\n<p>\u201eAch Ben, du bist unverbesserlich. Wem willst du eigentlich was vormachen?\u201c dachte Marie. Sie war aufgestanden und hinter Ben getreten und begann seine verspannten Schultern zu massieren. Ben drehte sich um und nahm seine Frau in den Arm und k\u00fcsste sie.<\/p>\n<p>\u201eMarie, lass uns dankbar sein, dass Joseph mit dem Schrecken und ein paar Stichen davon gekommen ist. Es h\u00e4tte so viel schlimmer kommen k\u00f6nnen. Und wenn Adam da ist, werde ich ihm was erz\u00e4hlen, uns so in Angst und Schrecken zu versetzen.\u201c Ben war bem\u00fcht, den selbstsicheren Patriarchen zu spielen. Marie l\u00e4chelte in sich hinein und ging zum Tisch mit den Flaschen. Sie goss zwei Brandys ein.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen sowieso nur warten, vielleicht beruhigt uns das beide etwas, Ben.\u201c<\/p>\n<p>Marie setze sich aufs Sofa und Ben in seinen roten Ledersessel und sie\u00a0 nippten an ihren Gl\u00e4sern und versuchten beide gelassen zu wirken. Ben nahm die Zeitung hervor und Marie begann wieder zu n\u00e4hen. Als Maries Blick wieder in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden zur Uhr wanderte, stand Ben auf und setzte sich zu seiner Frau aufs Sofa. Er legte seine Hand auf ihre und stoppte sie beim N\u00e4hen. Marie sah ihn fragend an.<\/p>\n<p>\u201eMarie, du bist eine wunderbare Frau\u201c, sagte Ben, w\u00e4hrend er seine Frau an sich zog, \u201eich liebe dich. Und ich liebe dich besonders, weil du dir um Adam genauso Sorgen machst wie ich.\u201c Er k\u00fcsste sie sanft und dann sa\u00dfen sie beide eng aneinandergedr\u00fcckt, redeten leise und lauschten auf die Ger\u00e4usche von drau\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Zeit verging.<\/p>\n<p>Marie sah gewiss jetzt zum f\u00fcnfzigsten Mal zur Uhr, es war schon kurz vor Mitternacht.<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>Ben stand vorsichtig auf, um Marie nicht zu wecken, die neben ihm sitzend eingeschlafen war. Die Uhr zeigte jetzt kurz nach zwei und er war sich nicht sicher, aber er meinte, dass die Pferde im Corral unruhig waren, als seien sie in ihrer Nachtruhe gest\u00f6rt worden.<\/p>\n<p>Ben legte zur Sicherheit seinen Revolvergurt an. Es war hier drau\u00dfen nie wirklich sicher, Raubtiere, R\u00e4uber, Indianer, alles war denkbar.<\/p>\n<p>Er\u00a0trat leise auf die Veranda und schloss schnell die T\u00fcr hinter sich, damit er im Dunkeln besser sehen konnte und nicht durch das herausfallende Licht geblendet wurde oder gar ein gutes Ziel bot.<\/p>\n<p>Ihm entfuhr unwillk\u00fcrlich ein Seufzer, als er im Mondschein die Gestalt seines \u00e4ltesten Sohnes erkannte, der mit gefalteten Armen auf der Einz\u00e4ung des Corrals lehnte und ihm den R\u00fccken zudrehte.<\/p>\n<p>Wie war der Junge gewachsen in der letzten Zeit, durchfuhr es Ben, alles Kindliche war aus seinem K\u00f6rperbau verschwunden.<\/p>\n<p>\u201eBen?\u201c Die Haust\u00fcr \u00f6ffnete sich einen kleinen Spalt und Marie sah heraus. \u201eEr ist da, Marie. Er steht drau\u00dfen am Corral. Ich werde zu ihm gehen und ihn reinholen\u201c, fl\u00fcsterte Ben und behielt Adam im Auge, als habe er Angst, dass sein Junge wieder verschwinden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>\u201eIch mache ihm was zu essen warm\u201c, sagte Marie leise und schloss die T\u00fcr wieder.<\/p>\n<p>Ben ging langsam, aber mit festen Schritten auf\u00a0 den Corral zu. Es waren die festen Schritte, die er als Maat auf der \u201eWanderer\u201c erlent hatte und die seine Angestellten und besonders seine S\u00f6hne kannten und manchmal f\u00fcrchteten.<\/p>\n<p>\u201eHi, Pa\u201c, sagte Adam, ohne sich umzudrehen. Ben trat zu seinem \u00c4ltesten und legte ihm kurz die Hand auf die Schulter. Hatte Adam weggezuckt? Ben war sich nicht sicher.<\/p>\n<p>Im Dunkeln konnte er es nicht genau erkennen, aber Adams Kleider wirkten schmutzig und sie f\u00fchlten sich feucht an, sein einer Hemds\u00e4rmel sah zerrissen aus. Ben unterdr\u00fcckte seinen ersten Impuls, den Jungen mit Fragen und Vorw\u00fcrfen zu best\u00fcrmen, und wartete stattdessen, dass Adam etwas sagte. Sie standen ein paar Augenblicke schweigend nebeneinander auf den Zaun gest\u00fctzt.<\/p>\n<p>\u201eWie geht es Joe?\u201c fragte Adam schlie\u00dflich mit kratziger Stimme.<\/p>\n<p>\u201eBis auf die aufgeplatzte Augenbraue und einige Prellungen und blaue Flecke, gut.\u201c<\/p>\n<p>Adam stie\u00df die Luft aus, als habe er den Atem angehalten.<\/p>\n<p>\u201ePa, wir k\u00f6nnten jetzt gleich in die Scheune gehen und es hinter uns bringen,\u201c sagte Adam nach einer kurzen Pause.<\/p>\n<p>\u201eIch w\u00fcsste nicht, was ich in der Scheune sollte.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMir die Tracht Pr\u00fcgel meines Lebens verpassen &#8230;. Er k\u00f6nnte tot sein oder sein Augenlicht verloren haben oder entstellt sein f\u00fcr immer\u201c, stie\u00df der Junge hervor.<\/p>\n<p>\u201eNichts davon ist passiert! Er hat ein paar Stiche in der Augenbraue, aber davon stirbt er nicht und man wird sp\u00e4ter nichts oder fast nichts sehen, meint der Arzt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber das ist reines Gl\u00fcck, nicht mein Verdienst, Pa! Er hatte furchtbare Schmerzen und Angst, ich habe ihn schreien geh\u00f6rt und ich bin schuld! Ich habe meinen dreij\u00e4hrigen Bruder \u00fcberfahren lassen, anstatt ordentlich auf ihn aufzupassen!\u201c Adams Stimme \u00fcberschlug sich jetzt fast.<\/p>\n<p>\u201eMeinst du, dass eine Strafe von mir dein Gewissen beruhigen w\u00fcrde, Junge? Glaubst du das wirklich?\u201c Ben versuchte seinem Sohn ins Gesicht zu schauen. \u201eIch wei\u00df nicht, Pa.\u201c Adam klang jetzt resigniert, er lehnte mit gesenktem Kopf schwer auf der Umz\u00e4unung.<\/p>\n<p>\u201eDass du dir selbst Vorw\u00fcrfe machst, zeigt mir, dass dein eigenes Gewissen stark genug ist, dich zu leiten. Du bist kein Kind mehr, das seinem Vater verantwortlich ist, wenn es etwas falsch gemacht hat, sondern du bist dir selbst verantwortlich. Und ich denke, du sp\u00fcrst jetzt gerade, dass es schwieriger sein kann, mit sich selbst zurecht zu kommen als mit einem zornigen Vater, der doch am Ende auf die eine oder andere Weise die Dinge wieder gerade biegt.\u201c Ben legte seine Hand auf Adams\u00a0Oberarm.<\/p>\n<p>\u201eMit eigener Schuld umzugehen, Fehler einzugestehen und sie zu bereinigen, das ist ein Teil des Erwachsenseins. Das lernst du gerade. Aber manchmal, mein Junge, l\u00e4dt man sich auch zu viel Schuld auf. Es war ein Unfall!\u201c<\/p>\n<p>Adam sah kurz auf und murmelte dann mit gesenktem Kopf:<\/p>\n<p>\u201ePa, du wei\u00dft nicht alles. Ich&#8230;.. ich &#8230;. habe nicht gut auf ihn aufgepasst! Im Gegenteil!\u201c<\/p>\n<p>Ben sah mit einer hochgezogenen Augenbraue zu Adam r\u00fcber.<\/p>\n<p>Adam schluckte, dann hob er den Kopf und versuchte trotz der Dunkelheit seinem Vater in die Augen zu sehen. Ben wartete. Adam leckte seine Lippen, dann stie\u00df er schnell hervor: \u201eIch war abgelenkt, sehr abgelenkt, ich hatte jemanden aus der Schule getroffen.\u201c Adam holte nach diesem Statement tief Luft, bevor er fortfuhr: \u201eWir haben uns unterhalten, w\u00e4hrend Joe weiter versucht hat Murmeln in ein Loch im Sand zu schnippen, wie ich es ihm gezeigt habe. Ich habe zwar ab und an zu\u00a0 ihm hingeschaut, aber ich habe mich nicht mehr um ihn gek\u00fcmmert, sondern nur noch um sie.\u201c Adams Bekenntnis war leiser und leiser geworden.<\/p>\n<p>\u201eSie? Habe ich richtig geh\u00f6rt? Der Jemand war ein M\u00e4dchen? Etwa Sue Miller?\u201c<\/p>\n<p>Adam nickte nur.<\/p>\n<p>Ben musste innerlich l\u00e4cheln. Sein Sohn war in der Tat kein Kind mehr. Er interessierte sich f\u00fcr M\u00e4dchen und dass Sue Miller es ihm angetan hatte, hatte er beim Kirchenpicknick letzten Sonntag schon bemerkt. Aber offensichtlich strauchelte er noch \u00fcber seine eigenen Gef\u00fchle. Das obligatorische Vater-Sohn-Gespr\u00e4ch musste\u00a0 er wohl bald mit ihm f\u00fchren. Aber hier war zun\u00e4chst ein anderes Problem zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>\u201eWas habt ihr in der dunklen Gasse gemacht, das dich so abgelenkt hat, Adam?\u201c fragte Ben mit einer gewissen Strenge.<\/p>\n<p>\u201eNichts, Pa, ehrlich. Wir haben uns nur unterhalten. Und &#8230; und die Gasse war gar nicht dunkel, du kennst doch die Sackgasse neben dem Laden, und wir standen auch ganz vorn an der Stra\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p>Adam sp\u00fcrte, dass er rot wurde. Es war ihm unangenehm, auch wenn sein Vater es bestimmt nicht sehen konnte.<\/p>\n<p>\u201eSo, meinst du, dass ein Junge sich mit einem M\u00e4dchen unterhalten sollte? Mit einem M\u00e4dchen, das er sympathisch findet, wenn er es zuf\u00e4llig in der Stadt trifft? Mitten auf der Stra\u00dfe?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df nicht, Pa. An sich ist es nichts Schlimmes, oder?\u201c fragte Adam unsicher.<\/p>\n<p>Ben sah seinen Sohn lange an. Er hoffte, dass das, was er vorhatte, wirken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>\u201eNein, Junge, ich denke, es ist ganz normal. Nun, kommen wir aber zum n\u00e4chsten Punkt, dein Bruder hatte einen Unfall, w\u00e4hrend du von einem M\u00e4dchen abgelenkt warst, wie du selbst sagst. Ich verlange jetzt pr\u00e4zise Antworten von dir, versuche keine Ausfl\u00fcchte zu machen. Wie lange hast du Joe aus den Augen gelassen?\u201c fragte Ben mit Inquisitorstimme.<\/p>\n<p>\u201eIch habe immer mal wieder zu ihm hingeguckt, er hat gespielt weiter hinten in der Gasse, wo es sandig ist\u201c, antwortete Adam kleinlaut.<\/p>\n<p>\u201eDas hast du eben schon gesagt. Wie lange hast du am St\u00fcck nicht nach ihm geschaut, habe ich gefragt?\u201c Bens Stimme war deutlich lauter geworden.<\/p>\n<p>\u201eNun, vielleicht immer so drei oder vier Minuten, Sir\u201c beeilte sich Adam zu sagen.<\/p>\n<p>&#8220;Aha, du hast ihn drei bis vier Minuten nicht beobachtet, w\u00e4hrend er hinter dir in einer Sackgasse im Sand mit Murmeln gespielt hat?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, Sir!\u201c<\/p>\n<p>\u201eH\u00e4ltst du das f\u00fcr unverantwortlich?\u201c<\/p>\n<p>\u201eUh, nun, ich wei\u00df nicht. Ich glaube, nein\u201c, stotterte der 15-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>\u201eSo zum n\u00e4chsten Punkt: Wie abgelenkt warst du? Ist er an dir vorbeigerannt, ohne dass du es bemerkt hast?\u201c fragte Ben scharf.<\/p>\n<p>\u201eIch habe es schon bemerkt, konnte ihn aber nicht mehr erwischen. Er hat das als Spiel aufgefasst und wollte, dass ich ihn fange, deswegen hat er nicht geh\u00f6rt, sondern ist weiter gelaufen.\u201c\u00b4<\/p>\n<p>\u201eKannst du ausschlie\u00dfen, dass Joe, wenn du neben ihm gekniet h\u00e4ttest und ihr zusammen mit Murmeln gespielt h\u00e4ttet, auch pl\u00f6tzlich losgerannt w\u00e4re? H\u00e4ttest du ihn dann leichter zur\u00fcckhalten k\u00f6nnen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein, Pa, nicht wirklich. Und du wei\u00dft ja, dass Joe gern mal unvermittelt losrennt. So ist er nun mal.\u201c<\/p>\n<p>Ben nickte, er kannte den kleinen Wirbelwind nur zu gut.<\/p>\n<p>\u201eDu warst unmittelbar hinter ihm, als er auf die Stra\u00dfe zurannte?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, und dann sah ich das Fuhrwerk und dann flog er schon durch die Luft.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHast du ihn einfach liegen lassen oder hast du ihn sofort zum Arzt gebracht?\u201c<\/p>\n<p>Adam sah seinen Vater verwirrt an: \u201eDu wei\u00dft doch, dass ich ihn zum Arzt gebracht habe, Pa.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, Adam, ich wei\u00df.\u201c Bens Ton hatte jetzt alle Sch\u00e4rfe verloren.<\/p>\n<p>\u201eUnd jetzt z\u00e4hlst du bitte mal zwei und zwei zusammen und denkst mal dar\u00fcber nach, ob du\u00a0 wirklich f\u00fcr Josephs Unfall verantwortlich bist.\u201c<\/p>\n<p>Adam hob z\u00f6gernd den Kopf und sein Vater war versucht, ihm durchs Haar zu fahren, belie\u00df es aber bei einem altersangemessenen Klaps auf die Schulter.<\/p>\n<p>\u201eWei\u00dft du, Junge, so perfekt kann niemand auf ein Kind aufpassen, dass nicht doch Unf\u00e4lle passieren, besonders wenn die Kinder so lebhaft sind wie Joseph oder du selbst.<\/p>\n<p>Ich jedenfalls sehe nicht, wo hier eine Schuld liegen sollte, nicht einmal Fahrl\u00e4ssigkeit w\u00fcrde ich dir vorwerfen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df nicht, Pa, es bleibt doch dabei, dass ich es nicht verhindert habe, dass mein Babybruder fast get\u00f6tet wurde.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, und dieser Schreck wird dir vielleicht lebenslang in Erinnerung bleiben, auch ohne dass du schuld daran warst. Es gibt Dinge, die man nicht verhindern kann.\u201c Ben versuchte wieder Blickkontakt mit seinem Sohn zu bekommen.<\/p>\n<p>\u201eKannst du dich denn nicht mehr daran erinnern, wie du selbst beinahe mal unter ein herangaloppierendes Pferd geraten bist, als wir zwei noch allein unterwegs waren?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein, Pa. Ich glaube nicht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun, du warst ziemlich genau in Joes Alter damals. Ich sehe es noch genau vor mir: Du standest damals stolz auf dem B\u00fcrgersteig vor der T\u00fcr einer Pension in einer kleinen\u00a0 Stadt, deren Namen ich vergessen habe, bei unserem Gep\u00e4ck mit dem Auftrag, es zu bewachen und dich nicht davon wegzur\u00fchren, w\u00e4hrend ich nur ein paar Meter entfernt noch weitere Sachen aus dem Wagen lud. Du warst so stolz auf deine erste Jungenhose und dein Holzgewehr und nahmst den Auftrag ungeheuer ernst. Vor der Stra\u00dfe hatte ich dich mehr als einmal gewarnt und du warst normalerweise ein folgsames Kind. Es gab keinen Grund zu glauben, dass du deinen Posten verlassen w\u00fcrdest in den paar Minuten, die ich brauchen w\u00fcrde, um fertig auszuladen. Und doch, ich wei\u00df bis heute nicht, was dir in den Sinn kam, liefst du pl\u00f6tzlich los zur anderen Stra\u00dfenseite und direkt vor dieses gro\u00dfe braune Pferd. W\u00e4re der Reiter nicht so geistesgegenw\u00e4rtig und ge\u00fcbt gewesen, du w\u00fcrdest jetzt wahrscheinlich nicht hier stehen. Und glaub mir, ich habe damals auch einen Schreck f\u00fcrs Lebens bekommen, aber auch ich habe es nicht verhindern k\u00f6nnen. Kleine Kinder k\u00f6nnen einen \u00fcberraschen und sie k\u00f6nnen Gefahren noch nicht absch\u00e4tzen. Das m\u00fcssen sie erst lernen.\u201c<\/p>\n<p>Adam hatte sich beim Zuh\u00f6ren seinem Vater zugewendet.<\/p>\n<p>\u201eNun, ich dachte, du erinnerst dich vielleicht aus einem anderen Grund an diesen Vorfall\u201c, sagte Ben und sah fragend zu seinem Sohn, der aber nur ebenso fragend zur\u00fcckschaute.<\/p>\n<p>\u201eDamals habe ich dich zum ersten Mal in deinem Leben verhauen, direkt dort auf offener Stra\u00dfe. Du solltest lernen, zumindest so etwas nie wieder zu tun.\u201c<\/p>\n<p>\u201eOh, hm&#8230;.. Ich hatte immer ein anderes Ereignis im Kopf\u201c, murmelte Adam, der jetzt r\u00fcckw\u00e4rts leicht mit einem Arm auf dem Corralzaun lehnte, wie er es oft tat, und\u00a0 mit einem scheuen L\u00e4cheln zu seinem Vater aufschaute.<\/p>\n<p>\u201eIch erinnere mich nur dunkel und wie an einzelne Bilder, deswegen dachte ich immer, es w\u00e4re sehr fr\u00fch und wohl das erste Mal gewesen. Ich wei\u00df nur, dass da ein Hof war und ein gro\u00dfer Sandhaufen und eine nette Frau und ein kleines M\u00e4dchen und dass ich sehr zufrieden war, so einen sch\u00f6nen Ort ganz allein gefunden zu haben. Bis du kamst&#8230;..\u201c<\/p>\n<p>&#8220;Oh ja, Junge, an den Tag kann ich mich sehr lebhaft erinnern, es war ein Sonntag. Du warst ca. vier Jahre alt und, als ich wach wurde, einfach verschwunden. Du bist heimlich und leise aufgestanden, aus dem Haus gegangen, auch das war wieder irgendeine Pension auf dem Weg hierher, und allein losgelaufen, kreuz und quer durch die kleine Landstadt. Der Platz, den du gefunden hattest, war wirklich sehr sch\u00f6n und friedlich und zu deinem Gl\u00fcck auch die Menschen dort, aber es war ein von einem hohen Zaun umgebener Hof. Du warst durch eine gebrochene Planke dort hinein gekommen und hast wundersch\u00f6n mit dem kleinen M\u00e4dchen im Sand gespielt, w\u00e4hrend ich verzweifelt nach dir gesucht habe. Nirgendwo war auch nur eine winzige Spur von dir zu finden, niemand hatte einen Vierj\u00e4hrigen gesehen. Du warst wie vom Erdboden verschluckt. Und es gab in dieser Stadt eine Menge Leute, die durchaus in der Lage schienen, einem kleinen Kind etwas anzutun. Du kannst dir gar nicht vorstellen, was f\u00fcr Angst ich ausgestanden habe. Erst gegen Mittag habe ich zuf\u00e4llig das Schild gesehen, das die Besitzer des Hofes drau\u00dfen aufgeh\u00e4ngt hatten.\u00a0<em>Schwarzhaariger Junge, Adam, gefunden.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Bens Stimme war anklagend geworden und Adam sah nach so vielen Jahren tats\u00e4chlich etwas schuldbewusst zu ihm auf.<\/p>\n<p>\u201eJa und du hast Recht, ich war sehr b\u00f6se auf dich und ich wundere mich nicht, dass du dich daran erinnerst.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd das, Adam, k\u00f6nnte auch nach wie vor ein Grund sein, dass ich dein Alter vergesse und mit dir tats\u00e4chlich einen Ausflug in die Scheune unternehme, wenn du Dinge machst, bei denen du dich in Gefahr bringst und weswegen ich Angst haben muss um dich. So wie heute\u201c, f\u00fcgte Ben hinzu.<\/p>\n<p>Adam sah betreten auf den Boden.<\/p>\n<p>\u201eWas denkst du, was wir uns f\u00fcr Sorgen um dich gemacht haben, mein kleiner gro\u00dfer Junge\u201c, f\u00fcgte er sanfter und mit leisem Vorwurf hinzu.<\/p>\n<p>\u201eEs tut mir leid, Pa. Ich wollte dich nicht \u00e4ngstigen. Ich wusste nur nicht, wie ich dir oder Marie unter die Augen treten sollte&#8230;.. Es tut mir wirklich leid\u201c, Adams Stimme schien leicht zu zittern.<\/p>\n<p>Ben umfasste seinen Sohn, der pl\u00f6tzlich gar nicht mehr so erwachsen schien, in einer festen Umarmung, die Adam ohne zu z\u00f6gern erwiderte.<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df, mein Junge, und ich bin froh, dass du gesund wieder zu Hause bist, und ich will lieber gar nicht wissen, wieso du so nass und schmutzig bist.<\/p>\n<p>Auch Hoss wird sich freuen, er war sehr verwirrt durch dein Verhalten. Ja und Joe auch, er hat, bevor er eingeschlafen ist, mehrfach nach dir gefragt\u201c, fl\u00fcsterte Ben in Adams Ohr.<\/p>\n<p>\u201eUnd Marie, Pa?\u201c fragte Adam leise und l\u00f6ste sich aus der Umarmung, um seinem Vater ins Gesicht zu sehen.<\/p>\n<p>Er hielt wieder den Atem an.<\/p>\n<p>Ben drehte Adam sanft Richtung Haus.<\/p>\n<p>\u201eSie hat zwar kein fettes Kalb f\u00fcr dich geschlachtet, aber sie macht dir was zu essen warm.\u201c<\/p>\n<p>Und damit legte er den Arm um Adams Schultern und f\u00fchrte ihn auf die K\u00fcchent\u00fcr zu, aus der ein warmer Lichtschein nach drau\u00dfen drang.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Disclaimer:\u00a0All publicly recognizable characters and settings are the property of their respective owners. The original characters and plot are the property of the author. No money is being made from this work. No copyright infringement is intended.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_7299\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"7299\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" version=\"1.0\" viewBox=\"0 0 502 315\" preserveAspectRatio=\"xMidYMid meet\"><g transform=\"translate(0,332) scale(0.1,-0.1)\" fill=\"\" stroke=\"none\"><path d=\"M2394 3279 l-29 -30 -3 -207 c-2 -182 0 -211 15 -242 39 -76 157 -76 196 0 15 31 17 60 15 243 l-3 209 -33 29 c-26 23 -41 29 -80 29 -41 0 -53 -5 -78 -31z\"\/><path d=\"M3085 3251 c-45 -19 -58 -50 -96 -229 -47 -217 -49 -260 -13 -295 52 -53 146 -42 177 20 16 31 87 366 87 410 0 70 -86 122 -155 94z\"\/><path d=\"M1751 3234 c-13 -9 -29 -31 -37 -50 -12 -29 -10 -49 21 -204 19 -94 39 -189 45 -210 14 -50 54 -80 110 -80 34 0 48 6 76 34 21 21 34 44 34 59 0 14 -18 113 -40 219 -37 178 -43 195 -70 221 -36 32 -101 37 -139 11z\"\/><path d=\"M1163 3073 c-36 -7 -73 -59 -73 -102 0 -56 133 -378 171 -413 34 -32 83 -37 129 -13 70 36 67 87 -16 290 -86 209 -89 214 -129 231 -35 14 -42 15 -82 7z\"\/><path d=\"M3689 3066 c-15 -9 -33 -30 -42 -48 -48 -103 -147 -355 -147 -375 0 -98 131 -148 192 -74 13 15 57 108 97 206 80 196 84 226 37 273 -30 30 -99 39 -137 18z\"\/><path d=\"M583 2784 c-38 -19 -67 -74 -58 -113 9 -42 211 -354 242 -373 16 -10 45 -18 66 -18 51 0 107 52 107 100 0 39 -1 41 -124 234 -80 126 -108 162 -133 173 -41 17 -61 16 -100 -3z\"\/><path d=\"M4250 2784 c-14 -9 -74 -91 -133 -183 -95 -150 -107 -173 -107 -213 0 -55 33 -94 87 -104 67 -13 90 8 211 198 130 202 137 225 78 284 -27 27 -42 34 -72 34 -22 0 -50 -8 -64 -16z\"\/><path d=\"M2275 2693 c-553 -48 -1095 -270 -1585 -649 -135 -104 -459 -423 -483 -476 -23 -49 -22 -139 2 -186 73 -142 361 -457 571 -626 285 -228 642 -407 990 -497 242 -63 336 -73 660 -74 310 0 370 5 595 52 535 111 1045 392 1455 803 122 121 250 273 275 326 19 41 19 137 0 174 -41 79 -309 363 -465 492 -447 370 -946 591 -1479 653 -113 14 -422 18 -536 8z m395 -428 c171 -34 330 -124 456 -258 112 -119 167 -219 211 -378 27 -96 24 -300 -5 -401 -72 -255 -236 -447 -474 -557 -132 -62 -201 -76 -368 -76 -167 0 -236 14 -368 76 -213 98 -373 271 -451 485 -162 444 86 934 547 1084 153 49 292 57 452 25z m909 -232 c222 -123 408 -262 593 -441 76 -74 138 -139 138 -144 0 -16 -233 -242 -330 -319 -155 -123 -309 -223 -461 -299 l-81 -41 32 46 c18 26 49 83 70 128 143 306 141 649 -6 957 -25 52 -61 116 -79 142 l-34 47 45 -20 c26 -10 76 -36 113 -56z m-2057 25 c-40 -58 -105 -190 -130 -263 -110 -324 -59 -707 132 -981 25 -35 42 -64 37 -64 -19 0 -241 119 -326 174 -188 122 -406 314 -532 468 l-58 71 108 103 c185 178 428 349 672 473 66 33 121 60 123 61 2 0 -10 -19 -26 -42z\"\/><path d=\"M2375 1950 c-198 -44 -350 -190 -395 -379 -18 -76 -8 -221 19 -290 114 -284 457 -406 731 -260 98 52 188 154 231 260 27 69 37 214 19 290 -38 163 -166 304 -326 360 -67 23 -215 33 -279 19z\"\/><\/g><\/svg><\/i> <img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif?resize=16%2C16&#038;ssl=1\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Summary: \u00a0Little Joe hat einen\u00a0schweren Unfall, w\u00e4hrend Adam auf ihn aufpassen soll\u00a0(1845).\u00a0 \u00dcber R\u00fcckmeldungen w\u00fcrde ich mich sehr freuen.<\/p>\n<p>Rated:\u00a0K+ \u00a0WC 4200<\/p>\n","protected":false},"author":114,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"template-full-width-post.php","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[23,1008,11,41,30],"tags":[],"class_list":["post-7299","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-drama","category-family","category-german","category-hurtcomfort","category-prequels","wpcat-23-id","wpcat-1008-id","wpcat-11-id","wpcat-41-id","wpcat-30-id"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":2072,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack-related-posts":[{"id":5225,"url":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=5225","url_meta":{"origin":7299,"position":0},"title":"Der Mordfall Mrs. Azamoah (by Adam4Ever)","author":"Adam4ever","date":"July 10, 2010","format":false,"excerpt":"Summary: \u00a0Es geht um die Ermordung einer jungen Frau. \u00a0Es fehlen Tatverd\u00e4chtige, Zeugen und Beweise. \u00a0 Kann der Fall doch noch gel\u00f6st werden? \u00a0Wer war der M\u00f6rder und welches Motiv hatte er? Rating T \u00a05,500 words)","rel":"","context":"In &quot;German&quot;","block_context":{"text":"German","link":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?cat=11"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":5280,"url":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=5280","url_meta":{"origin":7299,"position":1},"title":"Der neue Sattel (by cindy57)","author":"cindy57","date":"April 30, 2014","format":false,"excerpt":"Summary: \u00a0Ben schickt Little Joe in die Stadt um seinen neuen Sattel abzuhlolen.\u00a0 Eine Arbeit mit Hindernissen. \u00a0 Rated:\u00a0K+ \u00a0(2,635 words)","rel":"","context":"In &quot;Drama&quot;","block_context":{"text":"Drama","link":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?cat=23"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":5215,"url":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=5215","url_meta":{"origin":7299,"position":2},"title":"Ein ganz normaler Tag (by Adam4Ever)","author":"Adam4ever","date":"November 2, 2009","format":false,"excerpt":"Summary: \u00a0Es geht um einen Tag im Leben der Cartwrights, der aber entgegen dem Titel, welcher ironisch gemeint ist, alles andere als \"normal\" ist. Es ist ein chaotischer, abenteuerlicher\u00a0aber auch\u00a0gef\u00e4hrlicher Tag. Rated:\u00a0K+ (11,920 words)","rel":"","context":"In &quot;German&quot;","block_context":{"text":"German","link":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?cat=11"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Bonanza24.jpg?fit=526%2C372&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Bonanza24.jpg?fit=526%2C372&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Bonanza24.jpg?fit=526%2C372&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x"},"classes":[]},{"id":5255,"url":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=5255","url_meta":{"origin":7299,"position":3},"title":"Wenn Ein L\u00f6we sein Haupt senkt (by angelina)","author":"angelina","date":"March 4, 2009","format":false,"excerpt":"Summary: \u00a0Ben hat seinen Lebenswillen verloren. Erst als ein tragischer Unfall geschieht, wird ihm bewusst wie sehr er gebraucht wird. \u00a0 Rated:\u00a0K+ (2,930 words)","rel":"","context":"In &quot;German&quot;","block_context":{"text":"German","link":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?cat=11"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/bonanza31.jpg?fit=573%2C389&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/bonanza31.jpg?fit=573%2C389&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/bonanza31.jpg?fit=573%2C389&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x"},"classes":[]},{"id":7301,"url":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=7301","url_meta":{"origin":7299,"position":4},"title":"Die heiligen drei K\u00f6nige (by Sibylle)","author":"Sibylle","date":"December 7, 2011","format":false,"excerpt":"Summary: \u00a0Die kleine nachweihnachtliche Geschichte spielt\u00a0in der Nacht zum sechsten Januar 1846 auf der Ponderosa. Und beginnt damit, dass Adam aus dem Schlaf gerissen wird .... (Erstver\u00f6ffentlichung in der deutschen Bibliothek im Dezember 2011) \u00a0 Rated:\u00a0K+ \u00a0WC 2300","rel":"","context":"In &quot;Drama&quot;","block_context":{"text":"Drama","link":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?cat=23"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/bonanza31.jpg?fit=573%2C389&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/bonanza31.jpg?fit=573%2C389&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/bonanzabrand.info\/library\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/bonanza31.jpg?fit=573%2C389&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x"},"classes":[]},{"id":7291,"url":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?p=7291","url_meta":{"origin":7299,"position":5},"title":"Erinnerungen (by Sibylle)","author":"Sibylle","date":"May 7, 2014","format":false,"excerpt":"Summary: \u00a0Adam und Ben denken beide aus gegebenem Anlass an ihre gemeinsame Fahrtzeit zur\u00fcck (1844). Rated:\u00a0K+ \u00a0WC 4000","rel":"","context":"In &quot;Drama&quot;","block_context":{"text":"Drama","link":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/?cat=23"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7299","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/114"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7299"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7299\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bonanzabrand.info\/library\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}