Wenn Ein Löwe sein Haupt senkt (by angelina)

Summary:  Ben hat seinen Lebenswillen verloren. Erst als ein tragischer Unfall geschieht, wird ihm bewusst wie sehr er gebraucht wird.

Rated: K+ (2,930 words)

Wenn Ein Löwe sein Haupt senkt 

 

Die Abendsonne hatte die Ponderosa und das Land, das sie umgab in ein warmes, sanftes rotschimmerndes Licht getaucht. Ben ließ sich auf einen der beiden Holzstühle nieder und seufzte. Die Last des Tages wollte nicht von seinen Schultern weichen. Er fühlte sich müde und alt. Mit leichtem Unbehagen spürte er seinen schmerzenden Rücken, die tauben Beine und die schweren Arme. Eines Tages, das wusste er, würden seine Söhne die Ponderosa erfolgreich weiterführen, doch alles in ihm wehrte sich gegen den Gedanken diesen Tag allzu früh willkommen zu heißen.

” Soll Hop Sing ein Bad fertig machen?” fragte der chinesische Koch mit gewohnt strenger Stimme und riss Ben aus seinen Gedanken.

Nur zu gern hätte er den Kopf gehoben und genickt, doch selbst diese Bewegung schien ihm unmöglich.

“Ja, Hop Sing, sei so gut.”

Der Koch machte auf dem Absatz kehrt ohne ein Wort zu sagen. Worte, das hatte er schnell gelernt, waren meist überflüssig wenn es um die körperlichen Wehwechen seiner Familie ging. Ja, er hatte sie in den Jahren lieben gelernt, sein Herz hatte akzeptiert, dass sie ihm wichtiger waren als seine Verwandten, seine Freunde und er wollte es nicht offen zugeben, doch insgeheim wusste er das er für jeden von ihnen sein Leben geben würde.
Hop Sing hielt inne und schaute zurück auf den traurigen Anblick, den ihm Ben Cartwright bot und es schauderte ihn bei dem Gedanken daran, dass vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft sich das Leben auf der Ponderosa dramatisch ändern würde.

***

Mit gewohntem Tempo ritt Joe in den Hof der Ponderosa, griff Cochise Zügel straff und ließ sich elegant vom Sattel ab. Nach einem langen, harten Tag sehnte er sich nach nichts sehnlicher als nach einem guten Eintopf und seinem Bett. Als er sich umdrehte sah er seinen Vater auf der Veranda sitzen.

“Abend, Pa! Das war vielleicht ein Tag. Haben dir Adam und Hoss schon davon erzählt? Ich hoffe nicht. Diese Geschichte muss von mir erzählt werden!”

Der Wortschwall, den Joe über seinen Vater ergoss ließ Ben die Augen zusammen kneifen. Dort stand sein Jüngster, kaum älter als er selbst bei der Hochzeit mit Elizabeth war, so voller Tatendrang und jugendlicher Lebenfreude, dass es Ben fast das Herz brach. Ob er Joe genug beigebracht hatte? Ihm genug Werte mit auf dem Weg gegeben hatte? Er hoffte es inständig.

“Oh ja? Was was war denn heute los? Deine Brüder sind noch nicht zurück. Ehrlich gesagt dachte ich ihr würdet zusammen nach Hause kommen.” antwortete Ben.

Joe ließ sich auf den Stuhl neben seinem Vater nieder. Wie schön die Abendsonne glänzte, Joe glaubte fast sie belohnte ihn für den harten, arbeitsreichen Tag.

” Ach, die Zwei wollten sich nochmal den Zaun bei McCarthy’s ansehen. Trotzdem dachte ich sie wären schon hier und hätten mir den ganzen Spaß verdorben. Also, pass auf. Diese Geschichte wird dich umhauen…”

***

Wirre Gedanken schossen durch seinen Kopf. Joe, der auf dem Pferd sitzt, es versucht zu zähmen, Joe dessen Hand nach oben schießt, Joe dessen Körper sich geschmeidig an den Rhythmus des wütenden Rebellen anpasst

Joe.

Seine Augen öffneten sich langsam. Hatte er geträumt? Es war so dunkel. Er konnte nicht einmal die eigene Hand vor den Augen erkennen. Nur zögerlich registrierte er seine Umgebung. Es roch nach Kälte und Abend, der Grund unter ihm war noch warm von der Sonne, doch langsam spürte er die Kälte der Nacht in seinem Körper. Warum lag er rücklings auf dem offenen Feld? Sollte er nicht zu Hause sein, den Magen gefüllt mit einem von Hop Sings berühmten Abendessen, den Körper befreit von Dreck und Schweiß eingehüllt in eine Decke in seinem Bett?

Hoss?

War er nicht mit Hoss zusammen nach Hause geritten? Aber ja, sie hatten Joe ziehen lassen und waren zur McCarty Farm geritten. Schon seit Tagen hatte Pa ihnen in den Ohren gelegen, sie sollen sich endlich den maroden Zaun ansehen und wenn nötig ihn reparieren. Und war es nicht Hoss gewesen, der Adam an die Bitte des Vaters erinnert hatte?

Wo war Hoss?

***

Ben’s Augen tränten vom ständigen Blick in die tiefe, dunkle Nacht. Er war es gewohnt auf seine Söhne zu warten, egal wie spät sie nach Hause kamen. Es war wahrscheinlich eine Angewohnheit ,die er nie ablegen können würde, egal wie alt sie wurden. Joe war schon lange im Bett, sein Körper zu erschöpft um noch eine Minute länger ausharren zu können, sein Geist zu müde um noch einen weiteren Satz äußern zu können. Er hielt es dem Jungen nicht vor. In der tat war sein Tag aufregend und anstrengend gewesen und er hatte es seinem Jüngsten gegönnt. Doch nun war auch er müde und hoffte seine beiden Söhne würden den Weg zur Ponderosa bald finden. Wenigstens war die Nacht mild genug um draußen sitzen zu können.

Das Klimpern des Porzellans verriet Hop Sing und so blieb er stehen und sah Ben an. Doch dieser schien ihn nicht zu bemerken und so stellte er die Tasse mit dem heißen Kaffee auf den alten Holztisch und verschwand zurück in die Küche. Auch er wartete auf Adam und Hoss. Er kannte beide gut genug um zu wissen, dass sie niemals einfach so nicht nach Hause kommen würden, Doch Hop Sing wusste auch das beide ausgezeichnet allein in der Wildnis zurecht kommen würden.

***

“Hoss?”

Stille umgab ihn. Wie oft hatte er nach ihm gerufen? Er wusste es nicht mehr. Mit den letzten Kräften, die ihm blieben, raffte er sich auf und kroch über den sandigen Boden, tastete ihn nach allem ab, ließ seine Hände über die Sandkörner wandern, vorbei an scharfkantigen Steinchen und stacheligen Pflanzen.
Kein Schmerz hätte größer sein können als das Wissen seinen Bruder in einer dunklen Nacht verlieren zu können. Wenn er sehen könnte wohin er kroch, es wäre um so vieles einfacher. Doch die Nacht blieb unbarmherzig schwarz und das Mondlicht gab nichts von dem hellen Schimmern preis.

Plötzlich fuhren seine Hände über etwas Weiches, Warmes.

“Hoss?”

Ein leises Seufzen drang ein sein Ohr, nicht mehr aber auch nicht weniger. Er ließ seine Arme einknicken um näher an dem Geräusch zu sein.

“Hoss?”

“Adam, Gott hast du mich erschreckt.” Das Flüstern war kaum zu hören und Adam war froh nah genug an seinem Bruder zu sein um dessen warmen Atem auf seiner Wange zu spüren.

Er lebt, Gott sei Dank, er lebt.

“Was ist passiert?”

***

Der Kaffee tat gut. Die Nacht hatte die Kälte mit sich gebracht und Ben zog die Wolldecke enger um sich. Wie oft hatte er in diese Richtung gesehen, hatte die Bäume beobachtet, hatte seinen Ärger abkühlen lassen, seiner Angst freien Lauf gelassen? Es musste Jahre her sein, dass er das letzte Mal so ungeduldig auf seine zwei Ältesten gewartet hatte. Adam und Hoss. Sie waren seit Hoss’ Geburt ein Team, wie Pech und Schwefel, für ein Leben zusammen geschweisst. Sie würden nicht in Schwierigkeiten geraten. Vielleicht haben sie gedacht es wäre besser die Nacht im Freien zu verbringen, vielleicht würden sie morgen früh in den Hof hineinreiten und sich über ihren alten Vater amüsieren, der sich die Nacht um die Ohren geschlagen hatte um auf sie zu warten. Er blickte hoch und sah Licht in Joe’s Zimmer. Ein mildes Lächeln flog über seine Lippen.

Joe rieb sich die Augen. Die paar Stunden Schlaf hatten ihn nur müder gemacht als er vorher gewesen war. Er hatte sich von einer Seite auf die Andere gewälzt, hatte sich eingeredet seine Brüder würden draußen übernachten, doch er wusste das Hoss und Adam dies niemals tun würden. Schon als Kind hatte er es nicht gemocht wenn nur einer von ihnen nicht zu Hause war. Er konnte sich noch gut daran erinnern, wie er abends zu Adam oder Hoss ins Bett gekrochen war, in der Hoffnung seine Brüder würden ihm die Angst um seinen Vater nehmen. Jetzt war er alt genug um mit den Dämonen zu kämpfen, um zu handeln wenn er das Gefühl hatte es nicht mehr auszuhalten. Etwas stimmte nicht.

***

” Der Zaun war morsch. Du wolltest ihn wieder flicken und plötzlich ist diese Herde Rinder aus dem Nichts gekommen. Ich habe sie vorher nicht mal gehört.”

“Ich kann mich an gar nichts erinnern. Das Letzte, das sich weiß ist das Joe den Hengst zugeritten hat.”

“Ja. Danach sind wir eine Weile zusammengeritten. Dann ist mir eingefallen, dass Pa sich Sorgen um den Zaun machte. Wir haben Joe nach Hause geschickt und sind allein zu McCarthy.”

Adam nickte, obwohl er sich noch immer an nichts erinnern konnte. Wie Hoss es beschrieben hatte, war die ganze Herde ausgebrochen und hatte ihn und Hoss dabei überrannt. Sie konnten sich glücklich schätzen mit dem Leben davon gekommen zu sein. Ein paar blaue Flecken hier und da waren nichts im Vergleich zu der Gefahr, der sie entronnen waren.”

” Gut. Ich denke wir sollten uns auf den Weg machen. Wie ich Pa kenne wird er auf uns warten. Und ehrlich gesagt, würde ich ganz gern in meinem Bett schlafen anstatt hier.”

Hoss sah seinen Bruder verständnislos an. Wie konnte er erwarten er könne laufen? Hatte er sein Bein nicht gesehen? Den unnatürlichen Winkel in dem es verdreht war? Und hatte er nicht bemerkt das er selbst auch verletzt war? Er konnte sich ja kaum auf den Beinen halten.

” Adam, ich denke es wäre das beste mir erst einmal einen Stock zu besorgen um mein Bein zu schienen. Vielleicht kann ich dann laufen. Wir könnten versuchen zu McCarthy zu laufen. Es ist näher als die Ponderosa und ich bin sicher er wird uns aufnahmen.”

“Du hast Recht Hoss. Die Herde können wir sowieso vergessen.”

***

Joe hatte sich angezogen, ein paar Decken aus der alten Truhe geholt und die Waffe angelegt.

” Du kannst nicht einfach mitten in der Nacht losreiten, Joe. Lass uns bis morgen früh warten. Vielleicht haben sie wirklich drau0en übernachtet. Vielleicht war irgendwas mit McCarthy oder der Herde.”

Joe schüttelte den Kopf. “Pa, selbst wenn ist es besser zu ihnen zu reiten. Egal was ist, ob die Herde, McCarthy oder sie selbst, sie werden Hilfe brauchen.”

Ben schloss für einen Moment die Augen. Er war so müde, so unsagbar müde. Er konnte seinen Jüngsten nicht hinaus reiten lassen, doch seine Kräfte reichten nicht aus um irgendeine Art Gegenwehr zu haben. Joe war alt genug um für sich selbst zu entscheiden und das hatte er schon oft bewiesen. Ben vergaß dann und wann wie erwachsen Joe bereits war. Doch sein Wesen machten es Ben leicht in ihm noch immer den kleinen Lockenkopf zu sehen, der hinter jeder Ecke ein Abenteuer vermutete, immer in irgendeine Art Schlamassel verwickelt war und sich seinen Weg hinausschmeichelte.

“Also gut, Little Joe. Bring deine Brüder nach Hause.”

” Ich versprech’s, Pa.”

***

Der Krampf in seinem Bein hatte nachgelassen, doch die Schmerzen schienen sich nur noch zu intensivieren. Er hätte viel darum gegeben jetzt eine von Hop Sings Wunderkräuterpackungen zur Hand gehabt zu haben. Stattdessen hatte er sich ein Stück Holz zwischen die Zähne geklemmt und die Woge von Schmerz über sie ergehen lassen. Seine Gedanken kreisten um Adam, der noch immer mit geschlossenen Augen an einen Baum gegenüber lehnte. Wie er sich fortbewegt hatte. Ganz vorsichtig hatte er sich Meter um Meter auf Knie und Arme gestützt dem baum genähert, hatte ihn abgetastet, sich umgedreht und sich vorsichtig an ihn gelehnt. Nur eine kleine Weile, hatte er gesagt. Nur einmal kurz ausruhen ehe sie sich aufmachen würden.

“Adam?”

Nach einer kurzen Pause, in der Hoss die Luft angehalten hatte, antwortete sein Bruder: ” Mhm? Was ist Hoss?”

” Vielleicht sollten wir bis Tagesanbruch warten. Du siehst müde aus und ich bin es auch. Lass uns ausruhen.”

Adam’s Augen waren plötzlich weit aufgerissen und er sah Hoss direkt an: ” Was meinst du mit ‘Du siehst müde aus.’?”

“Na so wie ich es meine. Es macht keinen Sinn sich zu quälen. Du siehst doch wie mein Bein aussieht und deinem Kopf geht es bestimmt nicht viel besser.”

“Wie…?”

***

Ben hatte sich auf die Couch gelegt, die Decke über seinen Körper gebettet und starrte in den Kamin, dessen Feuer schon vor langer Zeit verloschen war. Little Joe würde die beiden finden und er würde mit ihnen zurückkehren. Die Selbstsicherheit mit der er das zum Ausdruck gebracht hatte, ließ Ben zur Ruhe kommen. Seine Söhne passten aufeinander auf, so wie er es ihnen beigebracht hatte. Er konnte nun seine Augen schließen. Nur für einen Moment würde er sich und seinem Körper Ruhe gönnen. Nur einen kleinen Moment.

Die schweren Lider wurden wie durch magische Hände sanft nach unten gedrückt und Ben spürrte das dringende Verlangen sich dem Frieden und der Ruhe hinzugeben.

***

Joe hatte Cochise an einem Baum lose festgemacht und lief die letzten Meter zu Fuss. Schon von Weitem hatte er den durchbrochenen Zaun gesehen, hatte einzelne Rinder auf einer nahe liegenden Weide entdeckt und war zu dem Schluss gekommen,dass seine Brüder den Zaun wohl nicht repariert hatten. Erst als er Chubb und Sport gesehen hatte, die ziellos in der Gegend gestreunt hatten, war ihm das ungute Gefühl gekommen, seine Brüder könnten in Schwierigkeiten stecken. Langsam näherte er sich einer Lichtung und sah im aufgehenden Morgenrot zwei Gestalten. Beide lehnten an einem Baum, es sah fast aus als seien sie ineinander verschlungen. Joe schlich näher heran und erkannte seine beiden Brüder.
Fassungslos blieb er stehen.

“Hoss! Adam!” rief er, doch nur Hoss drehte sich nach ihm um. Das Beben in seiner Stimme ließ Joe erschaudern.

” Little Joe! Komm schnell her. Wir müssen Adam helfen!”

Joe tat wie ohm gehießen.

“Was ist passiert Hoss?” Wieder und wieder ließ er seinen Blick von Bruder zu Bruder wandern und war sich doch des gesamten Ausmaßes nicht bewusst.

“Kannst du laufen, Hoss? Ich kann dich stützen, vielleicht schaffen wir es zu McCarthy.” sagte Joe und schaute dann Adam an:” Du kannst doch laufen, oder? Ich kann euch beide stützen. Wir schaffen das schon.”

“Joe.” Der Tonfall in dem Hoss ihn ansprach ließ ihn zusammen zucken und inne halten. Es erinnerte ihn an etwas, dass er nicht fassen konnte, eine Erinnerung, die zu weit in der Vergangenheit lag als das er sie hätte greifen können, doch das Gefühl das es in ihm wachrief erfüllt ihn mit Grauen.

“Joe, es ist Adam. Ich glaube er ist blind.”

***

Der Weg zur Ponderosa war weit gewesen und so unendlich still, dass Joe gedacht er würde explodieren.Weder McCarthy noch Hoss hatten etwas gesagt. Adam, der im hinteren Teil des Wagens lag, schlief noch immer und so langsam fragte Joe sich ob er jemals wieder aufwachen würde. Er wünschte Doc Martin wäre schon da, würde mit einer Behandlung alles wieder in Ordnung bringen. Und er wünschte sich nichts sehnlicher als die Bürde der Verantwortung an seinen Vater übergeben zu können. Er hatte ihm versprochen seine Brüder nach Hause zu bringen, hätte er gewusst in welchem Zustand, hätte er sie nie allein gelassen.

Der Wagen hielt und Joe sprang heraus. Er lief zur Tür und schrie nach seinem Vater und Hop Sing.

***

Ben hatte einen seltsamen Traum. Er war umringt von seinen drei Frauen, seiner Mutter und seinem Vater. In ihm herrschte völlige Ruhe und Zufriedenheit und er war so glücklich wie seit langem nicht mehr.
Eine Stimme durchbrach den Frieden, zerrte an seinen Nerven, an seinen Armen und Beinen und riss ihn aus der Harmonie.

“Pa! Wach auf, Pa! Es ist Adam, Pa! Pa, wach doch endlich auf!”

Als er die Augen aufschlug waren mit einem Mal all seine Schmerzen wieder da, sein Kopf pochte, seine Arme schmerzten, seinen Rücken fühlte sich als ob er jeden Moment zerbarst.

“Was?”

Er sah seinen Jüngsten, wie er mit weit aufgerissenen, vor Angst fast starren Augen auf ihn einredete. Hinter ihm lief Hop Sing aus dem Haus und ließ die Tür offen stehen. Ben sah von Joe zur Tür und erinnerte sich an das Versprechen. Er wollte ihn zufrieden anlächeln, ihm die Hand auf die Schulter legen, doch dann sah er Hop Sing, der mit fast übermenschlichen Kräften seinen Mittleren stützte. Sein Verstand wollte seinen Augen nicht trauen und verstand erst als McCarthy Adam hineintrug was eigentlich los war.

Kein Schmerz der Welt, keine Sehnsucht nach Ruhe und Harmonie, hätte Ben Cartwright in diesem Moment davon abhalten können seine geschundenen Kinder in die Arme zu schließen und Gott dafür zu danken das sie noch am Leben waren.

Epilog

“Wie lange wird es noch dauern?”

Ben nahm vorsichtig Adam’s Hand und legte sie in die seinige. Er wusste sein Ältester war kein Mensch, der väterliche Berührungen genoss. Es lag einfach nicht in Adam’s Wesen diese Liebe zu akzeptieren und zu zulassen und so war er umso erstaunter als Adam seine Hand drückte.
Die letzten Wochen waren eine Probe gewesen, die die ganze Familie näher zusammen rücken lassen hatte. Hoss’ Bein hatte sich gut erholt und Doc Martin war zuversichtlich gewesen, dass Hoss in einem Moment wieder richtig laufen können würde. Nur Adam’s Blindheit blieb bestehen. Doc Martin hatte ihm versichert er würde alles in seiner Macht stehende tun um ihm zu helfen, doch die Schwellung in seinem Kopf war nur langsam zurückgegangen und so musste Adam sich noch gedulden.

“Ich weiß es nicht, mein Sohn. Aber ich werde hier sein und mit dir warten. Egal wie lange es dauert. Ich werde hier sein.”

Ende

This post has been edited by angelina: Mar 4 2009, 11:55 AM

 

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Author: angelina

1 thought on “Wenn Ein Löwe sein Haupt senkt (by angelina)

  1. Eine wunderbare Geschichte. Der Zusammenhalt in der Familie, das Einstehen für einander, dass ist es was mich an Bonanza so fasziniert. Ich liebe Geschichten in denen genau diese Bindung aufgenommen und reflektiert wird.

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